Unterschätzte Grösse: Cabernet Franc spielt eine wichtige Rolle im Bordeaux und an der Loire

Die Rebsorte Cabernet Franc gehört zu den sechs Hauptrebsorten der Weinregion Bordeaux. Die anderen sind Cabernet Sauvignon, Merlot, Carménère, Malbec und Petit Verdot. Die grösste Anbaufläche belegt Merlot (66%), gefolgt von Cabernet Sauvignon (22,5%). Wenig bekannt ist, dass die Rebsorte an dritter Stelle – Cabernet Franc mit knapp 10% – ein Elternteil von Merlot und Cabernet Sauvignon ist (übrigens auch der Carménère). In den Cuvées der weltberühmten Châteaux kommt Cabernet Franc aber selten über einen Anteil von 10 Prozent hinaus. Nur ein Weingut verwendet immer mehr als die Hälfte für Ihre Cuvée: das renommierte Château Cheval Blanc im Saint-Émilion.

Cabernet Franc: Elternteil von Merlot und Cabernet Sauvignon

Es gibt ein Gebiet, das Cabernet Franc intensiver würdigt: die Loire. Mehr als 16.000 Hektar sind hier mit dieser Sorte bestockt, im Bordeaux sind es lediglich 12.500. Doch nur selten wird die Tatsache erwähnt, dass in einem Saint-Nicolas-de-Bourgueil oder Chinon fast immer zu 100 Prozent Cabernet Franc stecken. Geschmacklich besteht kein Grund, sich zu verstecken: Es handelt sich um würzige Weine mit spürbaren, aber sanften Tanninen, Fruchtnoten nach Himbeere sowie den typischen vegetabilen Noten – das ist Cabernet Franc.

Oft zu 100 Prozent in den bekanntesten Rotweinen der Loire

Dass die Cabernet Franc eine sehr alte Rebsorte ist, zeigt sich an der Vielzahl ihrer Synonyme. Einige davon sind Ardounet, Arrouya, Bidure, Boubet, Bouchet Franc, Bouchet Saint-Émilion, Breton, Cabernet Aunis, Cabernet Franc Noir, Cabernet Gris, Capbreton Rouge, Carmenet, Crouchen Noir, Gros Bouchet, Gros Cabernet, Grosse Vidure, Plant Breton, Plant de l’Abbé Breton, Trouchet, Trouchet Noir und Vidure. Italien ist mit über 6.000 Hektar das zweithäufigste Anbaugebiet: Dort trägt die Rebe manchmal den Namen Cabernet Bresciano oder Cabernet Frank. Sehr erfolgreich ist die Sorte dort mittlerweile in der Appellation Bolgheri, wo die so genannten Super-Tuscans entstehen. Diese Toskaner, für die vorzugsweise französische Rebsorten verwendet werden, sind sehr populär. In immer mehr dieser Weine findet man einen Cabernet-Franc-Anteil von 100 %. In der Schweiz hat man schon früh erkannt, welch übergeordnete Bedeutung die Cabernet Franc hat. Hier heisst die Rebsorte kurz und respektvoll: Bordeaux.

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