Die neuen Olivenöle sind da

Weinbau und Olivenkulturen gehören im Mittelmeerraum seit Jahrhunderten zusammen. Auf vielen Familienweingütern bilden Olivenhaine eine perfekte Sekundärkultur zu den Reben. Sie verhindern zusammen mit andern Bäumen und Sträuchern Monokulturen und sind wichtige Strukturelemente für eine lebendige, artenreiche Landschaft. Aus diesem Grund werden die Premium- Olivenöle im kleinen Delinat-Sortiment vorwiegend von Winzern bezogen, die schon durch qualitativ hochwertige Weine überzeugen. Wenn die Trauben im September oder Anfang Oktober geerntet sind, kehrt im Rebberg Ruhe ein, und die Winzer haben Zeit, sich der Olivenernte zu widmen. Diese spielt sich in der Regel zwischen Mitte Oktober und Mitte November ab. Im vergangenen Herbst fiel sie witterungsbedingt sowohl in Italien als auch in Spanien und Griechenland mit Verspätung aus.

Olivenpresse
Oliven passen perfekt zum Weinbau. Die Bäume lockern die Rebberge auf und bringen dem Winzer einen willkommenen Zusatzerwerb.

Auf dem Weingut Salustri in der Toskana war ein kühler und nasser Frühling für die späte Ernte verantwortlich: «Statt etwa Mitte Oktober konnten wir erst im November ernten», sagt Marco Salustri. Insgesamt habe das etwas regenreichere Jahr 2013 aber für eine ausgewogenere und bessere Qualität gesorgt als das sehr trockene Jahr 2012. Zur guten Qualität hat auch beigetragen, dass man von der Olivenfliege, einem weit verbreiteten Schädling, verschont geblieben ist.

Glück gehabt

Besonders schlimm gewütet hat die Olivenfliege etwa in den Küstengebieten, so auch in Spanien. «Zum Glück ist die Rioja dank ihrer Lage davon verschont geblieben», berichtet Osoti-Winzer Francisco Ruiz. Aber auch ihm hat der nasskalte Frühling eine um rund 20 Tage verspätete Olivenernte beschert. Für ihn selber ist es gerade noch einmal gutgegangen. Kaum hatte Francisco seine Oliven eingebracht, gab es einen Frosttag. All jene Olivenbauern, die noch nicht geerntet hatten, mussten empfindliche Qualitätseinbussen in Kauf nehmen.

Einzigartiges Jefira-Projekt

fliessendes Olivenöl
Flüssiges Gold: Gutes Olivenöl zeichnet sich durch Frische, Fruchtigkeit und eine leichte Bitternote aus.

Das einzige Delinat-Olivenöl, das nicht direkt von einem Weingut kommt, ist jenes aus Griechenland. Es stammt vom ausgewanderten Schweizer Paar Christina und Nikolas Kunz. Sie haben vor vielen Jahren auf der Halbinsel Peloponnes das Jefira-Projekt gestartet. Ziel sind Produktion und Vertrieb von hochwertigen, naturbelassenen Premium-Olivenölen. Die beiden naturverbundenen Schweizer haben hier viele Olivenbauern von ökologischem Denken und Handeln überzeugt und bezahlen ihnen für die Oliven faire Preise. Auch Christina und Nikolas Kunz mussten im vergangenen Herbst länger als üblich warten, bis sie alle ihre Oliven im Trockenen hatten. Sturm und Regen zum ordentlichen Erntezeitpunkt haben dafür gesorgt, dass die meisten Produzenten mit der Ernte zuwarten mussten, bis Boden und Bäume wieder trocken waren.

Die neuen Olivenöle sowie verschiedene Essige sind erhältlich unter www.delinat.com/olivenoel

Albet-Schaumwein im weltbesten Restaurant

«El Celler de Can Roca» im spanischen Girona wurde 2013 zum besten Restaurant der Welt gekürt. Hier werden alle Gäste mit einem Glas Schaumwein von Albet i Noya begrüsst. Seit Jahren ist der Ökopionier aus Katalonien Hoflieferant bei den Roca-Brüdern. Jetzt gibts den Haus-Schäumer von El Celler auch bei Delinat.

