Häufige Fragen zum neuen Lieferkonzept

Lieferdauer

Weshalb und wie lange kommt es noch zu Lieferverzögerungen?

Verpackungsmaterial

Die neuen Versandkartons sind sehr gross und oft gefüllt mit Polstermaterial. Ist das noch ökologisch?

Weshalb werden z.B. Honige oder andere Einzelartikel in 3er-Kartons verschickt?

Rückgabe der Leerkartons

Wie und wann können die Delinat-Kartons zurückgegeben werden?

Weshalb nimmt «Päckli-Punkt» die Versandkartons nicht entgegen (nur für die Schweiz)?

Auslieferung

Weshalb wird in der Schweiz neu mit Planzer/privatem Zusteller ausgeliefert?

Kann bei Planzer eine Abstellermächtigung hinterlegt werden?

Kann ein bevorzugter Zusteller ausgewählt werden?

Rechnungsstellung

Weshalb werden die Rechnungen nicht mehr den Paketen beigelegt?

Welche alternative Bezahlungsmöglichkeiten habe ich?

Warum werden die Rechnungen online nicht in dem „Mein Konto“-Bereich angezeigt?

Die Antworten zum neuen Lieferkonzept

Lieferdauer

Weshalb und wie lange kommt es noch zu Lieferverzögerungen?

Dank unserem neuen Lieferkonzept werden wir künftig in der Lage sein, unsere Produkte noch flexibler, schneller, ökologischer und daher noch umweltschonender auszuliefern. Inzwischen haben sich die meisten Prozessanpassungen, welche im Rahmen dieser Umstellung geändert werden mussten, eingespielt, so dass wir aktuell eine Lieferdauer von 3 – 5 Arbeitstagen nach Bestelleingang in aller Regel einhalten können. Trotzdem kann es in den kommenden Wochen noch zu Verzögerungen kommen. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch diese in den Griff bekommen und bald den gewohnt hohen Delinat-Service bieten können. Bis dahin bitten wir noch um Geduld.

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Verpackungsmaterial

Die neuen Versandkartons sind sehr gross und oft gefüllt mit Polstermaterial. Ist das noch ökologisch?

Die neuen Versandkartons sind stärker als die bisherigen, sodass sie jede Art von Transport gut überstehen und die Weinflaschen keinen Schaden nehmen. Die passende Verpackungsgrösse wird aktuell anhand der bestellten Weine (respektive der Flaschenformen) automatisch vom System berechnet und in der Packstrasse können dann leider derzeit keine manuellen Eingriffe vorgenommen werden. Da wir die Anzahl verschiedener Karton-Typen so gering wie möglich halten wollen, werden «bauchige» Flaschenformen (Burgunderflaschen) automatisch dem grösseren Versandkarton zugeordnet als etwa Bordeaux-Flaschen, da sie im kleineren Versandkarton keinen Platz haben. Uns ist bewusst, dass dieses System noch nicht in jedem Falle optimal ist und wir arbeiten laufend daran, den Service zu verbessern.

Übrigens: Die Kartons sind so robust, dass wir sie mehrfach wiederverwenden können. Sie brauchen sie also nicht zu entsorgen, sondern können die Delinat-Kartons (inklusive Polstermaterial) bei vielen Kiosken in der Schweiz kostenlos aufgeben. Im Mai starten wir zudem einen Test einem Rückgabe-System mit der Firma Planzer.

Deutsche Kundinnen und Kunden können für die Kartonrückgabe die neue Rücksendebox anfordern: www.delinat.com/ruecksendebox

Weshalb werden z.B. Honige oder andere Einzelartikel in 3er-Kartons verschickt?

Diese Artikel werden automatisch mit dem kleinsten Versandkarton verschickt. Das ist derzeit der 3er-Karton. Ab April 2019 werden Einzelartikel jedoch in einem 1er-Karton verschickt.

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Rückgabe der Leerkartons

Wie und wann können die Delinat-Kartons zurückgegeben werden?

In der Schweiz:
Die Delinat-Kartons können bereits heute an den «Päckli-Punkten» abgegeben werden. Alle Informationen dazu finden Sie hier. Natürlich können Delinat-Kartons auch an unseren Standorten abgegeben werden: Hier finden Sie alle Adressen.

Im Mai beginnt ein Test, bei dem Planzer bei der Auslieferung auch die leeren Kartons von früheren Lieferungen zurück nimmt. Dazu braucht es lediglich ein Hinweis bei der Bestellung. Das Ziel ist in jedem Fall, Leerkartons bei Auslieferungen zurück zu nehmen.

