Auf ein Glas mit… Stefan Gubser

Bekannt ist seine knallharte Seite als Kommissar Reto Flückiger im Schweizer «Tatort». Privat zeigt sich der bekannte Schauspieler Stefan Gubser von einer ganz andern Seite: als Genussmensch, Natur- und Weinliebhaber. Ein Prosit auf die Kraft der Langsamkeit.

Schauspieler Stefan Gubser gönnt sich ab und zu ein Glas guten Wein.
Schauspieler Stefan Gubser gönnt sich ab und zu ein Glas guten Wein.

Stefan Gubser, rund um das Thema Wein gibt es viele Krimis. Wann kommt ein «Tatort», bei dem Kommissar Flückiger in einem Mordfall im Weinmilieu ermittelt?
Stefan Gubser: Sobald einem der Drehbuchautoren eine gute Geschichte dazu einfällt…

Würde Sie ein solches Thema reizen?
Jedes gute Thema reizt mich als Schauspieler, das gehört zu meinem Beruf.

Mögen Sie Wein?
Ja, sehr gerne.

Persönlich
Stefan Gubser, am 1. August 1957 in Winterthur geboren, gehört zu den bekanntesten Schweizer Schauspielern. Er absolvierte die Schauspielausbildung am renommierten Max-Reinhardt- Seminar in Wien und war zuerst an verschiedenen Th eatern engagiert, so unter anderem am Burgtheater in Wien, am Residenztheater in München sowie am Staatstheater in Wiesbaden. Seine erste Filmrolle nahm er 1987 an. Einem grösseren Publikum in Deutschland und der Schweiz wurde er erstmals als Kommissar Bernauer in der TV-Krimiserie Eurocops bekannt. Seither ist er in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen in der Schweiz und in Deutschland zu sehen. Eine immer grösser werdende Fangemeinde erobert sich Stefan Gubser derzeit mit seiner Rolle als Kommissar Reto Flückiger in der Schweizer Produktion der deutschen TV-Krimiserie Tatort. Stefan Gubser hat eine Tochter aus erster Ehe. Er lebt mit seiner heutigen Frau Brigitte am Zürichsee.

Wo liegen Ihre Vorlieben?
Eher bei den schweren Weinen. Ich mag kräftige, dunkle Tropfen wie Amarone, Ripasso, Barolo. Im Alltag trinke ich aber auch günstigere Tischweine zwischen 15 und 25 Franken. Doch die Qualität muss auch da stimmen. Ich trinke lieber keinen Wein als einen schlechten.

Sie sagen von sich, Sie seien naturverbunden. Was heisst das konkret?
In der Natur tanke ich auf, komme ich zur Ruhe, atme ich durch, fühle ich mich wohl. Früher liebte ich die Dynamik – zum Beispiel von New York, schnelles Tempo, Abwechslung, Action. Heute habe ich es gerade umgekehrt. Ich entdecke die Kraft der Langsamkeit, die Schönheit des Moments. Die Natur liefert dazu täglich die besten Drehbücher.

Stefan Gubser als Kommissar Reto Flückiger im Schweizer «Tatort».
Stefan Gubser als Kommissar Reto Flückiger im Schweizer «Tatort».

Sie gehen mit Ihrer Frau Brigitte gerne in die Berge. Ist da jeweils ein Gipfelwein mit im Rucksack?
Selten. Wenn wir wandern und bergsteigen, halten wir uns an Wasser oder Tee. Wenn wir aber in einer SAC-Hütte übernachten, darf es schon ein Glas Wein sein zum Abendessen. Damit schläft man auch schneller ein im Massenlager.

Sagt Ihnen der Name Delinat etwas?
Ja selbstverständlich – Weine aus biologischem Anbau aus ganz Europa.

Ist Wein aus biologischem Anbau für Sie ein Thema?
Unbedingt, aber ich achte nicht nur beim Wein darauf, sondern generell bei allen Nahrungsmitteln, die wir einkaufen. Wir kaufen sehr bewusst ein, wenn immer möglich direkt beim Biobauern, und verwenden im Alltag möglichst saisonale Produkte.