El Celler de Can Roca
Josep Maria Albet i Noya offeriert seinen Roca-Schaumwein jetzt auch für Delinat-Kunden.

Wer sich in der alten Villa mit unverputzter Steinfassade und einem modernen Glasanbau im Norden der katalanischen Stadt Girona an einen weiss gedeckten Tisch setzen will, musste sich schon früher lange gedulden. Seit 2009 hat das Restaurant El Celler de Can Roca drei Michelin-Sterne. Fast ebenso lange zählt es zu den besten Restaurants der Welt. 2013 haben die drei Brüder Joan, Josep und Jordi Roca den Gipfel erklommen: Das renommierte englische «Restaurant Magazine» hat «El Celler de Can Roca» zum besten Restaurant der Welt gekürt. «Jetzt kannst du Jahre warten, bis du hier einen Tisch bekommst», lacht Winzer Josep Maria Albet i Noya.

Seit Jahren Hoflieferant

Der Biopionier hat gut lachen: Seit Jahren liefert er den Brüdern Roca den Haus-Schaumwein. Alle Gäste in diesem Spitzenrestaurant werden mit einem Glas der Albet-Spezialabfüllung begrüsst. Erzeugt wird er aus den klassischen Sorten Parellada, Xarello, Macabeu und Chardonnay in aufwändiger Champagner- Methode. Der herrlich frisch prickelnde Schaumwein ist mit einer eigenen Etikette versehen. «Wir liefern seit vielen Jahren an diese Topadresse », freut sich Josep Maria Albet i Noya. Und sein Bruder Toni betont: «Was mit einer Geschäftsbeziehung angefangen hat, ist im Laufe der Jahre zu einer Freundschaft geworden. Insbesondere Sommelier Josep Roca zeigt immer grosses Interesse an unserem Schaffen.»

Neu auch bei Delinat

Dank den guten Beziehungen zu den Roca-Brüdern konnte Albet i Noya jetzt einen erstaunlichen Deal einfädeln: Seit diesem Jahr ist der Haus-Schaumwein des weltbesten Restaurants in Originalabfüllung auch bei Delinat erhältlich: «Wir sind stolz auf diese neue Errungenschaft. Eine echte Rarität», sagt David Rodriguez, bei Delinat für den Weineinkauf in Spanien zuständig.

Hier gehts zum Wein: El Celler de Can Roca Brut Reserva

Von Schlangenbrot und andern fleischlosen Delikatessen

Ich erinnere mich noch gut: Unsere Kinder waren noch klein, gerade gross genug, um an einem langen Stecken über dem offenen Feuer eigenhändig eine Wurst zu braten. Dann, eines Sommers, kam das Schlangenbrot in Mode: Zopf- oder Weissbrot-Teig zu einem langen Strang drehen, schlangenartig um einen Holzstecken wickeln, übers Feuer halten und knusprig braun backen. Das war der Hit – während Jahren und auch heute noch.

Für mich war die Schlangenbrot-Revolution mit der Erkenntnis verbunden, dass auf dem Grill viel mehr als nur Würste und Fleisch zubereitet werden kann. Vegetarisch grillen wurde schon fast zu einem Sport mit immer wieder neuen Herausforderungen und Entdeckungen.

Vegetarisch Grillen

Zu den Klassikern. Dazu gehören für mich Kartoffeln und Gemüse vom Grill. Allseits und immer beliebt sind die Folienkartoffeln – direkt in der schwachen Glut je nach Grösse bei 20 bis 30 Minuten gebraten und mit einem feinen Kräuterquark serviert. Auch Bratkartoffeln, mit samt der Schale halbiert oder geviertelt und mit Meersalz, Rosmarin, Thymian oder Salbei gewürzt, schmecken vom Grill hervorragend. Beim Gemüse sind über alle die Jahre Paprikaschoten, Zucchini und Auberginen meine Favoriten geblieben. Mit einer Marinade aus Öl und frischen Kräutern bepinselt und auf beiden Seiten je vier bis acht Minuten gegrillt – kaum einer schreit da noch nach Fleisch!