In Deutschland und Österreich
Stufenweise führen wir das neue Rückgabesystem ein und testen die Delinat-Rücksendebox. Diese wird per DHL geliefert und kann mit Leerkartons gefüllt kostenfrei an Delinat zurück geschickt werden. Die Rücksendebox fasst etwa 10 kleine Delinat-Kartons oder 6 grosse. Hier können Sie die neue Box anfordern: www.delinat.com/ruecksendebox

Bitte beachten Sie: Die Kartons dürfen für die Rücksendung nicht zusammengefaltet werden. Auch Polstermaterial und Korken können Sie an uns zurück schicken. Den gefüllten Rücksendekarton können Sie dann direkt dem DHL-Fahrer mitgeben oder bei DHL abgeben: Auf dem Adressaufkleber, den Sie sich von der Seite www.delinat.com/ruecksendebox laden und drucken können, finden Sie einen Link mit den nächsten Abgabestellen.

Sobald die Kartonrückgabe in Deutschland erfolgreich läuft, werden wir erste Tests auch in Österreich starten.

Weshalb nimmt «Päckli-Punkt» die Versandkartons nicht entgegen (nur für die Schweiz)?

Leider kommt es ab und zu vor, dass die Annahmestelle die Entgegennahme der Kartons verweigert. Oftmals wird dabei nach einem Kleber oder Label gefragt. Weisen Sie in einem solchen Falle das Personal darauf hin, dass im Falle der Delinat-Kartons kein zusätzliches Label vonnöten ist. Jede Rückgabestelle verfügt über einen neutralen Code, über den sie die Versandkartons erfassen kann.

Sollten Probleme auftauchen, bitte schreiben Sie uns eine E-Mail an kundenservice@delinat.com mit einem Vermerk, welche Annahmestelle betroffen ist, sowie Datum und Uhrzeit des Vorfalls.

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Auslieferung

Weshalb wird in der Schweiz neu mit Planzer/privatem Zusteller ausgeliefert?

Zuverlässigkeit / Flexibilität:
Wir haben uns unter anderem für eine Zusammenarbeit mit Planzer entschieden, da sie eine Reihe zuverlässiger und flexibler Zustellungsmöglichkeiten bieten, die komfortabel über deren Webseite erfasst werden können. Uns ist bewusst, dass noch nicht alles reibungslos verläuft und die Zustellung durch Planzer auch ihre Grenzen hat. Aus diesem Grund wird es in Zukunft möglich sein, bei einer Bestellung jeweils auch den bevorzugten Zusteller auswählen zu können. Bis dies umgesetzt ist, wird es aber noch einige Wochen dauern.

Ökologie:
Die Post ist überlastet und nimmt immer mehr Fahrzeuge in Betrieb. Allein die Pakete aus Fernost nötigen die Post, neue Paketzentren zu bauen und Fahrzeugflotten auszubauen. Andere Dienstleister fahren ebenfalls mit vollen Fahrzeugen. Die Post allein würde das Volumen heute nicht mehr stemmen können.

Planzer hat uns unter anderem durch ihr sehr ausgeklügeltes Logistik- und Zustellsystem überzeugt, welches Aufträge auch zeitlich sinnvoll und effektiv bündelt und so Leerfahrten so weit wie möglich verhindert. Ausserdem wird für längeren Strecken auf die Schiene umdisponiert. Und für die Zustellung auf der «letzten Meile» setzt Planzer unter anderem schon heute Elektro-LKW oder Cargobikes ein. Leider noch nicht flächendeckend.

Uns ist bewusst, dass die Zustellung durch Planzer (gerade in etwas abgelegenen oder schwer zugänglichen Orten) auch ihre Grenzen hat. Aus diesem Grund wird es in Zukunft möglich sein, bei einer Bestellung jeweils auch den bevorzugten Zusteller auswählen zu können. Bis wir diese Lösung anbieten können, wird es aber noch einige Wochen dauern.

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Kann bei Planzer eine Abstellermächtigung hinterlegt werden?

Ja, auf der Planzer-Online-Plattform können diese sowie weitere Einstellungen einfach hinterlegt werden. Alternativ übernehmen wir das auch für Sie. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an kundenservice@delinat.com

Kann ein bevorzugter Zusteller ausgewählt werden?

Ja, ab April 2019 können Sie bei einer Bestellung Ihren bevorzugten Zusteller wählen (Für die Schweiz: Planzer/Post; für Deutschland: DHL/Hermes).

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Rechnungsstellung

Weshalb werden die Rechnungen nicht mehr den Paketen beigelegt?

Die Beilage direkt im Paket ist leider systemtechnisch (mit Ausnahme der DegustierService-Pakete) nicht mehr möglich. Sie erhalten die Rechnung jeweils kurz vor der Lieferung per E-Mail (sofern eine Adresse bei uns vorhanden ist) respektive per separater Briefpost zugestellt.
Wenn Sie die Rechnung per E-Mail erhalten und Sie zusätzlich eine Rechnung per Briefpost wünschen, können Sie uns dies einfach mit einer E-Mail an kundenservice@delinat.com mitteilen.

