Klon

Für die Weinerzeugung ist es wichtig, dass positive Eigenschaften einer Rebsorte erhalten oder gar vermehrt werden. Die Rebe ist von Natur aus sehr mutationsfreudig. Einzelne Reben in einer Parzelle verändern sich genetisch. Mitunter ist ein Rebstock darunter, der noch bessere Eigenschaften als alle anderen Rebstöcke um ihn herum hat. Dessen Trauben reifen vielleicht besser aus, bringen mehr Farbe mit oder haben ein lockeres Stielgerüst mit kleinen Beeren und sind deshalb nicht so anfällig für Fäulnis. Solche Rebstöcke werden von den Rebenzüchtern selektiert und über Stecklinge vegetativ vermehrt. Die so entstehenden Klone, enthalten die komplette Erbinformation der Mutterpflanze.

Bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Rebenzüchter beim Klonen vor allem auf Ertragssicherheit und hohe Mostgewichte (Alkoholgehalt) der Rebsorten geachtet. Erst in den 1960er Jahren wurde mit der Selektion nach Gesichtspunkten der Qualitätssteigerung begonnen. Vor allem die Vermeidung von Fäulnisbildung, gute phenolische Reife und attraktive Säuregehalte sind heute die Ziele der Klonselektion.

Klonen ist nicht mit der Rebenzüchtung zu verwechseln, bei der bestimmte Rebsorten gezielt gekreuzt, also generativ vermehrt werden, um bestimmte gewünschte Eigenschaften in einer neuen Rebsorte zu erhalten. Eine neue Rebsorte entsteht aus einem Samenkorn, aus dem eine einzige Mutterpflanze entsteht. Aus dieser werden durch Klonen so viele weitere identische Setzlinge hergestellt, bis damit viele Hektar Weinberge bepflanzt werden können.

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