Zu meinen Neuentdeckungen zähle ich Pilze, Käse und Obst vom Grill. Champignon & Co. passen nicht nur zwischen Würstchen und Speck auf den Spiess. Auch ganz simpel mit etwas Öl, Salz und Pfeffer sind gegrillte Pilze ein Genuss. Ebenfalls für aussergewöhnliche Gaumenfreuden sorgt gegrillter Käse – etwa Feta oder Ziegenkäse aus der Alufolie. Oder Halloumi – ein Mozzarella ähnlicher, fester und würziger Käse aus Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch (oder gemischt), der seine feste Form auch beim Grillen behält.

Schmackhafte Grillgerichte lassen sich also problemlos ohne Fleisch zubereiten. Besonders gut dazu passen vegane Weine – also solche, die ganz ohne tierische Hilfsmittel erzeugt werden ­– egal ob rot, rosé, weiss oder prickelnd. Eine passende Auswahl finden Sie hier.

Verraten Sie uns Ihr fleischloses Lieblingsgericht vom Grill? Und den passenden Wein dazu? Wir freuen uns auf ausgefallene Ideen. Schreiben Sie diese einfach unten ins Kommentarfeld. Herzlichen Dank!

Der Reiz von frischem Olivenöl

Es ist nicht alles Gold was glänzt – auch beim flüssigen Gold aus dem Mittelmeerraum nicht. Nach wie vor sind viele Olivenöle, auch wenn sie die Bezeichnung «extra vergine» tragen, von zweifelhafter und minderwertiger Qualität. Das wusste wohl keiner besser als der inzwischen leider verstorbene Olivenöl-Guru Marco Mugelli. Der Dottore aus der Toskana investierte 15 Jahre in die Optimierung der Verarbeitungsprozesse zur Qualitätsverbesserung, zusammen mit Wissenschaftlern, Ölmühleningenieuren und Ölproduzenten.

Flüssiges Gold für die Küche: Hochwertiges Olivenöl schmeckt frisch am besten – nicht nur im Salat.

Gute Ölmühlen sind rar

Der Agronom und Önologe hat einiges erreicht. Heute weiss man, worauf es beim Olivenöl ankommt: Wo gesunde, unversehrte und saubere Oliven frisch vom Baum innerhalb weniger Stunden in technologisch fortschrittlichen Ölmühlen unter hygienisch einwandfreien Bedingungen verarbeitet werden, bestehen gute Chancen für Topqualität. Das Problem ist nur: Es gibt noch viel zu wenig Ölmüller, die diese hohen Anforderungen erfüllen – entsprechend schwierig ist es, sie zu finden.

Passionierte Olivenbauern

Christina Kunz (links) und eine Freundin aus Athen bei der Olivenernte per Hand im vergangenen Oktober auf der griechischen Halbinsel Peloponnes.

Wir arbeiten deshalb mit bewährten Delinat-Winzern zusammen, die den Oliven mit derselben Leidenschaft begegnen, wie ihren Reben und Weinen. Sie sind für uns Garant, dass nur erstklassige Oliven in nahegelegenen Ölmühlen unter optimalen Bedingungen zu Premium-Olivenölen verarbeitet werden. Das gilt auch für unser griechisches Olivenöl, dem einzigen, das nicht von einem Weingut stammt. Hier ist es das Schweizer Ehepaar Christina und Nikolas Kunz, das vor Jahren mit viel Herzblut auf der Halbinsel Peloponnes das Jefira-Projekt lanciert hat und heute für ein Bio-Olivenöl der Extraklasse bürgt. Ein Bericht über die Olivenernte 2012 in der WeinLese 29 (PDF) zeigt, mit welcher Leidenschaft und Professionalität sie ihr Öl selbst unter wirtschaftlich schwierigen Bedingungen erzeugen.