Welche alternative Bezahlungsmöglichkeiten habe ich?

Die meisten Kundinnen und Kunden zahlen per Rechnung. Sie können aber auch per Kreditkarte (Master Card, Visa) oder PayPal bezahlen. In Deutschland ist ausserdem die Zahlung per Sofortüberweisung und durch Bankeinzug möglich. Für die Schweiz planen wir die Zahlung mit Postfinance-Card und TWINT sowie per eBill (E-Rechnung) bis zum zweiten Halbjahr 2019.

Warum werden die Rechnungen online nicht in dem «Mein Konto»-Bereich angezeigt?

Den einzelnen Bestellungen und den Rechnungsbetrag zeigen wir Ihnen bereits an. Bis zum Mai werden Sie Ihre Rechnung auch im PDF-Format in «Mein Konto» herunter laden können.

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Bienenhonig – eine rare Delikatesse

Für ein einziges Kilogramm Honig legen Bienen Zehntausende von Kilometern zurück. Mit dem Einbringen des Nektars ist es aber nicht getan. Dann erst beginnt der aufwändige Prozess des Trocknens und Einlagerns des Honigs in die Waben. Und parallel dazu will die Königin versorgt und die Brut ernährt werden.

Die naturnahe Imkerei

Biene in der Blüte

Aber nicht nur die Bienen arbeiten hart. Auch der Aufwand der naturnah arbeitenden Imker ist enorm. Mit der Aufzucht gesunder eigener Königinnen wirken sie der Schwächung ihrer Völker entgegen. Sie verzichten auf den Einsatz chemischer Produkte gegen Krankheiten und Seuchen. Parasiten dämmen sie mit natürlichen Mitteln wie Ameisensäure und ätherischen Ölen ein. Sie lassen ihre Bienen nur an entlegenen Standorten ausfliegen, fernab von Industrie, Strassen und anderer Umweltverschmutzung. Und ein Punkt ist besonders wichtig: Im Unterschied zur konventionellen Imkerei lassen Delinat-Imker den Bienen genügend eigenen Honig als Winterfutter im Stock. Dieser stärkt ihre Widerstandskraft und sichert den Fortbestand der Bienenvölker.

Doch die Umstände, einen reinen, naturbelassenen Honig zu gewinnen, werden immer schwieriger. Krankheiten, Wetterkapriolen, Umweltverschmutzung, Pestizide und eingeschleppte Parasiten schwächen und dezimieren die Bienenvölker. Kumulieren sich diese Faktoren, können massive Ernteausfälle entstehen.

Geeignete Bienenstandorte

Wie wichtig der Standort der Bienenvölker ist, musste ich als Freizeitimker in der Lüneburger Heide im letzten Herbst selbst erleben: Meine zwei Völker waren im Frühjahr und Sommer  prächtig gediehen. Häufig freute ich mich – auf der Terrasse sitzend – am emsigen Treiben vor den Bienenstöcken. Dabei hatten die fleissigen Immen reichlich Honig eingetragen. Der reichte für den Wintervorrat der Bienen und den Jahresvorrat meiner Familie.

Bienen in der Einraumbeute
Reges Treiben schon in der Märzsonne

Im Herbst bei der letzten Kontrolle vor dem Winter, machte ich eine schockierende Entdeckung: Beide Völker waren eingegangen! Da genügend Futter vorhanden war, auch kaum Varroabefall zu verzeichnen, stand ich zunächst vor einem Rätsel. Ein befreundeter Bio-Landwirt konnte es auflösen: Im heissen September 2016 flogen die Bienen – anders als in normalen Jahren bei uns im Norden – fleissig weiter aus, um Futter einzutragen. Ebenfalls im September bringen konventionelle Landwirte auf ihren Feldern bestimmte Pestizide aus. Im letzen Jahr haben diese Pestizide auf den umliegenden Feldern meinen Bienen wohl den Garaus gemacht. Auch im Imkerverein hatten viele Imker ähnliche Erfahrungen gemacht. Eine Imkerfreundin hingegen lebt auf einem grossen Bio-Hof in der Nähe und hatte keine Verluste zu beklagen…

Wo kommt der Delinat-Honig her?

Anders als wir Hobbyimker müssen die Profis natürlich mehr tun, um ihre Völker zu schützen und die Ernte zu sichern. Die nach strengen biologischen Richtlinien arbeitenden Delinat-Imker stehen aber immer wieder vor neuen Herausforderungen, z.B. möglichst unbelastete Reviere für ihre Bienen zu finden. Darin sind sie wahre Meister. Dank langjähriger Erfahrung kennen sie unberührte Weideplätze, wo die Bienen ungestört ihre süsse Nahrung finden.

