Muscadelle

Die weisse Rebsorte Muscadelle wird vor allem in der Weinregion Entre-deux-Mers bei Bordeaux angebaut. Über drei Viertel des weltweiten Bestands findet sich dort, wo man übrigens auch ihre Herkunft vermutet. Auch wenn der Name es andeutet, ist die Muscadelle aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mit dem Muskateller verwandt. Die Namensgebung kann aber durchaus von seinem betörenden Bouquet beeinflusst gewesen sein.

Die Empfindlichkeit von Muscadelle für Botrytis wird zur Erzeugung von edelsüssen Weinen wie Sauternes, Barsac und Monbazillac genutzt. Ihre Aromenfülle und die feinen Düfte tragen zu gelungenen Assemblagen mit Sauvignon Blanc und Sémillon bei. Muscadelle wächst aber auch ausserhalb von Bordeaux, so zum Beispiel im Elsass und in Osteuropa.

Verwirrung bei den Rebsorten-Namen

In Australien wurde die Muscadelle lange mit der ungarischen Rebsorte Hárslevelü verwechselt und, weil diese ein Bestandteil des Tokajers ist, auch Tokay genannt. Der daraus sortenrein entstehende Dessertwein wird als Liqueur Tokay angeboten. Und das noch Anfang des neuen Jahrtausends, obwohl der Irrtum schon 1976 belegt werden konnte. Ein weiterer erfolgreicher Beitrag zum Rebsorten-Verwirrspiel.

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