Frisch schmeckts am besten

Die Olivenernte in den Mittelmeerländern findet zwischen Oktober und Dezember statt. Nach der Pressung braucht das Öl etwas Zeit, um seine wertvollen Eigenschaften und Geschmacksaromen zu entwickeln. Ab März ist die neue Ernte bei Delinat jeweils verfügbar. Olivenöl-Liebhaber geniessen das Öl vorzugsweise frisch, so lange die grasigen Primäraromen dominieren. Bei kühler, trockener und dunkler Lagerung (nicht im Kühlschrank) bleibt es ohne Qualitätseinbusse jedoch ein gutes Jahr lang haltbar. Just so lange, bis die neue Ernte eintrifft…

Zeit für Frühlingsgenüsse

Die letzten Tage lieferten bereits einen Vorgeschmack. Auch wenn mancherorts noch ein kurzer Wintereinbruch befürchtet wird: Es riecht nach Frühling! Bald wird es die ersten knackigen Salate geben; wir freuen uns auf junges, zartes Gemüse und aromatisch duftende Kräuter. Da kommen die ersten Weissen mit Jahrgang 2012 von den Delinat-Weingütern gerade recht. Diese lebhaften und verspielten Frühlingsboten sind mit ihrer ausgeprägten, jugendlichen Fruchtigkeit ideale Apéro- und Feierabendweine.

Pouletspiesse mit Salat harmonieren sehr gut mit frisch-fruchtigem Weisswein, wenn der Salat nicht zu sauer angemacht wurde – am besten mit Zitronensaft statt Essig.

 

Prost Mahlzeit

Geradezu perfekt sind die jugendlichen Weissweine mit den passenden Speisen. Da gibt es erfrischende und spannende Kombinationen. Zu orientalisch-würzigen Speisen kredenze ich gerne einen fruchtigen Riesling. Kommt Lachs oder Hering auf den Teller, passt ein Weisswein mit guter Säure und zurückhaltenden Aromen, ein Weissburgunder macht da eine gute Falle. Allen Warnungen zum Trotz schrecke ich auch bei Salat nicht vor einem Glas Weisswein zurück. Im Kreise von Sauvignon Blanc, Riesling, Silvaner, Xarel.lo und Chenin Blanc lassen sich durchaus passende Partner finden. Bei gegrilltem Fleisch, Gemüse oder Fisch sowie bei Schmorgerichten kommt – wenn ich beim Weissen bleibe – ein gehaltvolles, barriquegereiftes Gewächs wie der Vinya Laia von Albet i Noya auf den Tisch. Ach, wie schön doch Frühling sein kann.

Hier einige spezielle Empfehlungen – jeweils mit dem passenden Rezept:

Gesucht: Frühlingsrezepte

Wie halten Sie es mit Weisswein zum Essen? Kennen Sie leckere Frühlingsrezepte zu Weisswein? Schreiben Sie Ihre Meinung, Ihre Tipps und Tricks unten ins Kommentarfeld. Herzlichen Dank und viel Spass bei Weisswein und knackigen Frühlingsgerichten.

Ein ganz spezieller Glühwein

Glühwein hat nicht eben den besten Ruf: Puristen können nicht begreifen, wie man Wein erhitzen und mit Zucker, Zimt und allerhand Gewürzen «verunstalten» kann. Andere haben vielleicht schlechte Erfahrungen mit einem fixfertig gekauften Glühweingetränk gemacht – sind nach einem fröhlichen Winterabend am nächsten Morgen mit einem Kater aufgewacht.

Glühwein

Winterzeit ist Glühweinzeit. Ein selbst zubereiteter Aronia-Glühwein mit wenig oder ganz ohne Alkohol garantiert einen beschwerdefreien und gesunden Genuss.

Hausgemacht ist besser

Doch das muss nicht sein: Ein guter Glühwein erwärmt an kalten, grauen Wintertagen das Gemüt und hebt die Stimmung. Sicher gibt es auch akzeptable Fertig-Glühweine. Aber man weiss halt nie ganz sicher, mit wieviel Zucker eine allenfalls minderwertige Weinqualität überdeckt wird und das Fertiggetränk somit Katerpotenzial birgt. Deshalb: Auf der sicheren Seite ist, wer das würzige Heissgetränk selbst zubereitet und damit genau weiss, was drin ist.