Der abgelegene nordbulgarische Naturpark Russenski Lom ist so eine Gegend. Von hier kommt unser aromatischer Blütenhonig. Oder das noch ursprüngliche westbulgarische Stara-Gebirge, wo milder Akazienhonig aus dichten Robinienwäldern gewonnen wird.

An Spaniens nördlicher Atlantikküste sind es blühende Strauch-Landschaften, die einen herrlich würzigen Heidehonig hergeben. Der ebenfalls würzige Kastanienhonig kommt aus den urigen Wäldern der abgelegenen Bergregionen Asturiens.

Bienestand in Asturien
Bienenstand in der unberührten Natur Asturiens

Auch in Italien kennen unsere Imker hervorragende Standorte für ihre Bienen. Aus der wildromantischen Landschaft zwischen Ionischem Meer und Apennin in der Basilikata kommt der köstliche Süsskleehonig. Und im benachbarten Kampanien wird der zartduftende Zitronenhonig gewonnen.

2016 – ein weiteres schwieriges Imkerjahr

Auch im Jahr 2016 waren die Erntemengen in weiten Teilen Europas gering. Davon blieben auch die Delinat-Imker nicht verschont, trotz geeigneter Standorte (ohne Pestizidbelastung), umsichtiger Pflege und sorgfältiger Betreuung ihrer Völker. Dank langjähriger Erfahrung kennen sie zwar viele unberührte Weideplätze, wo Bienen ungestört ihre süsse Nahrung finden. Falls diese aber witterungsbedingt fehlt, sind auch sie machtlos.

In Bulgarien haben Regenfälle bis im Frühsommer die Bienen am Ausfliegen gehindert, so dass Akazien- und Korianderhonig komplett ausgefallen sind. In Spanien waren Trockenheit und hohe Temperaturen das Problem. Bei Silvia und Christoph Gaupp-Berghausen fiel die Ernte so klein aus, dass der Honig gerade für die Winterfütterung der Bienen reichte. Etwas besser erging es den Imkern in Italien, doch auch sie melden aufgrund verbreiteter Trockenheit kleine Erntemengen.

Weil sich schwierige Jahre mit kleinen Ernten häufen, halten wir es wie die Bienen und lagern von den jeweils verfügbaren Erträgen immer etwas auf Vorrat ein, so dass wir bisher Jahr für Jahr eine breite Auswahl an feinsten Delinat-Honigen anbieten können.

Die Hoffnungen ruhen auf den Bio- (und Freizeit-)Imkern

Engagierte Imker sorgen mit viel Aufwand und Liebe zur Natur für reine, naturbelassene Honige erster Güte. Nachdem die Imkerei lange rückläufig war, ist unter den Freizeitimkern das so genannte «Urban Beekeeping»  in den letzten Jahren ein richtiger Trend geworden. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Stadt ein hervorragender Bienen-Standort ist: Begrünte Dachterrassen, Parks, Kleingärten und Brachflächen sorgen für ein vielfältiges Blütenangebot – mit nur geringem Pestizideinsatz. Wer es einmal in die Imkerei reinschnuppern möchte: Ich bin gern mit Adressen behilflich.

Auf den engagierten Bio- und Freizeit-Imkern ruhen die Hoffnungen, dass die Bienen auch in Zukunft fliegen und uns weiterhin mit dieser süssen und gesunden Delikatesse verwöhnen.

So finden Sie den passenden Wein

Im Wein liegt die Wahrheit. Schon möglich. Aber bezüglich Anbaumethoden, Vinifikation und Inhaltsstoffen liegt sie weitgehend im Verborgenen. Wer weiss schon, wie sein Lieblingswein hergestellt wurde? Die Frage, wie viel Schwefel der Winzer zugesetzt hat, wie hoch der Histamin- oder Säuregehalt eines Weines ist, ist nicht nur für Allergiker interessant.  Auch ob sich der Winzer  für die Biodiversität engagiert, ob es Blühstreifen im Weinberg gibt, wie viele Büsche er gepflanzt hat – das kann kaum ein Weinliebhaber sagen.

weinbereitung

In vino veritas – endlich!

Wie viel Kupfer hat der Winzer zum Pflanzenschutz gebraucht? Wurde im Weinkeller der Most geschwefelt? Hühnereiweiss zur Schönung eingesetzt? All diese Fragen beantwortet die neue Weinsuche. Mit wenigen Klicks filtern Sie nach 775 Parametern  (wahrscheinlich Weltrekord!). Denn nicht nur 137 An- und Ausbaudetails sowie 71 Analysewerte stehen als Suchfilter zur Verfügung, auch den Anteil der Traubensorten können Sie festlegen, oder einfach nach Weinstilen, Regionen oder passenden Speisen filtern.