Worauf achten Sie bei der Weinwahl besonders?
Traubensorte, Winzer, Verarbeitung, Preis-Leistung, Empfehlungen von Fachleuten.

Wann und wo haben Sie den besten Wein ihres Lebens getrunken?
Einen 2007 Colomé Reserva Malbec von Donald Hess in Argentinien 2010 auf seinem Weingut auf rund 2100 Meter Höhe.

Schauen Sie selber auch «Tatort»? Bei einem Glas Wein?
Ja sicher doch, das gehört zum Sonntagabendritual.

Ihr persönlicher Favorit unter den verschiedenen «Tatort»-Produktionen?
Der aus Köln und selbstverständlich der aus Luzern (lacht).

Auf ein Glas mit… Stevan Paul

Mit hintergründigem Sprachwitz und klugem Humor tischt der in Hamburg lebende Koch, Foodblogger und Buchautor Stevan Paul pointierte Geschichten aus dem Schlaraffenland auf. Im November gastierte er in den Delinat- Weindepots in der Schweiz. Wir unterhielten uns mit ihm nach einem Auftritt im Norden Deutschlands bei einem Glas Wein über seine Bücher, seine Vorlieben für Speis und Trank und sein Gastspiel in der Schweiz.

Stevan Paul

Stevan, gerade hast du die Besucher einer Delinat-Veranstaltung in der Lüneburger Heide mit originellen Texten aus deinem Buch «Schlaraffenland» begeistert. Woher hast du dieses Talent? Hast du Schauspielunterricht genossen?
Stevan Paul (lacht): Nein, nein! Aber tatsächlich übe ich mit neuen Texten, bevor ich Lesungen gebe. Die Gäste bezahlen Eintritt und möchten einen schönen Abend geniessen. Ausserdem freue ich mich natürlich, wenn es mir gelingt, dem Publikum Appetit auf meine Bücher zu machen.

Persönlich

Stevan Paul beim anrichtenDer 1969 in Ravensburg geborene Stevan Paul erlernte bei Sternekoch Albert Bouley im Restaurant «Waldhorn» in Ravensburg den Kochberuf. Während mehrerer Jahre kochte er in verschiedenen von Gault Millau und Michelin gekrönten Küchen. Ab 1995 wandte er sich dem Schreiben zu und arbeitete während Jahren für verschiedene Food- und Genussmagazine. Seit dem Jahr 2000 ist er als selbständiger Foodstylist, Rezeptentwickler, Journalist und Kochbuchautor für Zeitschriften, Werbeagenturen und Verlage tätig. Er lebt heute in Hamburg. In seiner Freizeit betreibt Stevan Paul den Foodblog Nutriculinary.com. Dieser gehört zu den meistgelesenen Genussblogs im deutschsprachigen Raum. Inspiration findet er auf gemeinsamen Kochtopfkucker-Reisen mit seiner Frau.

www.stevanpaul.de

Die Themen für deine Geschichten findest du oft in der Gastronomie. Du hast Koch gelernt. Wie kamst du vom Kochen zur Literatur?
Ich habe immer schon gerne geschrieben, mich dann aber doch für eine Kochlehre entschieden. Das Schreiben habe ich nie aufgegeben und mit dem Kochen dann auch mein Thema gefunden. Über das Kochen und Essen lässt sich bekanntlich gut vom Leben erzählen.

Wie gelang der Durchbruch?
Am Anfang habe ich meine Texte auf Poetry Slams vorgetragen – also an literarischen Vortragswettbewerben, an denen die Zuhörer den Sieger küren. Ersten Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften folgten meine beiden Erzählbände «Monsieur, der Hummer und ich» und «Schlaraffenland». Heute habe ich auch das grosse Vergnügen, als kulinarischer Fachjournalist für Zeitungen und Magazine arbeiten zu können.

Besonders fasziniert dich die Kombination von Essen und Wein. Welches sind deine Lieblingskombinationen?
Es gibt ja nicht nur Meditationsweine. Im Alltag möchte man doch meist einfach eine schöne Flasche Wein geniessen und eine Kleinigkeit dazu essen. Junger Ziegengouda und frische Birne zu einem guten Riesling ist mein Tipp für laue Abende. Zum Steak mit Salat geniesse ich gerne junge, aber pfeffrige Rotweine. Ein leicht gekühlter, edelsüsser Rotwein passt zu reifer Mango mit Bitterschokolade.