Exklusives Aronia-Glühweinpaket

Mit unserem Aronia-Glühweinpaket bieten wir nicht nur eine elegante und einfache, sondern erst noch exklusive Variante für einen hausgemachten Glühwein. Der im Paket enthaltene La Fleur Gitane ist zwar ein preiswerter, qualitativ aber hochwertiger, würziger und extraktreicher Rotwein. Zusammen mit dem Traubensaft bildet er die Basis für diesen feinen Spezial-Glühwein. Die biologisch zertifizierte Mischung aus Zimt, Süssholz, Orangenschalen, Ingwer und Nelken sorgt für einen herrlich würzigen Geschmack und der gesunde Aronia-Fruchtsaft für die Exklusivität. Falls Sie eine alkoholfreie Version vorziehen, lassen Sie einfach den Wein weg und ersetzen diesen durch zusätzliche Mengen Aronia-Fruchtsaft und Traubensaft. Zwei Rezeptvorschläge mit Zubereitungstipps liegen dem Paket bei. Sie finden diese auch hier.

Natürlich lässt sich unser Grundrezept nach Lust und Laune abändern und mit weiteren Zutaten ergänzen. Verraten Sie uns unten im Kommentarfeld Ihre Lieblingskreation für alle Glühwein-Fans? Herzlichen Dank.

Rotwein und leichte Sommerküche

Im Sommer sind bei mir meist leichte, frische Gerichte angesagt, zu denen ich als bekennender Rotweinliebhaber auch gerne mal einen Weisswein oder einen Rosé kredenze. Doch vielfach muss es – leichter Küche und hoher Temperaturen zum Trotz – halt doch ein Roter sein. Damit sich Rotwein und Sommerküche gut vertragen, beachte ich ein paar simple Regeln.

Tapas und Rotwein

Eine gute Kombination nicht nur an lauen Sommerabenden: leckere Tapas und ein Glas leichter, fruchtbetonter Rotwein.

Regel 1: Einfache, junge und fruchtige Weine passen besser als füllige, komplexe, tanninhaltige Gewächse. Das Schöne dabei: Solche Weine sind vielfach auch sehr preiswert.

Regel 2: Unsere fünf Sinne bestimmen darüber, ob uns Speisen, Weine oder eine Kombination davon schmecken oder nicht. Süsse und Säure sind besonders entscheidende Einflussfaktoren. Das gekonnte Kombinieren von Wein und Speise, aber auch die Garmethode spielt deshalb eine wichtige Rolle. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in der nächsten WeinLese von Ende August.

Regel 3: Die richtige Trinktemperatur ist wichtig. Je kühler der Wein, umso erfrischender und fruchtiger wirkt er. Je wärmer, umso penetranter zeigt sich die Säure – und umso plumper und aufdringlicher sind Restsüsse und Alkohol. An heissen Tagen stelle ich Rotweine deshalb für etwa zwei Stunden in den Kühlschrank. Bei etwa 12°C serviert, erwärmen sie sich im Laufe des Geniessens auf 15 bis 16°C. In dieser Bandbreite machen sie am meisten Freude.

Welches sind Ihre Wein-Vorlieben für heisse Sommerabende? Haben Sie spezielle Tipps? Verraten Sie uns Ihre Lieblingskombinationen für eine gelungene Sommer-Tafel? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare, die Sie gleich unten eintragen können.

Edler Essig für höchste Genüsse

Als Ergänzung zu unserem kleinen aber feinen Olivenöl-Sortiment haben wir uns auf die Suche nach verschiedenen hochwertigen Essigen gemacht. Fündig geworden sind wir bei Familienbetrieben in Italien, Spanien und Griechenland. Dank langjähriger Erfahrung, handwerklichem Geschick und grosser Sorgfalt erzeugen diese Betriebe aus biologischen Weinen und Traubenmosten erstklassige Essigprodukte.