Probieren Sie es selbst aus! Damit es Spass macht, haben wir ein paar «Übungsaufgaben» für Sie vorbereitet (die Lösungen finden Sie weiter unten):

  1. Suchen Sie einen feinen, eleganten Weisswein mit mindestens zwei Delinat-Schnecken zum Auftakt des Abends.
  2. Dann benötigen Sie einen kräftigen, opulenten Rotwein zum Hauptgang des Festmenüs. Sie bevorzugen Weine mit Holznoten. Weine, in denen die Traubensorte Syrah enthalten ist, gefallen Ihnen meist sehr gut.
  3. Nun suchen Sie einen Wein für ein vegetarisches, pikantes Curry. Er sollte maximal 13% Alkohol enthalten und vegan erzeugt worden sein. Ihr Besuch reagiert empfindlich auf stark geschwefelte Weine.
  4. Als nächstes forschen Sie nach einem Rotwein für Ihre Party. Sie erwarten trinkfreudige Gäste und möchten daher nicht mehr als 12 Franken bzw. 8 Euro pro Flasche ausgeben. Der Wein soll kein Exot sein, Sie möchten sicher gehen, dass er bei der Mehrheit gut ankommt.
  5. Sie haben eine Vorliebe für rote Portugiesen, leiden aber unter einer Histamin-Unverträglichkeit. Welche Weine finden Sie?
  6. Oder Sie lieben Weine aus der Toskana, haben aber höchste Ansprüche an den Pflanzenschutz. Der Einsatz von Kupfer  und Schwefel im Weinberg mag noch unumgänglich sein, sie wollen aber sicher gehen, dass für Ihren Wein nur minimale Mengen eingesetzt wurden.

Hier gehts zur Weinsuche – wer weiss, vielleicht wartet am Ende der Suche ein neuer Lieblingswein auf Sie? Und das Beste: Wenn Sie detailliert nach Ihren Vorlieben gefiltert haben, können Sie diesen Filter ganz einfach speichern. So können Sie bei jedem Besuch mit einem Klick nachsehen, ob es neue Entdeckungen gibt, die genau Ihren Präferenzen entsprechen.

Filter speichern und Weinpaket gewinnen

weinsuche

Und damit das Spielen mit der neuen Weinsuche noch mehr Spass macht, verlosen wir 10 Probierpakete «Provenzalisches Festmenü» unter allen «Pionieren», die bis zum nächsten Donnerstag, dem 17. November um Punkt 12:00 Uhr mindestens einen Suchfilter gespeichert haben. Da macht die Suche gleich doppelt Freude!

Mitmachen ist ganz einfach: Wählen Sie ein paar geeignete Artikelfilter aus und drücken Sie auf «Filter speichern». Wenn Sie sich in «Mein Konto» anmelden, werden die gespeicherten Filter automatisch in Ihr Kundenkonto übernommen und Sie nehmen an der Verlosung teil.  Hier gehts zur neuen Weinsuche.

Update: Hunderte von Filtern wurden abgespeichert. Die Pakete sind auf dem Weg zu den Gewinnern, die wir per Email informiert haben. Herzlichen Glückwunsch!

Sagen Sie uns Ihre Meinung: Ist uns die neue Weinsuche gelungen?

In den letzten Monaten haben wir intensiv an der neuen Weinsuche gearbeitet, denn wir wollten zeigen, dass es auch anders geht: Mit wenigen, leicht erreichbaren Klicks sollten Sie beim gewünschten Wein landen. Ist uns das gelungen? Bitte hinterlassen Sie Ihre Erfahrungen beim Suchen (und Finden!) unten in den Kommentaren. Wir freuen uns auch auf Anregungen und Wünsche. Herzlichen Dank!

Die Lösungen für die Übungsbeispiele:

  1. Etwas Feines zum Beginn des Abends:
    Eleganter Weisswein zum Apéro, aber bitte mit mindestens 2 Delinat-Schnecken ausgezeichnet!
  2. Einen Wein zum Hauptgang des Festmenüs:
    Opulente Weine mit Holznoten und der Traubensorte «Syrah»
  3. Diese Weine schmecken (nicht nur) vegan lebenden Menschen:
    Passt zum Vegi-Gericht, höchstens 13% Alkohol, vegan und schwefelarm
  4. Ein preiswerter Rotwein für die Party, aber Sie möchten sicher gehen, dass er gut ankommt?
    Schweizer filtern  nach:
    Rotwein bis 12 Franken, Kundenbewertung nach Preis-Leistung und Geschmack min. 4 Sterne
    EU-Bewohner filtern nach:
    Rotwein bis 8 Euro, Kundenbewertung nach Preis-Leistung und Geschmack min. 4 Sterne
  5. Sie haben eine Vorliebe für rote Portugiesen, leiden aber unter einer Histamin-Unverträglichkeit:
    Rotweine aus Portugal, maximal 8g Histamin pro Liter
  6. Sie lieben Weine aus der Toskana, haben aber höchste Ansprüche an den Pflanzenschutz:
    Weine aus Region Toskana, 3 Schnecken für Kupfer- und 3 Schnecken für Schwefeleinsatz