Bio scheint dir wichtig, zumindest vermitteln Rezepte, Blogartikel und Geschichten diesen Eindruck …
Ein guter Wein ist für mich ein Naturprodukt. Er erzählt uns von dem Ort, an dem er gereift ist, vom Boden, vom Klima. Es ist erfreulich, dass immer mehr Winzer sich dafür entscheiden, ihre Weine möglichst unverfälscht in die Flasche zu bringen. Da hat Delinat sicher viel Pionierarbeit geleistet!

Du bist 2014 auch in der Schweiz aufgetreten. Wie unterscheiden sich deutscher und schweizerischer Humor?
Ich bin am Bodensee aufgewachsen, habe sogar Verwandtschaft in der Schweiz. Die Schweizer sind mir also nicht fremd (lacht). Dennoch war ich bei meiner ersten Lesung in der Schweiz im Laudinella-Hotel in St. Moritz etwas nervös. Es wurde dann aber ein grandioser Abend. Das Publikum war von grosser Herzlichkeit, und es wurde viel gelacht.

Weintipp Stevan Paul

Jetzt im Herbst freue ich mich wieder auf deutsche Klassiker wie Himmel und Erde, Bohnen und Speck, Zwiebelkuchen mit Apfel und Kümmel, das erste Sauerkraut mit Blut- und Leberwurst. Für Weine sind diese rustikalen und doch vielschichtigen Gerichte eine Herausforderung: Da spielen Säure, Raucharomen und Fett eine Rolle, da werden salzige, würzige Zubereitungen mit Äpfeln und Birnen kombiniert. Einer für alles ist für mich aus dem Delinat-Sortiment der Riesling Terra Rossa 2013 aus Rheinhessen. Der saftigsüffige Wein besticht durch ein ausgeglichenes Verhältnis von Süsse und Säure, reiche exotische Frucht und eine erfrischende Mineralität.

Riesling Terra Rossa
Rheinhessen 2013
Weingut Hirschhof
www.delinat.com/5968.17

Auf ein Glas mit… Annemarie Dietrich

Die Kundennummer 1010 ist eine ganz besondere: Sie gehört Annemarie Dietrich aus Langnau im Emmental. Seit über 25 Jahren hat die rüstige, 83-jährige Weinliebhaberin alle sechs verschiedenen DegustierService-Pakete abonniert. Ausserdem beschenkt sie rund ein Dutzend Familienmitglieder und Bekannte damit. Wir trafen sie zu Hause in Langnau auf ein Glas Wein.

Annemarie Dietrich hat seit vielen Jahren an jedem DegustierService-Paket ihre helle Freude.
Annemarie Dietrich hat seit vielen Jahren an jedem DegustierService-Paket ihre helle Freude.

Frau Dietrich, Sie gehören zu den treusten Delinat-Kundinnen. Wie kam es dazu?
Annemarie Dietrich: In den 1980er- Jahren war ich mit unserer Tochter Dorothea in Luzern an einer Messe. Dort haben wir an einem Stand Bekanntschaft mit dem Delinat-DegustierService gemacht. Mir gefiel die Idee, mittels regelmässig zugeschickter Pakete biologische Weine kennenzulernen, und ich fand die Sache unterstützungswürdig.

Persönlich

Delinat-Wein hält jung: Bestes Beispiel dafür ist Annemarie Dietrich. Die 83-jährige gelernte Krankenschwester wohnt mit ihrem Mann Jürg, einem pensionierten Arzt, in Langnau im Emmental. Während er keinen Alkohol verträgt, genehmigt sie sich jeden Abend ein Glas Rotwein.

Annemarie und Jürg Dietrich haben eine erwachsene Tochter. Während über einem Vierteljahrhundert führte das Ehepaar bis 1994 in Langnau eine Arztpraxis. Seither geniesst es den Ruhestand im Emmental oder in der schön gelegenen Ferienwohnung in Sundlauenen am Thunersee.

