Maréchal Foch ist eine früh reifende und pilzwiderstandsfähige Sorte

Wie ihr Zwilling, die Sorte Léon Millot, ist Maréchal Foch von Eugène Kuhlmann gezüchtet worden, wurde aber erst ab den 1980er Jahren bekannter durch den aufkommenden biologisch-organischen Anbau. Das liegt an ihren Eigenschaften, früh zu reifen und weitgehend pilzwiderstandsfähig zu sein. Beide Charaktermerkmale sind dort interessant, wo Wachstumszyklen eher kurz sind, das Wetter tendenziell feucht ist und wenig gespritzt werden soll. Benannt wurde die Sorte, die ursprünglich Kuhlmann 188-2 hiess, nach Ferdinand Foch, einem französischen General des Ersten Weltkriegs, der 1918 zum Marschall ernannt worden war.

Hybrid-Rebe mit amerikanischen Wurzeln

Die Sorte Maréchal Foch gehört zu einer Gruppe von Hybrid-Reben, die als Kuhlmann-Hybriden bekannt geworden sind. Benannt ist die Gruppe also nach dem damaligen Direktor des Instituts Oberlin in Colmar, Eugène Kuhlmann, der die Rebsorten 1911 kreuzte. Dazu gehören auch die Sorten Léon Millot und Lucie Kuhlmann, die von denselben Eltern abstammen, sowie Maréchal Joffre, Etoile, Pinard oder auch die Triumph vom Elsass, frz. Triomphe d'Alsace. Maréchal Foch ist eine Kreuzung zwischen Millardet et de Grasset 101-14 OP und Goldriesling. Die Millardet et de Grasset ist eine Kreuzung zweier unterschiedlicher amerikanischer Wildreben-Spezies. Der Goldriesling dagegen ist eine Kreuzung von Riesling und Courtiller Musqué. Hybride sind Kreuzungen aus Reben gleicher Spezies und gleicher Gattung (intraspezifisch), Reben unterschiedlicher Spezies, aber gleicher Gattung (interspezifisch) oder Reben verschiedener Gattungen (intergenerisch).

Sehr früh reifend und widerstandsfähig

Die Sorte Maréchal Foch dürfte heute auf rund 400 Hektar weltweit angebaut werden. Eher selten zu finden ist sie in ihrer Heimat Frankreich, wo sie im Elsass und an der Loire vorkommt. In der Schweiz macht sie rund 15 Hektar aus. Viel häufiger findet man sie dagegen in Kanada und in den USA, vor allem in Iowa – von wo die amerikanischen Urahnen der Sorte stammen – sowie in Illinois, New York und Oregon, Nebraska und Wisconsin.

Der dortige Erfolg liegt vor allem an ihren beiden Kerneigenschaften, sehr früh zu reifen und dabei weitgehend widerstandsfähig gegen viele Pilzkrankheiten zu sein. Ab den 1980er Jahren haben biologisch arbeitende Winzer die Sorte für sich entdeckt. Pilzwiderstandsfähige Sorten, sogenannte PiWis, sind im biologischen Weinbau und nicht zuletzt auch in dem nach Delinat-Richtlinien arbeitenden Weinbau zunehmend beliebt, da sie die Notwendigkeit von Spritzungen mit Schwefel, Kupfer und anderen Präparaten reduzieren. Die Sorte ist sehr wuchskräftig. Sie unterscheidet sich von Léon Millot vor allem dadurch, dass in ihren Trauben immer wieder grüne unreife Beeren vorkommen, die ausgelesen werden sollten.

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