Aglianico ist heute der Star unter den Rotweinen Kampaniens und der Basilikata

Lange Zeit galt Aglianico als eine jener Sorten, die mit den Griechen vor knapp 3’000 Jahren von den griechischen Inseln gekommen sein sollten. Heute weiss man, dass dem nicht so war. Aglianico ist ein sehr altes italienisches Gewächs, das komplexe, tanninreiche und alterungswürdige Weine hervorbringen kann. Von vielen Experten wird Aglianico heute neben Sangiovese und Nebbiolo als eine der drei grossen und noblen roten Sorten Italiens bezeichnet.

Fast vergessen und dann wiedergeboren

Schaut man sich das Weinbau betreibende Italien bis in die 2000er Jahre an, so kann man feststellen, dass es im Norden und in Mittelitalien eine Renaissance gab, die auch international wahrgenommen wurde. Für den Süden galt das lange Zeit nicht, und wenn, dann nur für international getrimmte Weine aus Sizilien. Umso grösser war die Überraschung, als Anfang der 2000er Jahre die ersten Aglianico-Weine hohe Punktzahlen von einschlägigen Kritikern wie Robert Parker erhielten. Plötzlich wurde der Fokus auf fast vergessene, aber uralte Weinregionen wie Kampanien und die Basilikata gerichtet. Dort hatten sich einige wenige Traditionsbetriebe, vor allem aber eine Handvoll agiler Unternehmer den alten Rebsorten und so manchen alten Weinbergen angenommen, von denen es noch einige gab.

Aglianico wurzelt in Vulkangestein

Die Sorte, die auch Aglianicone, Ellenica, Ellenico, Fiano Rosso, Glianica oder Glianico genannt wird, wobei die Zahl von mehr als 65 Synonymen auf ein hohes Alter schliessen lässt, liebt Böden aus Vulkangestein. Daher entstehen die besten Exemplare am Monte Vulture in der Appellation Aglianico del Vulture, am Vesuvio und in der Appellation Taurasi, wo Aglianico in insgesamt 17 Gemeinden mit Vulkanböden wächst.

Viele Säure und viel Gerbstoff

Die Sorte wurde 1520 zum ersten Mal erwähnt. Aus ihr entstehen sehr dunkle, gerbstoffreiche und säurebetonte Weine, die früher genauso lange unnahbar waren wie Barolo aus dem Piemont. Daher hat die Sorte auch den Spitznamen Barolo des Südens erhalten. Doch wie im Piemont den Barolo, hat man auch den Aglianico im Süden gezähmt, sodass die Tanninstruktur zwar prägend bleibt, aber einladender geworden ist. Aglianico duftet im Allgemeinen nach Rosenblüten, Sauerkirschen, Pflaumen und schwarzen Johannisbeeren, nach Schokolade, Rauch, Leder und Unterholz. Am Gaumen dominieren neben der Frucht in der Jugend die Säure und der Gerbstoff. Beides aber sorgt für exzellentes Reifepotential.

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