Sie haben gleich alle verschiedenen Pakete aus dem DegustierService abonniert?
Ja, aber nicht nur das. Delinat war ja am Anfang noch auf Geldsuche. Also haben wir dieses Pionierunternehmen auch noch mit einem Darlehen unterstützt.

Sie haben Delinat finanziell unterstützt, obwohl Ihr Mann keinen Wein trinkt?
Ja. Mein Mann kriegt vom Alkohol Kopfschmerzen und trinkt deshalb keinen Wein. Ich selber geniesse jeden Tag ein Glas Rotwein zum Nachtessen. Der persönliche Umgang von Delinat mit mir als Kundin hat mir immer sehr imponiert. Ausserdem wurde das Darlehen ja gut verzinst. Als es ein paar Jahre später zurückbezahlt wurde, war ich fast ein wenig traurig, weil die grosszügigen Zinszahlungen ausblieben.

Gab es auch Enttäuschungen mit Delinat-Wein?
Nein. Mir schmecken die Weine ausgezeichnet. Seit vielen Jahren beziehe ich alle sechs DegustierService-Angebote. Hin und wieder gibt es eine Flasche mit Zapfen, aber die werden immer anstandslos ersetzt, manchmal gibt es sogar eine obendrauf. Nahe Familienangehörige und Bekannte, denen ich den DegustierService schenke, sind ebenfalls immer des Lobes voll über dieses Weinpaket.

Jürg Dietrich verträgt keinen Wein. Seiner Frau schenkt er aber gerne ab und zu ein Glas ein.
Jürg Dietrich verträgt keinen Wein. Seiner Frau schenkt er aber gerne ab und zu ein Glas ein.

Wie kamen Sie auf die Idee, den DegustierService zu verschenken?
Schon früher stellte ich immer Delinat-Wein auf, wenn wir Gäste hatten. Wenn die Besucher den Wein genügend lobten, habe ich ihnen sogleich ein DegustierService-Abonnement geschenkt. Deshalb müssen meine Tochter, alle Nichten und Neffen und ein paar gute Bekannte heute auch Delinat-Wein trinken. Die positiven Reaktionen zeigen mir aber, dass es kein Müssen ist. Die Geschenkidee kommt überall sehr gut an – zumal man nicht bloss feinen Wein bekommt, sondern auch noch etwas Gutes für die Umwelt tut, wenn man sich für biologische Tropfen entscheidet. Ich selber habe jedes Mal eine Riesenfreude, wenn wieder ein Paket eintrifft.

Haben Sie im Verlauf der Jahre auch schon Weinperlen entdeckt, die es Ihnen besonders angetan haben?
Wenn mir ein Wein besonders gut gefällt, bestelle ich ein paar Flaschen nach. Wir haben im Dorf Sundlauenen am Thunersee eine Ferienwohnung. Dort hat es immer einen schönen Vorrat an Delinat-Weinen. Im Familienkreis werden die Weine hier zu einem guten Essen richtiggehend zelebriert. Einen besonderen Stellenwert geniesst dabei die Reserva Martí von Albet i Noya. Wir nennen ihn einfach «Händli-Wy», weil auf der Etikette zwei kleine Hände aufgedruckt sind. Das Regal mit diesem wertvollen Wein ist mit einem Schild «Händli weg» versehen. Persönlich mag ich aber auch den günstigeren Vinya Laia von Albet i Noya sehr gerne.

Was könnte Delinat besser machen?
Früher war bei Delinat vieles sehr persönlich und handgestrickt. Das ist bei mir immer sehr sympathisch rübergekommen. So hat mich der Chauffeur, der jeweils den Wein brachte, immer zuerst angerufen und gefragt, ob er nach Langnau oder in die Ferienwohnung nach Sundlauenen liefern soll. Einmal hat er sogar am Sonntagmorgen noch Wein geliefert, den wir für eine Familienfeier zu spät bestellt hatten. Mit dem starken Wachstum von Delinat ist dieses Familiäre verständlicherweise etwas in den Hintergrund gerückt. Mir ist es aber ein Anliegen, dass die unkomplizierte persönliche Beziehung möglichst erhalten bleibt.

