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Apulien

Der Namen Apulien stammt von den Apuli, einem Stamm der Osker, die hier als eines der vielen frühen Völker siedelten.

Die hügeligen Ebenen Apulien sind schon seit den Phönikern und Griechen als Stätten des Weinbaus bekannt. Die Römer priesen vor allem den Wein von Tarentum, wo nach den Worten von Horaz «ewiger Frühling» herrschen sollte. Auch nach dem Sturz des römischen Reiches blieb Apulien eine aktive Weinregion. Unter wechselnder Herrschaft - von Byzantinern und Sarazenen über Langobarden, Goten und Normannen bis zu Staufern, Venezianern, Aragonesen und Bourbonen - war da stets die übersprudelnde Quelle von Wein und Olivenöl.

Aufstrebende Weine

Die Weine des Südens erwachen aus dem Tiefschlaf. Zu lange Zeit hat man hier mehr auf Massenproduktion denn auf Qualitätsanbau gesetzt. Wen wunderts also, dass die Weine des Südens in der Namenlosigkeit verborgen blieben und sich unter den Weinfreunden nie etablieren konnen. Dies hat sich aber schnell geändert seit der Einführung der kontrollierten Ursprungsbezeichnung DOC. Rund zwei Dutzend Anbaugebieten ist es gelungen, den hohen Anforderungen der DOC-Normen zu entsprechen und gute Qualtiätsweine hervorzubringen.

Die Weinzonen Apuliens

Die Rebfläche von Apulien ist kleiner (1900 km2) als diejenige Siziliens, die Erzeugung aber oft einiges höher. Ueberall wachsen Reben, am dichtesten jedoch an den flachsten Stellen, auf der Capitanata im Norden, in der Tiefebene um Bari (Terra di Bari und Le Murge) in der Mitte (die sog. Trulli-Region) und auf der Halbinsel Salento, dem südlichsten Stiefelabsatz.

Rebsorten mit klingenden Namen

Apulien verfügt über die grösste Auswahl an Rebsorten im Süden, daruntere viele alteingesessene, andernorts fast unbekannte oder ausgestorbene Sorten. Die Rotwein sind in dieser Region viermal häufiger als die Weissen. Die Schwergewichte erbringen die dunklen Weinsorten von Salento: Negro Amaro, Primitivo (in Kalifornien Zinfandel genannt), Malvasia Nera. Die hochgeachtete Uva di Troia wird meist nur im Norden angebaut. Auch in der Weissweinherstellung spielen die Apulier keine unbedeutende Rolle. Zu den beliebtesten Weissen hier zählen Verdeca, Bianco d'Alessano, Bombino Bianco und Trebbiano Toscano.




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