Die Grundsätze der Delinat-Methode

Die Delinat-Methode begreift den Weinberg als Ökosystem, dessen Balance erst durch die Vernetzung der biologischen Vielfalt entsteht.

Es summt und brummt, Vögel zwitschern, Kräuter duften, lustig flattern Schmetterlinge durch den Weinberg. Auch im Boden, von blossem Auge unsichtbar, geht es munter zu und her. Eine Vielzahl von Würmern, Käfern und Mikroorganismen sorgen für eine gesunde und lebendige Unterwelt. Solche Rebberge sind das Ergebnis der Delinat-Methode. In ganz Europa gibt es bereits 3500 Hektar davon. Das entspricht rund 5000 Fussballfeldern. Drei Geheimnisse verbergen sich hinter diesen Naturparadiesen:

Säen statt düngen

Weinreben brauchen Nährstoffe um zu gedeihen. Den besten Dünger dafür liefert die Natur selber. Durch die Einsaat von standortgerechten Kräutern, Blumen und Leguminosen zwischen den Rebzeilen entsteht eine vielfältige, artenreiche Begrünung. Sie wirkt als attraktive Bienenweide und versorgt die Reben mit natürlicher Nahrung. Die Delinat-Methode strebt eine möglichst ganzjährige, artenreiche Begrünung der Rebberge an. Wird die Begrünung lediglich gewalzt und gemulcht statt gepflügt, werden auch noch das Bodenleben und der Humusaufbau gefördert.

Säen statt düngen
Kräuter, Blumen und Leguminosen versorgen die Reben mit natürlicher Nahrung: Der Düngersack wird überflüssig.

Stärken statt schwächen

Pilzresistente Reben (PIWI), autochthone (einheimische) Sorten, die sich an ihrem Standort schon über viele Jahrzehnte bewährt haben und eine Erneuerung des Rebbergs mit Stecklingen von Stöcken mit positiven Eigenschaften (massale Selektion) stärken den Weinberg und machen ihn widerstandsfähiger. Chemisch-synthetische Spritzmittel sind verboten, biologische nur in geringen Mengen nötig.

Vielfalt statt Einfalt

Delinat-Weinberge zeichnen sich durch Vielfalt statt Einfalt aus. Bäume, Sträucher, Hecken, Naturwiesen, Wald und Gewässer im und um den Weinberg durchbrechen die Monokultur und sorgen für eine polykulturelle Landschaft mit reicher Biodiversität und intaktem Ökosystem. Damit hat die Natur das Sagen, der Winzer ist ihr Partner. In einem solchen lebendigen und natürlichen Umfeld entwickeln sich gesunde Hefen und Mikroben, die für eine gute Trauben- und Weinqualität wichtig sind. Nützlinge halten Schädlinge in Schach, so dass Eingriffe des Winzers auf eine Minimum beschränkt sind.

Vielfalt statt Einfalt
Reichhaltig blühender Weinberg bei Delinat-Winzer Timo Dienhart im Urstromtal der Mosel

Winzer, die nach der anspruchsvollen Delinat-Methode arbeiten, halten sich an über 100 anspruchsvolle, von Delinat ständig weiter entwickelte Biorichtlinien. Damit wird die Biodiversität im Weinberg gefördert und der Grundstein für charakterstarke, qualitativ hochwertige Terroir-Weine gelegt. Auch im Keller behält die Natur Vorrang. Die Vinifizierung der Trauben erfolgt sanft und ohne grosse Eingriffe. Delinat-Winzer streben zudem einen klimaneutralen Betrieb mit autarker oder regionaler Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind an.

Die Delinat-Methode verlangt auch Nachhaltigkeit beim Weinlager, bei der Logistik und bei der Lieferung. Weintransporte erfolgen über lange Strecken per Bahn, auf der letzten Meile kommend zunehmend Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Für die Weinkartons besteht ein Recyclingsystem, das eine mehrfache Wiederverwertung beim Weinversand erlaubt.

Die Einhaltung der strengen Delinat-Richtlinien wird mehrfach kontrolliert – einerseits von internen Winzerberatern, andererseits von externen, neutralen Kontrollstellen. Alle Weine werden durch ein unabhängiges Labor analysiert und auf mögliche Allergene und Rückstände überprüft. Von internen Spezialisten werden sie intensiv degustiert. Erst wenn ein Wein in Nase und Gaumen mehrfach überzeugt, schafft er die Aufnahme ins Sortiment.

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