DegustierService
1987 führte Delinat den Degustier- Service (DS) ein. Das Angebot in sechs verschiedenen Varianten ist das erfolgreichste Weinpaket Europas. Sieben von zehn Delinat- Kunden haben eines oder mehrere Pakete abonniert. Am beliebtesten ist das Rotweinpaket. Daneben gibt es Pakete mit exklusivem Rotwein, Weisswein, Schaumwein, Rosé sowie das Überraschungspaket Surprise zu Weihnachten.

Je nach gewählter Sorte wird zwei- bis viermal pro Jahr automatisch ein Paket mit drei oder ein Doppelpaket mit sechs Flaschen zum Vorzugspreis und portofrei ins Haus geliefert. Das Abonnement ist jederzeit ohne Kostenfolge modifizier- oder kündbar. Dank vielen Hintergrundinformationen und Tipps kommt jedes Paket als «flüssiger Weinkurs» daher und bietet so nicht nur Genuss, sondern steigert langsam, aber stetig das Weinwissen.

Das gesamte DS-Angebot finden Sie unter www.delinat.com/degustierservice.

 

Auf ein Glas mit… Algiona Rauch und Renato Vitalini

Das Wohlfühlhotel Curuna in Scuol ist wohl der einzige Gastrobetrieb im Engadin, der konsequent auf biologische Küche setzt. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch Delinat-Weine. Wir trafen Gastwirtin Algiona Rauch und ihren Sohn Renato Vitalini auf ein Glas Wein und unterhielten uns über persönliche Vorlieben und das Wohlgefühl.

Algiona Rauch und Renato Vitalini
Algiona Rauch und ihr Sohn Renato setzen in ihrem Gastrobetrieb seit Jahren auf Delinat-Weine.

Sie bezeichnen das Curuna als Wohlfühlhotel. Was verstehen Sie darunter?
Renato Vitalini: Wir sind ein kleines Hotel, in dem man sich wie in einer Familie zu Hause fühlen soll. Ein wichtiger Wohlfühlaspekt sind Essen und Trinken. Wir setzen in unserer edel ausgestatteten Pizzeria Giovanni auf reine Bioküche mit italienischen Spezialitäten. Wir gehen also nicht den hier üblichen Weg mit Bündner-Spezialitäten wie Capuns und Maluns, die in typischer Arvenstübli-Atmosphäre serviert werden.

Persönlich
Algiona Rauch und ihr Sohn Renato Vitalini sind waschechte Engadiner. Die Familie stammt aus Scuol und führt das Wohlfühlhotel Curuna im Herzen des bekannten Bündner Ferienorts in dritter und vierter Generation. Gekauft hat es der Grossvater von Algiona Rauch im Jahr 1920. Zum kleinen Familienhotel gehört die Pizzeria Giovanni, die einzige Pizzeria der Schweiz, die als Bio Goût Mieux zertifiziert ist. Ständig frische und saisonale Küche ist eine Selbstverständlichkeit. Die Weinkarte besteht zu 100 Prozent aus biologischen Weinen aus der Schweiz, Italien, Spanien, Portugal und Österreich. Ein grosser Teil davon kommt aus dem Delinat-Sortiment. Renatos Frau Michaela arbeitet ebenfalls im Curuna mit. Familiäre Atmosphäre, Komfort und Einfachheit werden hier grossgeschrieben. www.curuna.ch
Renato Vitalini als Pizzaiolo
Hat der Pizzaiolo mal frei, wird Renato Vitalini selbst zum Pizzabäcker.

Was ist am Curuna sonst noch speziell?
Algiona Rauch: Wir haben alle 19 Hotelzimmer nach Feng Shui gestaltet. Die aus China stammende Lehre orientiert sich an Wind und Wasser. Ziel ist es, mit Feng Shui im ganzen Haus die positiven Energieflüsse zu stärken. Zudem arbeiten wir mit ätherischen Ölen. Das Hotel duftet jeden Tag nach einem andern Öl. Abwechslungsweise kommen 15 verschiedene Duftessenzen, allesamt aus biologischer Herkunft, zum Zug. So duftet es im Hotel mal nach Orange, mal nach Zitrone, Limette oder nach Zirbelkiefer. Der höchstgelegene Arvenwald Europas liegt ja direkt vor unserer Haustüre. Als ausgebildete Ayurveda-Spezialistin biete ich unseren Hausgästen auch ayurvedische Massagen an, die den Energiefluss fördern, gegen Stress und Nervosität wirken und wohltuend für Geist und Seele wirken.