Würziger Balsamico

Felice, Iride und Lorenzo Guerzoni halten auf ihrem Bauerngut in einem kleinen Dorf nördlich von Modena die lange Familientradition der Essigherstellung aufrecht. Mit grosser Leidenschaft produzieren sie Aceto für Biomärkte in ganz Italien – und neu jetzt auch für Delinat. Ihr junger, dünnflüssiger, würziger Balsamessig ist preiswert und eignet sich hervorragend zum Aromatisieren von gekochtem Gemüse, von Tomaten oder Fisch.

Sherry-Essig

Vinagre de Jerez, Aceto Balsamico, ξίδι από κρασί (Xidi apo Krasí): Es lohnt sich, regionale und kontrolliert-biologisch produzierte Essig-Spezialitäten in der eigenen Küche auszuprobieren.

Exklusive Spezialität aus Andalusien

In Andalusien stellt das Familienunternehmen El Majuelo exklusiven Sherryessig aus Palomino-Trauben im aufwändigen Solera-Verfahren her. Das funktioniert so: Drei Fassreihen (oder mehr) mit unterschiedlich alten Essigen sind übereinander gestapelt. Der älteste, zum Verkauf bereite Essig befindet sich immer im untersten Fass. Die entnommene Menge wird jeweils mit Essig aus dem oberen Fass nachgefüllt. Dieses Prinzip setzt sich bis zur obersten Fassreihe fort. Die dort entnommene Menge wird mit jungem Sherrywein, dem Mosto, ersetzt. Dieses Verfahren trägt zum einzigartigen Sherry-Geschmack bei, bewirkt aber auch über viele Jahre eine gleichbleibende Qualität, da Schwächen eines Jahrgangs ausgeglichen werden. Der Sherryessig El Majuelo eignete sich zum Aromatisieren zahlreicher Gerichte.

Rotweinessig vom Winzer

Neu im Bunde ist auch ein fruchtiger, ausgewogener Rotweinessig aus Griechenland. Dieser entsteht aus der einheimischen Agiorgitiko-Traube des bewährten Delinat-Biowinzers Apostolos Spiropoulos. Der Weinessig von der Halbinsel Peloponnes eignet sich zusammen mit Olivenöl ideal für Salatsaucen.

Mit den drei Neuentdeckungen und dem bisherigen, gereiften Aceto Balsamico di Modena des passionierten Erzeugers Giuseppe Cattani aus Modena können wir Ihnen jetzt auch beim Essig ein vielseitiges Angebot offerieren, das jeder Küche gut ansteht und unsere vier Olivenöle der höchsten Güteklasse würdig begleitet. Probieren Sie es aus!

Mit Elan in den Frühling

Der nächste Frühling kommt bestimmt. Falls Sie noch ein kleines Schwungrad gegen drohende Frühjahrsmüdigkeit brauchen, habe ich einen guten Tipp auf Lager: Decken Sie sich jetzt mit unserem Aronia-Kraftpaket oder einzelnen der besonders vitaminreichen und polyphenolhaltigen Bio-Aronia-Produkte ein.

Die Aroniapflanze ist anspruchslos und wächst problemlos auch im eigenen Garten.

Neues Sortiment positiv bewertet

Im vergangenen November konnte ich Ihnen an dieser Stelle unser weiterentwickeltes Aronia-Sortiment mit den getrockneten Beeren, verschiedenen Säften und Fruchtaufstrichen sowie einem Crunch-Power-Müesli vorstellen. Die positiven Bewertungen auf unserer Website zeigen, dass Aronia-Produkte weiterhin auf grosse Neugierde stossen und bei gesundheitsbewussten Weinliebhaberinnen und -liebhabern guten Anklang finden.

Gesucht: Tipps mit Aronia

Unsere aus biologischen Aroniabeeren hergestellten Produkte sind sehr vielseitig verwendbar. Meine Lieblingskreation: Den Crunch mit den Trockenbeeren sowie Apfelstücken, Honig und Naturjogurt anreichern – fertig! Zum Frühstück habe ich auch den Aronia-Quittenaufstrich entdeckt. Am liebsten auf getoastetem Roggenbrot mit viel Butter dazwischen. Ein Glas mit stillem Wasser verdünntem Aroniasaft oder vom Fruchtsaft (je zur Hälfte Aronia- und Traubensaft) ist zudem eine abwechslungsreiche Alternative zum täglichen Glas Orangensaft.

