PIWI - pilzwiderstandsfähige Rebsorten

Bekannte europäische Traubensorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinot Noir, Riesling oder Chardonnay sind krankheitsanfällig. Je nach Klima und Wetterverhältnissen müssen sie mehr oder weniger oft mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Seit etlichen Jahren gibt es eine vielversprechende Alternative: PIWI steht für «pilzwiderstandsfähige Reben». Die auch als Hybriden oder interspezifische Sorten bezeichneten Neuzüchtungen sind aus Kreuzungen zwischen Europäer-Reben und pilzresistenten Amerikaner-Reben hervorgegangen. Bei neueren Züchtungen können auch asiatische Arten beteiligt sein.

PIWI-Reben auf dem Delinat-Modellweingut Château Duvivier

Zu den bekanntesten PIWI-Reben gehören Cabernet Jura, Monarch, Regent, Maréchal Foch und Léon Millot (rot) sowie Johanniter, Seyval Blanc und Solaris (weiss). Ständig kommen neue Züchtungen hinzu. Diese Rebsorten sind nicht oder wenig anfällig auf Pilzkrankheiten wie Echter Mehltau (Oidium), Falscher Mehltau (Peronospora) und Grauschimmel (Botrytis). Sie müssen deshalb nicht oder nur mit geringen Dosen an Pflanzenschutzmitteln behandelt werden.

PIWI-Weine überzeugen auch aromatisch

Dass sich PIWI-Sorten bis heute nicht im grossen Stil durchgesetzt haben, hat verschiedene Gründe. In grossen, traditionellen Weinbauländern wie Frankreich, Spanien und Italien waren solche Neuzüchtungen lange Zeit kein Thema, ja sogar verboten. Kaum Einschränkungen beim Anbau von PIWI-Reben gibt es dagegen in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich. Erste PIWI-Weine aus diesen Ländern vermochten aber aromatisch und geschmacklich nicht zu überzeugen. Oftmals erkannte man sie am störenden Foxton, der an «Fuchsbau» erinnert.

Roland und Karin Lenz setzen auf PIWI-Rebsorten und produzieren im Thurgau hervorragende PIWI-Weine.

Mittlerweile wurden mit Neuzüchtungen aber grosse Fortschritte erzielt, so dass PIWI-Weine heute auch aromatisch immer mehr zu überzeugen vermögen. Insbesondere in der Schweiz gibt es grosse Bestrebungen, mittels Forschung und Versuchen den PIWI-Sorten definitiv zum Durchbruch zu verhelfen. So setzen etwa Roland und Karin Lenz vom grössten Bioweingut der Deutschschweiz immer stärker auf Cabernet Jura, Solaris & Co.

Anbau von PIWI-Reben: ein Gewinn für Ökologie und Ökonomie

Die Vorteile von PIWI-Reben liegen auf der Hand. Sie bringen Einsparungen bei Spritzmitteln, reduzieren Traktorfahrten und damit Energieaufwand und Bodenbelastung. Ausserdem werden Nützlinge im Weinberg geschont. Die höhere Ertragssicherheit und die reduzierten Pflanzenschutzkosten machen PIWI-Trauben auch ökonomisch interessant. Natur, Winzer und Konsumenten gewinnen. Im biologischen Weinbau, wo zwar keine chemisch-synthetischen Spritzmittel erlaubt sind, wohl aber die ebenfalls nicht unproblematischen Kupfer- und Schwefellösungen, werden grosse Hoffnungen auf PIWI-Reben gesetzt.

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