Sie setzen sowohl beim Essen wie bei der Weinkarte voll auf biologische Produkte. Weshalb?
Algiona Rauch: Ich selber ernähre mich schon lange mit biologischen Produkten, ganz einfach, weil sie besser schmecken und zu meinem Wohlbefinden beitragen. Dank dem DegustierService-Rotwein von Delinat habe ich die biologischen Weine entdeckt. Nach und nach haben wir so auch in unserem Gastronomiebetrieb Küche und Weinkarte vollständig auf Bio umgestellt.

«Bei Delinat kriegt man gute Weine für wenig Geld.»
Renato Vitalini

Haben das die Gäste auf Anhieb akzeptiert?
Algiona Rauch: Am Anfang wurden wir dafür belächelt. Und es gab tatsächlich Stammgäste, die uns deswegen den Rücken gekehrt haben. Vielleicht hatten sie Angst, sie könnten sich allzu gesund ernähren. Auf der andern Seite haben wir sehr viele neue Gäste dazugewonnen. Mittlerweile haben wir wieder eine sehr grosse Stammkundschaft. Es sind sogar schon einige Skeptiker zurückgekommen. Wohl wegen der immer grösseren Akzeptanz von biologischen Produkten und weil sie gemerkt haben, dass die Produkte, die wir in unserer Küche verwenden, einfach noch etwas besser sind.

Wein aus biologischem Anbau hat gerade bei sogenannten Weinkennern noch immer einen schweren Stand. Stellen Sie das auch fest?
Renato Vitalini: Ja, die Skeptiker gegenüber biologischen Weinen existieren noch immer. Wenn sie dann aber unsere Weine trinken, sind sie von Preis und Qualität vielfach sehr positiv überrascht. Es ist eine Tatsache: Die Weine aus biologischem Anbau werden immer besser.

«Dank dem DegustierService habe ich
die biologischen Weine entdeckt.»
Algiona Rauch

Was überzeugt an den Delinat-Weinen besonders?
Renato Vitalini: Bei Delinat kriegt man gute Weine für wenig Geld. So können wir den Wein im Restaurant zu einem guten Preis anbieten. Bei uns bekommt man eine gute Flasche für 40 bis 60 Franken. Im Curuna wird übrigens sehr viel Wein getrunken. Er macht bei uns den Hauptumsatz bei den Getränken aus.

Wo liegen Ihre persönlichen Vorlieben?
Renato Vitalini: Ich stehe besonders auf die Spanier. Irgendwie habe ich mich in die Tempranillo-Traube verliebt. Zu meinen Favoriten gehört der San Domingo Indigo aus Katalonien. Algiona Rauch: Ich mag am liebsten die italienischen Weine. Eine spezielle Vorliebe habe ich für das Südtirol und die Sorte Merlot. Aber es kann auch ein Wein aus der Toskana sein. Von Delinat mag ich auch die Sizilianer sehr gerne, etwa den Nero d’Avola Corrado.

Weintipp Algiona Rauch
Den Valdega Reserva aus der Navarra haben wir gerade neu entdeckt. Für uns gab es zwei Gründe, diesen Wein zu probieren: Zum einen ist es eine Cuvée, die aus unseren Lieblingssorten Tempranillo und Merlot gekeltert ist, zum andern hat uns der Wein angesprochen, weil die Trauben am spanischen Jakobsweg wachsen. Ein sehr feiner, geschmeidiger und harmonischer Tropfen, der es wohl demnächst auf unsere Weinkarte schafft.

Valdega Reserva
Navarra DO 2009
Bodegas y Viñedos Quaderna Via
www.delinat.com/1771.09