Welches sind Ihre Lieblingskreationen mit Aronia? Ich freue mich auf ein paar neue, gute Tipps. Schreiben Sie diese einfach unten ins Kommentarfeld. Auch Fragen und Diskussionsbeiträge rund um die hierzulande noch wenig bekannte Aroniabeere nehmen wir gerne entgegen. Herzlichen Dank.

Birnenquitten und Kartoffeln zum Macabeu

Diesen netten Brief schrieb uns Kunden Bernd Lilienthal aus dem Ruhrgebiet. Sein Rezept passt so gut zum Wein und zur Jahreszeit, dass wir es gern hier veröffentlichen. Vielen Dank, Herr Lilienthal!

Liebe Delinats,

da Sie mir immer so freundlich und «ohne Murren» die Korkweine ersetzen, will ich Ihnen auch mal was Gutes tun (hier zumindest der Versuch) und sende ein Rezept für eine herbstliche Gemüsebeilage.

Hintergrund:
Neulich erhielt ich mit einer Weißweinlieferung den Macabeu von Albet i Noya. Das Aroma erinnert (mich) an Quitte und wie es der Zufall will, hab ich gerade ein paar Birnenquitten aus’em Garten (wie man hier so schön sagt) übrig. Dazu auch ein paar Pellkartoffeln (auch aus’em Garten – Sorte Cilena) von gestern übrig (samt dünner Schale). Nachfolgend ein herbstliches Rezept, das vielleicht von Interesse ist. Dazu sollte Kalbs- oder andere Leber, Perlhuhn, besser Ente oder auch Gänsekeule schmecken. Ich hab es mangels Leber etc. einfach nur als Gemüse gegessen und fand es „zum niederknien“.

Nun zum Rezept:
Große Birnenquitte (Pelz abreiben mit Handtuch) 1:20 Minuten in die Mikrowelle (dadurch wird sie etwas weicher und lässt sich besser mit dem Messer bändigen). Vierteln, Kerngehäuse raus und in Stückchen schneiden. Eine rote und eine weiße Zwiebel in mittelgroße Stücke schneiden, große Pfanne mit einem Stück Butter beglücken und (nicht zu heiß!) die Quittenstücke und die Zwiebel darin schmoren (Deckel drauf, damit die Flüssigkeit drin bleibt und nichts anbrennt). Nach 5 Min. eine Packung Vakuum-Maronen dazu und mitschmoren. In der Zwischenzeit (schon mal ein Glas Macabeu), Kartoffeln (sollten gekocht und wieder kalt sein) ebenfalls in Stücke schneiden. Einen Esslöffel Zucker, Salz, Pfeffer (frisch aus der Mühle) und 2 – 3 trockene Pirischoten mit dem Mörser mörsern oder zum «Zerbröseln» bereit legen (Chili geht bestimmt auch, jeder möge es so scharf machen wie er mag).

Wenn die Quitten weich/gar geschmort sind, die Herdplatte etwas heißer stellen und den Zucker auf dem Gemisch verteilen – flott rühren, damit der Zucker karamellisiert. Pfanne runter, den Inhalt in eine Schüssel umfüllen und warmstellen. Reichlich Olivenöl oder Butterschmalz in die Pfanne, schön heiß werden lassen, dann die Kartoffelstücke zu Bratkartoffeln verarbeiten. Ich habe sie auf Küchenkrepp abtropfen lassen und das restliche Fett ausgewischt. Dann alles zusammen in die Pfanne und mit Salz, Pfeffer und den zerstoßenen Piris/Chilis bestreuen, umrühren und fertig.

Probiert es aus, ich finde es ist etwas Besonderes!

Herzlichst aus dem Ruhrgebiet
Bernd Lilienthal