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Rebsorten

Chardonnay

Chardonnay hat als weisse Rebsorte einen ähnlichen Siegeszug um die Welt gemacht, wie Cabernet Sauvignon bei den roten. Stolze 1400 Quadratkilometer Weinberge waren im Jahr 2001 mit Chardonnay bepflanzt, Tendenz noch immer steigend. Das ist immerhin der 7. Platz der Rebsorten-Häufigkeit.

Chardonnay - das Multitalent

Was sind die Vorteile des Chardonnay? Was macht ihn so erfolgreich? Nun, dafür gibt es gute Gründe. Zunächst ist er im Anbau anpassungsfähig – er wächst im Norden wie im Süden, in kälteren und wärmeren, in feuchten und trockenen Regionen und auf unterschiedlichsten Böden. Selbst das Bedürfnis nach Sonne hält sich beim Chardonnay in Grenzen. Diese Toleranz ist ein grosser Vorteil – geht der Winzer bei Chardonnay-Pflanzungen doch meistens ein geringes Risiko ein.

Wichtiger noch sind aber die geschmacklichen Qualitäten des Chardonnay. Zusammen mit Riesling gehört er zu den hochwertigsten Weisswein-Sorten. Sogar vom Ausbau im Barrique kann der Chardonnay profitieren, was bei Weisswein eher die Ausnahme ist. Richtig ausgebaut sind zarte rauchige Nuancen und Aromen nach Walnüssen die Erkennungszeichen des Chardonnay. Jancis Robinson schwärmt: «Dem Weinliebhaber kommt Chardonnay mit seinem breiten, überwältigenden Charme, seiner relativ grossen Alkoholstärke und geringen Säure und seinem eher verhaltenen Duft entgegen.»

Chardonnay eignet sich hervorragend zur Schaumwein-Herstellung. Nicht umsonst liegen Frankreichs grösste Chardonnay-Anbauflächen in der Champagne. Zunehmend entstehen auch hervorragende edelsüsse Weine (Edelfäule, Botrytis Cinerea) aus Chardonnay. Also auch in der Anwendung zeigt er sich überaus polyvalent – sein dritter grosser Vorteil.

Zuviel Einheits-Chardonnay aus der Neuen Welt

Weissweine in Gläsern
Charaktervolle, eigenständige Chardonnay-Weine mit Alterungspotential, wie man sie aus dem Burgund kennt, gibt's aus der Neuen Welt eher selten.

Der grosse Boom des Chardonnay in den 1980ern und seine Eignung für den Holzfass-Ausbau bringen aber auch einen Nachteil mit sich: Die überwiegende Mehrheit der Chardonnay-Weine schmeckt immer gleich. Böse Zungen meinen, entscheidend sei eigentlich das Barrique oder (vor allem in Australien) die zugefügten Eichenholz-Späne, denn das sei es, was den durchschlagenden Erfolg ausmachte. Fest steht, dass mit dem konsequenten und betonten Eichenholz-Einsatz von Chardonnay aus Australien und Kalifornien ein bisher unbekannter Weintyp geschaffen wurde, der den Geschmack der breiten Masse trifft. Man hörte sogar vereinzelt den Vergleich mit Coca Cola – und meint damit, immer dasselbe, charakterlose, aber durchaus wohlschmeckende Einheitsgebräu.

Chardonnay und Terroir

Für einen Weinhändler wie Delinat gilt es also, die Rosinen unter den vielen Chardonnay-Angeboten zu entdecken. Weine, die das Charakteristische ihrer Herkunft auszudrücken vermögen, ohne vom Barrique-Aroma überdeckt zu werden, «Terroir-Chardonnay». Da Biowein aber stets aus kleinen Erträgen gehaltvoller Trauben entsteht, vermag sich der eigenständige Charakter meistens besser durchzusetzen als bei Massenwein. Unsere Chardonnay-Weine gewinnen denn auch regelmässig hohe Auszeichnungen und Anerkennung.




Zum Chardonnay-Gesamtangebot

Chardonnay-Weine sind aus folgenden Ländern verfügbar:


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