 

 

 

Auf ein Glas mit … Monika Griefahn

Monika Griefahn engagiert sich seit weit über 30 Jahren für die Umwelt. Die ehemalige Greenpeace-Aktivistin und Umweltministerin aus Niedersachsen macht sich heute für eine Welt ohne Abfall (Cradle to Cradle) stark. Wir trafen sie am Rande eines Kongresses in Lüneburg zum Gespräch bei einem Glas Delinat-Wein.

Sie haben 1980 das deutsche Greenpeace-Büro in Hamburg mit aufgebaut. Im gleichen Jahr gründete Karl Schefer Delinat. War die Zeit reif für ökologisches Engagement?
Monika Griefahn: Ich glaube schon. Die Anti-Atomkraft-Bewegung nahm damals ihren Anfang. Auch der saure Regen in den 70er Jahren erzeugte ein Bewusstsein für die Umwelt. Wir wollten nicht nur protestieren, sondern die Zukunft aktiv gestalten und Alternativen entwickeln – wie auch Karl Schefer. Greenpeace hat zum Beispiel damals schon das Ein-Liter-Auto und den FCKW-freien Kühlschrank propagiert.

Monika Griefahn Anfang der 80er Jahre bei einer Greenpeace-Aktion …
Monika Griefahn Anfang der 80er Jahre bei einer Greenpeace-Aktion …

Persönlich
Dr. Monika Griefahn ist Gründungsmitglied von Greenpeace Deutschland. Von 1980 bis 1990 organisierte sie Kampagnen für den Schutz der Nordsee und gegen die chemische Verschmutzung der Meere und Flüsse. Von 1990 bis 1998 war sie Umweltministerin in Niedersachsen. Damals wie heute setzt sie sich ein für erneuerbare Energien sowie für eine nach Cradle to Cradle optimierte Produktion – also für eine Welt ohne Abfall. Bis 2009 war Monika Griefahn Mitglied des Deutschen Bundestags.

2012 gründete sie die Monika Griefahn GmbH institut für medien umwelt kultur. Bei einem Kreuzfahrtunternehmen ist sie seit 2012 für den Bereich Umwelt und Gesellschaft verantwortlich. Monika Griefahn ist vielfältig ehrenamtlich tätig – unter anderem in der Right Livelihood Award Foundation (Alternativer Nobelpreis) und im Verein Cradle to Cradle.

Greenpeace war und ist bekannt für (manchmal umstrittene) medienwirksame Aktionen. Welche war die spektakulärste Kampagne, bei der Sie mitwirken konnten?
Da gab es einiges … Am spektakulärsten war die Kampagne gegen Dünnsäureverklappung in der Nordsee. Aber solche Aktionen müssen Teil einer Kampagne sein, für sich alleine bringen sie nichts.

Nach Ihrer Zeit bei Greenpeace waren Sie als niedersächsische Umweltministerin tätig. Wo konnten Sie mehr für die Umwelt bewirken?
Wenn man sich engagiert, kann man an jedem Ort viel bewegen, auch in der Politik. Wenn ich aus dieser Zeit etwas herausheben soll, dann die Tatsache, dass wir in Niedersachsen bereits Anfang der 1990er Jahre die Basis für den späteren Atomausstieg bereiten konnten.

… und im September 2016 am Rand des Cradle-to-Cradle- Kongresses in Lüneburg.
… und im September 2016 am Rand des Cradle-to-Cradle-Kongresses in Lüneburg.

Kreuzfahrtschiffe gelten nicht unbedingt als umweltfreundlich. Wie passt da Ihre derzeitige Tätigkeit bei einem grossen Kreuzfahrtunternehmen ins Bild?
Als Umweltdirektorin hat mich die Frage gereizt, wie man Kreuzfahrten so gestalten kann, dass sie einen positiven ökologischen Fussabdruck haben. Wir arbeiten daran, dass wir sauberes Flüssigerdgas (LNG) als Treibstoff einsetzen können. In einigen Häfen ist das bereits möglich. Natürlich ist auch bei der Inneneinrichtung der Schiffe und in vielen anderen Bereichen ökologisches Engagement nötig. Hier versuche ich, mit der Cradle-to-Cradle-Denkschule anzusetzen.

