Delinat-Weinwissen
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Tannat ist die schwarze Rebe von Madiran in Okzitanien. Doch sie ist auch anderswo erfolgreich

Der Name Tannat deutet auf den hohen Tannin-Gehalt der südwestfranzösischen Sorte hin. Tatsächlich liegt der weit höher als bei den meisten anderen bekannten Sorten. Damit geht einher, dass der Tannat über eine grosse Menge an Resveratrol und Cyanidin verfügt. Diese Phenole und Anthocyane besitzen deutlich antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften. So hat das Wissenschaftsjournal Nature den Tannat in einem 2006 erschienen Beitrag als «gesündeste Rebsorte überhaupt» bezeichnet. Dazu muss sie allerdings so klassisch ausgebaut werden, wie das im Ursprungsgebiet Madiran bis heute geschieht.

Viel Farbe, viele Flavenoide, viel Geschmack

Tannat-Wein ist dunkel, gehaltvoll, würzig und durch die grosse Menge Gerbstoff natürlich stark adstringierend. Dem wird mit Assemblagen mit verschiedenen Sorten begegnet, vor allem aber mit Cabernet Franc und Sauvignon. Auch ein langer Ausbau im Holzfass macht den Tannat freundlicher und geschmeidiger.

Auch wenn die Elternrebsorten des Tannat bis heute nicht bekannt sind, so kann man die Sorte doch eindeutig in die Gruppe der Courbu einsortieren, zu der viele Rebsorten gehören, die auf der französischen oder der spanischen Seite der Pyrenäen entstanden sind. Dazu gehören neben Courbu Manseng, Baroque oder auch Lauzet.

Der Tannat wird vor allem in Madiran angebaut, und er und wird auch oft bloss Madiran genannt. Daneben findet man ihn im Cahors, in Béarn und Irouléguy in Frankreich, auf Sizilien, in Portugal, Spanien und auch in der Schweiz. Mit Auswanderern kam die Sorte 1870 nach Südamerika, wo sie in Uruguay eine Heimat fand und dort nach ihrem ersten Förderer oft Harriague genannt wird. In Uruguay wird die Sorte meist sehr schnell und ohne lange Maischestandzeiten gekeltert, weshalb sie dort nicht über einen höheren Gerbstoffgehalt und über viel Farbe verfügt. Geschätzt wird dort vor allem ihr ausgeprägtes Himbeeraroma. Ganz klassisch wird sie bis heute im Südwesten Frankreichs ausgebaut. Die langen Maischestandzeiten führen zu einer tiefen Farbe und zu einem immens hohen Gerbstoffgehalt, der durch langen Fass- und Flaschenausbau ebenso gemindert wird wie durch die Assemblage mit Fer, Merlot, Malbec oder Cabernet. Insgesamt findet man in Frankreich heute rund 3‘000 Hektar, weltweit dürften es ca. 6‘000 sein.

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