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La Devinière, Gamay
Satigny AOC 2010
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Gamay
Gamay ist eine sehr alte rote Rebsorte, die vor allem im Beaujolais-Gebiet angebaut wird und daher auch Beaujolais-Traube genannt wird. Wegen ihres hellen Fruchtfleischs nennt man sie auch Gamay Noir à Jus Blanc («schwarzer Gamay mit weissem Saft»). Die Rebe soll schon im 3. Jahrhundert von Dalmatien nach Frankreich gekommen sein. Namensgebend für Gamay war vermutlich der gleichnamige Ort an der Côte d'Or.
Die sandigen Schieferböden im Norden des Beaujolais bieten ideale Bedingungen für die Gamay-Rebe. Dort wird die gesamte Weinproduktion den Eigenschaften der Gamay angepasst. Aber auch die im Süden vorherrschenden lehmigen Kalkböden eignen sich für Gamay ausgezeichnet. Im Burgund wird oft Pinot Noir mit Gamay zum sogenannten «Passetoutgrain» verschnitten.
Gamay erzeugt säurebetonten, fruchtigen Wein, mit wenig Gerbstoff und Alkohol. Sein helles Rubinrot hat oft einen bläulichem Schimmer. Gamay-Weine werden in aller Regel jung und leicht gekühlt getrunken. Das Extrembeispiel bietet der Beaujolais Nouveau, der jeweils schon Mitte November im jugendliche Alter von nur zwei Monaten den Markt beglückt.
In der Schweiz erreicht die Gamay-Rebfläche immerhin 15%, was Gamay hinter Pinot Noir zur zweitwichtigsten Rotweinsorte macht. Der Dôle, der wohl bekannteste Schweizer Rotwein, ist eine Assemblage von Gamay und Pinot Noir. Aber auch in Italien, Südafrika, Kanada und Kalifornien wird Gamay angebaut.
In Übersee bezeichnet der Name «Gamay Beaujolais» eine Variante des Pinot Noir und «Napa Gamay» ist ein Synonym für Valdiguié. Beide sind mit der Gamay nicht verwandt. Die Gamay Blanc ist eine Variante mit weissen und die Gamay Gris eine mit grauen Beeren.
