Korkgeschmack

Ein guter Korken kostet bis zu einem Euro. Das wertvolle Naturprodukt kann mehrfach rezykliert werden für neue Anwendungen in Bau und Industrie.

Korken werden aus der Rinde der Korkeiche gestanzt. Der Baum, der nur im westlichen Mittelmeerraum gut gedeiht, wächst 30 bis 40 Jahre bis zur ersten Ernte, dann wird er alle 9 bis 14 Jahre geschält. Viele Eichenhaine bilden noch heute wertvolle Lebensräume für Pflanzen, Reptilien und Vögel.

Viel Positives - ausser Korkgeschmack

Kork ist leicht, elastisch, schwer entflammbar, schwimmfähig, stoss-dämpfend, isolierend und abdichtend. Ein Kubikzentimeter des Materials besteht aus 40 bis 100 Millionen Zellen, welche mit einem Minimum an festen Stoffen auskommen und einen Luftanteil von 90% einschliessen. Diese hohe Porosität ist vorteilhaft für die Entwicklung vieler Weine, sie macht den Korken aber auch anfällig für den bekannten Korkgeschmack.

1 bis 3% aller Weine haben leichten Korkgeschmack

Die romantischen, alten Kellergewölbe werden immer mehr abgelöst durch blitzsaubere, moderne Produktionsräume, wo viele Weinfehler gar nicht erst entstehen können. Da ist Korkgeschmack erst recht ärgerlich.

Korkgeschmack - Hauptverursacher ist das 2,4,6-Trichloranisol, das aus verschiedenen Quellen stammen kann. Die Korkeiche selbst ist während der langen Wachstumsphase der Rinde anfällig: Flechten können eindringen, Pflanzenschutzmittel über die Wurzeln oder Stämme in die Korkschicht gelangen. Zu starke Düngung fördert Risse und Spalten in der Rinde - ein idealer Nährboden für Mikroorganismen. Auch beim Transport, bei der Lagerung oder Behandlung der Korkrinde kann der Korkgeschmack-Verursacher Trichlorphenol entstehen: muffig riechende Paletten oder Kartonagen in einem Lagerraum genügen, um die Kontaminierung zu verursachen.

Die Herstellungsmethode kann entscheidend sein

Die von der Eiche abgelösten Korkplatten werden normalerweise ausgekocht. Da es sich aber um ein ausgezeichnetes Isolationsmaterial handelt, kann Kork durch Auskochen nicht vollständig steril gemacht werden. Durch unsachgemässe Lagerung (zu feucht) und Kontakt mit Mikroorganismen kann sich der berüchtigte Korkengeschmack entwickeln. Auch wenn Korken nicht mit chlorhaltigen Bleichmitteln behandelt werden, könnte das in südlichen Ländern im Trinkwasser enthaltene Chlor ausreichen, um den Fehlton mit zu verursachen. Es werden immer wieder neue Methoden geprüft, um das Problem zu lösen (Mikrowellen, Enzym-Behandlung).

Korkgeschmack oder nicht?

Nicht jeder Muffton im Wein aber ist Korkgeschmack: Auch pilzbefallene Trauben oder mangelnde Betriebshygiene im Keller können dazu führen, dass ein Wein muffig riecht.

Weine aus kontrolliert biologischem Anbau sind gleich betroffen wie konventionelle Weine. Einzige Vorsichtsmassnahme ist die Wahl erstklassiger Korken, die heute aber bis zu einem Euro kosten.

Aktuelle Empfehlungen aus unserem Sortiment:

6 Flaschen

Die Familie Lignères überrascht mit einer äusserst charmanten Cuvée, um den Tag der Biodiversität im 2016 zu feiern.

Geschmack:
Preis-Leistung:
Weinabo

Terre Siciliane IGP 2017

Viccia Nero d'Avola

11.80 10.90
( Flasche 0.75 l, zzgl. Versand )
6 Flaschen

Massimo Maggios Rebberge werden immer bunter und die Weine noch besser. Dieser Nero d’Avola ist Zeuge.

Geschmack:
Preis-Leistung:
6 Flaschen

Ein Musterbeispiel für einen galanten Charmeur aus der Corbières. Sie und Ihre Gäste werden begeistert sein.

Delinat-Stufe:
Geschmack:
Preis-Leistung:

Basilikata - Italien

Orangenblütenhonig

31.00
( Packung 1 kg, zzgl. Versand )
1 Glas

Orangenblütenhonig wird als Zutat vieler Süssspeisen und Marinaden sehr geschätzt.

Geschmack:
Preis-Leistung:
6 Flaschen

Mehr als ein Wein - hier stecken Temperament und Leidenschaft Spaniens drin.

Geschmack:
Preis-Leistung:
Restposten 20%

Merlot Cabernet Veronese 2016

La Calandrella

12.80 10.20
( Flasche 0.75 l, zzgl. Versand )
6 Flaschen

Geschmack:
Preis-Leistung:
  • Ausgezeichnete Bioweine
  • Unbegrenztes Rückgaberecht
  • Lieferung auf Rechnung