Was ist Permakultur?

Permakultur setzt sich aus den beiden Wörtern «permanent» und «Agrarkultur» zusammen. Die Permakultur ist eine Bewirtschaftungsform, mit der Ökosysteme gestärkt, Bodenfruchtbarkeit erhöht, Bearbeitung vereinfacht und Ertrag gesteigert werden kann. Vorbild für die Permakultur ist die Natur mit einem geschlossenen Nährstoffkreislauf. Die Australier Bill Mollison und David Holmgren haben in den 1970er Jahren die Grundgedanken und den Begriff der Permakultur begründet.

Ein Grundprinzip der Permakultur gilt der Wasserrückhaltung. Wichtiger als das Sammeln in Teichen ist das Versickern lassen. Das Gelände im Bild fällt von links ab, die Gemüsebeete verlaufen exakt horizontal und sorgen dafür, dass auch Starkregen nicht wegfliesst, sondern sich zwischen den Beeten sammelt und versickert.

Die Permakultur beschreibt unter anderem interessante Methoden, um in trockenen Gebieten den Boden das ganze Jahr fruchtbar zu erhalten. In ausgeklügelter Weise wird Regenwasser auf der Parzelle zurückgehalten, damit auch nach längeren Trockenperioden die Erde noch feucht bleibt (Wasserretention).

Das geniale Konzept der Permakultur –
von der Natur abgeschaut

Permakultur heisst nicht nur Wassermanagement. Bill Mollison hatte es so definiert: «Ziel einer permakulturellen Planung sind die Erhaltung und schrittweise Optimierung, um ein sich selbst regulierendes System zu schaffen, das höchstens minimaler Eingriffe bedarf, um dauerhaft in einem dynamischen Gleichgewicht zu bleiben.» Das System soll stets produktiv und anpassbar bleiben. Vorbild sind Selbstregulationsprozesse, die in Ökosystemen wie Wäldern, Teichen und Seen beobachtet werden können.

Ein Musterbeispiel für Permakultur: das Projekt Tamera im heissen Alentejo

Wie gut das funktioniert, zeigt eindrucksvoll das Projekt «Tamera» im heissen Alentejo. In wenigen Jahren ist Tamera zu einer der fruchtbarsten Farmen im Süden Portugals geworden. Das Konzept dafür stammt vom österreichischen Permakultur-Guru Sepp Holzer. Im Rahmen eines Delinat-Winzerseminars statteten die Delinat-Winzer dem Projekt einen Besuch ab. Lesen Sie hier die spannende Reportage in der WeinLese vom August 2017.

Permakultur für den Weinbau der Zukunft

Humusgehalt und Bodenfruchtbarkeit können im Weinberg erhalten und zurückgewonnen werden. Wichtige Lösungsansätze sind reduzierte Bodenbearbeitung, auf den Boden abgestimmte Begrünung, Zugabe von Kompost, der mit mineralischen Zusätzen wie Ton, Lehm oder Gesteinsmehl aufbereitet wird sowie die Bodenbedeckung mit Mulch.

Ein gutes Permakultur-Design bedarf grosser Erfahrung. Es steht am Anfang jeglichen Handelns, gefolgt von exakter Messung der Topografie. Oft sind grosse Maschinen im Einsatz, die die Erdmassen so formen, dass die Bedingungen für ein selbstregulierendes System ideal sind.

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