
Bordeaux

Die zumeist flachen Rebberge von Bordeaux liegen im Einzugsgebiet der Flüsse Dordogne und Garonne, die sich schliesslich dort zum Mündungsstrom Gironde vereinen, wo sich mit Margaux, Pauillac, St-Estèphe und St-Julien die mithin prestigeträchtigsten Rebberge aneinander reihen. Die besten Bordeaux-Weine stammen dabei von durchlässigen Böden mit hohem Kies- oder Kalkanteil (St-Emilion).
Der Ruhm der Bordeaux-Weine liegt in den roten Sorten Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Petit-Verdot. Während im Médoc (der Überbegriff umschreibt das ganze Weingebiet nordwestlich der Stadt Bordeaux am linken Ufer der Gironde) der Cabernet Sauvignon in den Weinen mit 40 bis zu 90 Prozent dominiert, so ist in St-Emilion und Pomerol der Merlot tonangebend.

Die Weine von Bordeaux sind dank ihrer Eleganz, Kraft und Langlebigkeit so legendär, dass sie heute in der ganzen Welt unter dem Begriff Bordeaux-Blend kopiert werden. Unter dem Diktat des amerikanischen Marktes sind die Bordeaux-Weine in den letzten Jahren deutlich konzentrierter, vollfruchtiger und früher trinkreif ausgefallen. Besonders viel Renommee geniessen jene 60 Crus classé, die 1855 in fünf Klassen (Premier cru bis 5. Cru) eingeteilt wurden. Ein überaus gutes Verhältnis zwischen Qualität und Preis versprechen heute aber auch zunehmend die besten Cru Bourgeois.
Bordeaux-Weissweine werden vor allem im Graves angebaut und sind meistens Cuvées aus den Sorten Semillon und Sauvignon Blanc. In Sauternes und Barsac werden aus der Semillon-Trauben auch vorzügliche Dessertweine aus edelfaulen Trauben gewonnen. So bietet Bordeaux unterschiedlichste Gewächse - dominieren tun aber die Rotweine.
Château Cartier
Saint-Emilion Grand Cru AC 2004
Château Fonroque
Saint-Emilion Grand Cru Classé AC 2004
Clos de Mélisse
Saint-Emilion Grand Cru AC 2000
Clos Plince
Pomerol AC 2001
La Fleur Lacroix
Bordeaux AC 2005

