Die Grundsätze der Delinat-Imkerei

Auch für Bienenhonig braucht es Richtlinien und Zertifikate. Das mag verwundern, doch es ist mehr dran, als man zunächst vermuten würde. Die Delinat-Imker unterliegen strengen Kontrollen und wie Delinat-Wein erfüllt auch Delinat-Honig höchste Qualitätsansprüche. Wie bei den Delinat-Richtlinien für Wein gehen die Anforderungen an Honig weit über EU- und andere Richtlinien hinaus.

Das Ziel der Delinat-Imkerei sind vitale Bienen, widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und widrigen Umweltbedingungen. Sinnbild dafür ist der Bienenschwarm, ein wunderschönes, aber selten gewordenes Naturschauspiel.

Im Unterschied zum Wein aber hat sich das Delinat-Honig-Sortiment weniger stark entwickelt: Noch immer sind seriöse Bio-Imker rar, ihre Erträge knapp. Immer wieder gibt es Rückschläge, zum Beispiel die Varroatose, eine vor wenigen Jahrzehnten nach Europa eingeschleppte Bienenseuche, der mit natürlichen Mitteln nur schwer zu begegnen ist. Oder die in den letzten Jahren zunehmenden Trockenperioden, welche die sonst üppigen Weidegründe verdorren und die Bienen hungern lassen. Doch einige Imker halten durch und produzieren auch unter schwierigen Bedingungen ausgezeichneten Bio-Honig und erfüllen zusätzlich die strengen Delinat-Anforderungen. Im folgenden die wichtigsten Punkte:

Standort

Die Wahl der Bienenweide ist ein wichtiges Kriterium. Der Standort der Bienenvölker muss fernab von Verschmutzungsquellen mit Umweltgiften belasteten Regionen (Industrie, Verkehr, Städte) liegen. Er muss genug natürliche Quellen an Nektar, Honigtau und Pollen für die Bienen und Zugang zu Wasser bieten.

Delinat-Honig muss an Standorten mit biologischer Landwirtschaft oder - wie hier in Bulgarien - in Naturparadiesen mit Wildpflanzen erzeugt werden.

In einem Umkreis von 3 km um den Bienenstock muss die Bienenweide mehrheitlich aus Blüten der biologischen Landwirtschaft und/oder Wildpflanzen bestehen. Verboten sind Standorte nahe Intensivkulturen, wo chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen.

Bienenbehausung

Die Bienenstöcke müssen hauptsächlich aus natürlichen Materialien (Holz, Stroh, Lehm) bestehen. Ein geschlossener Wachskreislauf ist anzustreben. Bienenwachs muss von den eigenen Völkern produziert werden, mindestens aber aus biologischer Produktion stammen und rückstandsfrei sein.

Fütterung

Eine grundlegende Anforderung betrifft die Ernährung der Bienen: Die natürliche Nahrungsgrundlage der Bienenvölker besteht aus Honig und Blütenpollen, welche in ausreichender Menge vorhanden sein müssen. Daher darf der Delinat-Imker den Bienenvölkern nicht den gesamten Honig entnehmen. So können die Bienen auf eigenem Honig überwintern und die Vitalität und Widerstandsfähigkeit der Bienen gegen Krankheiten und Schadstoffe wird gestärkt.

Eine Wohnung aus Holz entspricht den natürlichen Gewohnheiten der Bienen. Die in der konventionellen Imkerei oft verwendeten Styroporbeuten sind verboten.

Wenn die Vorräte während der Trachtlücke nicht ausreichen, darf mit biologischem Honig, vorzugsweise aus der eigenen Einheit, zugefüttert werden. Eine lebensrettende Notfütterung darf nur in Ausnahmefällen mit Biofutter vorgenommen werden.

Honiggewinnung

Die Honiggewinnung muss möglichst sanft erfolgen. Delinat-Honig muss schonend und ohne Erhitzung verarbeitet werden und wird nicht über die Bienenstocktemperatur von 35°C erwärmt. So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe und feinen Aromen optimal erhalten. Chemisch-synthetische Mittel, sei es als Insektenschutzmittel oder zur Beruhigung der Bienen, sind nicht zulässig. Die Gewinnung von Honig aus Waben, die auch Brut enthalten, ist ebenfalls verboten.

Bienengesundheit

Es müssen in erster Linie widerstandsfähige Rassen gewählt und Vorkehrungen zur Erhöhung der Krankheitsresistenz getroffen werden. Die Delinat-Imkerei hat zum Ziel, die Vitalität der Bienenvölker zu erhalten. Die Verwendung chemisch-synthetischer Arzneimittel ist nicht erlaubt. Zur Behandlung gegen Varroatose und andere Krankheiten dürfen nur natürliche Erzeugnisse verwendet werden (organische Säuren wie Ameisen-, Essig-, Milch- und Oxalsäure, ätherische Öle, Kräutertees).

Weitere Anforderungen an die Delinat-Imker

Es gibt nur wenige Imker, die in der Lage sind, die oben beschriebenen Richtlinien einzuhalten und trotzdem eine ausreichende Menge an Honig zu produzieren. Delinat-Imker müssen sicher stellen, dass sie über Jahre hinweg nicht nur ökologisch einwandfreien, sondern auch qualitativ hochwertigen Honig liefern können. Daher achtet Delinat bei der Auswahl der Imker auch auf die Grösse des Betriebes bzw. die Anzahl Völker, um Liefersicherheit zu gewährleisten. Allerdings kann kein Imker verhindern, dass in schwierigen Jahren die ein oder andere Sorte nicht produziert werden kann.

Degustation

Alle Honige müssen eine strenge Blinddegustation überstehen und werden in einem eingeschworenen und erfahrenen Delinat-Team sensorisch geprüft.

Analysen

Alle Delinat-Honige haben ein Screening über die gebräuchlichsten rund 300 Pestizide bestanden. Um darüber hinaus einen ungetrübten Honiggenuss zu gewährleisten, werden Delinat-Honige zusätzlich auf Naturbelassenheit und andere unerwünschte Inhaltsstoffe, wie die sog. Pyrrolizdidinalkaloide, geprüft. Belastete Honige werden nicht ins Sortiment aufgenommen.

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