Für Cradle to Cradle engagieren Sie sich bereits seit einigen Jahren. Können Sie in drei Sätzen erklären, worum es dabei geht?
Es gibt drei Prinzipien: 1. Abfall ist Nahrung: Alles wird zu Nahrung oder Nährstoffen umgewandelt. 2. Alles wird von erneuerbaren Energien gespeist. 3. Preisung der Biodiversität und der kulturellen Vielfalt. Ich möchte hinzufügen: Cradle to Cradle ist schön, sinnlich, gesund und ökologisch.

Wie können Unternehmen das Prinzip von Cradle to Cradle anwenden?
Cradle to Cradle ist die Idee, alle Produkte neu zu erfinden. Das Design der Produkte muss also von vornherein so gewählt werden, dass entweder die Materialien biologisch abbaubar sind oder demontiert und wiederverwendet werden können. Ganz wesentlich ist das in der Baubranche: Gebäude werden dadurch zu Materiallagern!

Wie setzen Sie das Prinzip im Alltag um? Kann man Cradle to Cradle auch als Privatperson anwenden?
Natürlich. Über das Einkaufsverhalten hat man als Verbraucher grossen Einfluss. Lebensmittel kaufe ich fast ausschliesslich im Bioladen oder auf dem Wochenmarkt: auch hier fast immer bio, weil es besser schmeckt! Auch bei Haushaltsprodukten, Kleidung oder Einrichtung ist es inzwischen möglich, Cradle to Cradle zu berücksichtigen.

Mir scheint es einige Gemeinsamkeiten zu geben zwischen der Delinat-Philosophie und dem Cradle-to- Cradle-Prinzip. Wo kann sich Delinat Ihrer Meinung nach verbessern?
Was Cradle to Cradle angeht: Da fällt mir nichts ein! Im Gegenteil: Ich lese jede WeinLese ganz gründlich und bin ganz begeistert über die vielen Projekte zur Steigerung der Biodiversität. Privat wünschte ich mir von Delinat mehr Angebote im Norden, da ich ja in der Nähe von Hamburg wohne. Ich meine nicht nur Weinkurse, sondern ungezwungene Veranstaltungen, bei denen man degustieren und andere Kunden treffen kann. Vielleicht eine Art kleine Hausmesse?

Bei welchen Anlässen trinken Sie Wein?
Wenn die Familie sich trifft, kochen wir gut, gerne und oft. Das feiern wir mit einem Wein. Ansonsten auch mal ein Glas zum Ausklang der Woche.

Wo liegen Ihre Vorlieben?
Ganz klar bei Rotweinen! Und von diesen die gehaltvollen, vollmundigen, sie dürfen auch etwas Tannin haben. Mediterrane Weine eben.

Weintipp Monika Griefahn
2047

Ich habe schon viele Delinat-Weine probiert, aber einen habe ich immer im Haus: Das ist der Château Coulon Sélection spéciale. Ein Südfranzose, genau, wie ich ihn schätze. «Ihre Gäste werden begeistert sein» steht in der Weinbeschreibung – und genau so ist es. Wenn ich meinen Kindern eine Freude machen will, schicke ich ihnen einen Karton Château Coulon!

Château Coulon Sélection spéciale
Corbières AOP 2014
www.delinat.com/2047.14

Danke für 100 Biodiversitäts-Feste

Am Freitag, den 22. Mai 2015, haben Kundinnen und Kunden ein starkes Zeichen für die Biodiversität gesetzt: An 100 Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz feierten über 2’000 Menschen am Internationalen Tag der Biodiversität die Artenvielfalt. Der von der UN initiierte Aktionstag wurde so zum Delinat-Tag der Biodiversität!

100 Feste für die Biodiversität
100 Feste für die Biodiversität

Vom Tessin bis an die Ostsee, von der französischen bis zur polnischen Grenze (siehe Karte) wurde kreativ und engagiert gefeiert: Meist draussen in der Natur, auf einer Wildblumenwiese oder im Garten. Bei manchen Festen musste mit angepackt werden, etwa bei der Renaturierung eines Wildbaches oder beim Aussäen von Frühlingsblumen. Ein Café zeigte sein «Urban Gardening»-Projekt, und in einem Atelier ging es um die Frage: «Geschmack oder Kunst?! Was wird gefeiert?» Ein Happening mit grünen Tischdecken und grüner Kleidung wurde inszeniert, und sogar in einem Fledermaushaus – dort wird die seltenste Fledermausart Deutschlands gehütet – wurde für Biodiversität und Artenvielfalt gefeiert.

Die meisten Feste jedoch fanden im privaten Rahmen statt. Das Gesprächsthema ergab sich meist von selbst, Kundinnen und Kunden tischten frühlingshafte Leckereien auf und die speziell für diesen Tag kreierten Biodiversitätsweine von Massimo Maggio und Albet i Noya lieferten gute Argumente: Wein aus Biodiversität schmeckt besser!

