Bordeauxbrühe

Bordeauxbrühe (Bouillie bordelaise) ist eine Kupferkalkbrühe zur Bekämpfung des Falschen Mehltaus. Durch die Einfuhr von Weinstöcken aus Amerika, die als resistent gegen die Reblaus galten, wurde im Jahre 1878 der Erreger des Falschen Mehltaus nach Südfrankreich eingeschleppt. Von dort verbreitete er sich epidemieartig über grosse Teile Europas und führte zu grossen Ertragseinbussen im Weinbau.

Mittel gegen Falschen Mehltau

Pierre-Marie Alexis Millardet, Botanikprofessor an der Universität Bordeaux, war an der Einfuhr der amerikanischen Reben massgeblich beteiligt gewesen. Auf der Suche nach einem wirksamen Mittel gegen den Falschen Mehltau erfand der die Bouillie bordelaise. Bordeauxbrühe ist wegen des enthaltenen Branntkalks stark alkalisch und kann insbesondere in unverdünnter Form zu Verätzungen der Haut führen. Bei Überdosierung werden auch die behandelten Pflanzen geschädigt. Für den Verbraucher stellen etwaige Rückstände von Bordeauxbrühe auf Früchten und Gemüsen kein Risiko dar. Sie sind in diesen Mengen für den Menschen nicht gesundheitsschädlich und lassen sich leicht abwaschen.

Wenn Bordeauxbrühe, wie im Weinbau üblich, über längere Zeit angewendet wird, kommt es zu einer Anreicherung von Kupfer im Boden. Hierauf reagieren Regenwürmer sehr empfindlich. Die Auswaschung in Grund- und Oberflächenwasser spielt nur eine geringe Rolle. Unsachgemässer Einsatz führt zu verstärktem Verrieseln der Reben.

Mit dem Ziel, die negativen Auswirkungen auf Pflanzen und Umwelt zu reduzieren, wurden in den letzten 20 Jahren Kupfermittel entwickelt, welche 50-80% weniger Kupfer enthalten und dennoch als Pflanzenschutzmittel eine stark verbesserte Wirkung haben.

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