Delinat-Weinwissen

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Assemblage

Bei der Assemblage entsteht im Weingut eine Cuvée aus mehreren Sorten, Jahrgängen oder Fässern.

Der Begriff Verschneiden besitzt im deutschsprachigen Raum einen unangenehmen Klang, wenn es um Wein geht. Das liegt vielleicht daran, dass man früher vor allem einfachen Rum oder Whisky verschnitten hat. Sehr viel feiner hört sich das französische Wort Assemblage an, es meint aber das Gleiche. Bei der Assemblage geht es darum, unterschiedliche Weine zusammenzuführen, und das nicht etwa in Form des Panschens, sondern gekonnt, bewusst und um ein hochwertiges Erzeugnis zu erhalten.

Die Assemblage unterschiedlicher Grundweine

Die Notwendigkeit, Weine miteinander zu kombinieren, beginnt schon beim einfachen Gutswein; denn der stammt oft aus unterschiedlichen Weinbergen, ja Ortschaften. Der Winzer hat also unterschiedliche Gebinde von beispielsweise Weissburgunder und möchte nun eine bestimmte Stilistik im Wein haben, die manche Weinberge und damit manche Gebinde eher ausdrücken als andere. Es kann also sein, dass er sich für einige, aber nicht für alle Fässer entscheidet, und manche Weine dann als Fassware weitergibt.

In der Champagne ist es seit jeher üblich, wegen des kühlen Klimas Grundweine unterschiedlicher Orte und auch unterschiedlicher Jahre sowie unterschiedlicher Sorten miteinander zu kombinieren. Die Assemblage dieser Grundweine zu einem Champagner wird dort als hohe Handwerkskunst geachtet, die man in Jahrzehnten erlernt. Für manche Cuvées werden dort mehr als 100 Grundweine probiert und zusammengestellt, um nachher genau den Stil des Hauses zu erreichen. Daher ist es üblich, dass die Kellermeister, die Chefs de Caves, in der Champagne oft Jahrzehnte im Dienst desselben Hauses sind und dann auch ihre Erfahrung an die nächste Generation weitergeben.

Die Assemblage unterschiedlicher Rebsorten

In vielen Regionen, in denen Weine traditionellerweise reinsortig ausgebaut werden, geht es also um die Zusammenstellung einer Rebsorte aus unterschiedlichen Gebinden und Herkünften. In der Champagne, in Bordeaux, im Languedoc oder an der Rhône beispielsweise geht es jedoch auch darum, unterschiedliche Rebsorten zusammenzuführen, um einen bestimmten Charakter zu erhalten, den die Cuvée repräsentieren soll. Dabei sind gesetzliche Vorgaben beim Qualitätswein zu beachten. Viele Appellationen machen Vorgaben, welche Rebsorten in welchen minimalen oder maximalen Prozentzahlen enthalten sein dürfen. Trotzdem bleibt immer ein grosser Spielraum, um die eigene Stilistik auszudrücken.Ist ein Roséwein ein Verschnittwein?

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