Wir danken allen, die mitgemacht haben, ganz herzlich – und kündigen schon den nächsten Termin an: Am 22. Mai 2016 werden wir wieder zur Aktion für die Biodiversität aufrufen. Details folgen im nächsten Frühjahr…

 

«Dem Biowinzer über die Schulter schauen»

«Wege zum Wein» – das ist das Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe des Magazins Verträglich Reisen. Für die Recherche war Chefredakteurin Regine Gwinner im letzten Jahr auf Château Duvivier zu Gast, wo sie an einem einwöchigen Weinkurs von Delinat-Sommelier Dirk Wasilewski teilnahm – und dem «Biowinzer über die Schulter schauen» konnte.

Regine Gwinner im Weinkeller
Im Weinkeller: Regine Gwinner macht sich Notizen.

Wie sie das Château und den Weinkurs erlebt hat, ist in ihrem Artikel Weinkurs im Château nachzulesen. Wir haben ihr darüber hinaus einige Fragen gestellt:

Delinat: Sie sind ohne Auto zum Château Duvivier gereist. Was haben Sie auf der Reise erlebt?

Regine Gwinner: Die Anreise war schon ein Erlebnis für sich. Nachtzug nach Marseille, dann im Fernbus von Marseille nach Brignoles. Auf der Fahrt konnte ich schon mal mit einer sehr netten älteren Dame mein eingerostetes Französisch reaktivieren. In Brignoles habe ich in einem sehr schönen Strassencafé gefrühstückt und dabei den Tagesbeginn in der Provence genossen. Danach fuhr mich Busfahrer Omar im Nahverkehrsbus bis nach Barjols. Der Bus war leer, so dass wir uns gut unterhalten konnten. Omar sagte mir, was ich mir in der Region unbedingt anschauen muss und zeigte mir, wo Angelina Jolie ihr Anwesen hat. Mit Taxi-Barjols ging es dann die letzten Kilometer bis zum Château. Die Reise von Marseille bis zum Château kostete mich ca. 50 Euro.

Château Duvivier
Weinkurs mitten in den Weinbergen von Château Duvivier: Näher an der Praxis geht nicht.

Wie empfanden Sie während der Woche den Mix von Kursen und «Freizeit»? Gerade richtig, oder hätten Sie gern mehr Ausflüge unternommen oder mehr Zeit am Pool verbracht?

Kursbeginn war meistens um 16 Uhr oder 16 Uhr 30. Wenn man morgens gerne ausschläft und lange frühstückt, bleibt nicht so viel Zeit für große Ausflüge. Ich war meistens mit einem der hauseigenen Räder unterwegs. Da kann man schon mal in Stress kommen, wenn man feststellt, dass es auf dem Rückweg doch mehr bergauf geht als gedacht. Aber ich wäre ja auch nicht geköpft worden, wenn ich zu spät gekommen wäre oder einen Kurs hätte ausfallen lassen.

Was war Ihr spannendstes (Wein-)Erlebnis auf Château Duvivier?

Jeder Kurs für sich war spannend. Es gab viele Aha-Erlebnisse wie zum Beispiel die Erfahrung, wie sehr sich der Geschmack von Wein verändert, wenn man andere Speisen dazu kombiniert. Das Cuvée-Mischen hat viel Spass gemacht und natürlich die Blindverkostungen.

Praktischer Weinkurs Château Duvivier
Jeder Teilnehmer konnte seine eigene Cuvée kreieren.

Sie haben das Forschungs-Weingut Château Duvivier als ein leuchtendes Beispiel für Biodiversität kennengelernt. Können Sie jetzt einen Unterschied schmecken zwischen konventionellen Wein und einem Wein, der in solch üppiger Biodiversität gewachsen ist?

Ich kann das nicht, da fehlt mir noch etwas Erfahrung. Das war eine der Erkenntnisse bei der Blindverkostung. Aber nachdem ich gesehen habe, mit wie viel Liebe der Wein dort angebaut wurde, kommt mir kein konventioneller Wein mehr ins Haus.

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Immer wieder degustieren: Im Lauf der Woche konnten die Teilnehmer so einige Entdeckungen machen.

Und Ihr Lieblingswein dieser Woche war …?

Nachdem ich jahrelang nur Rotweine getrunken habe, war für mich die Wiederentdeckung des Weissweins schön. Es gab so viele gute Weissweine, dass es mir schwer fällt, einen hervorzuheben. Ein Riesling vom Weingut Battenfeld Spanier aus Rheinhessen ist mir aber in sehr guter Erinnerung geblieben.

Was Regine Gwinner noch in der Kurswoche auf Château Duvivier erlebt hat, ist in Ihrem Artikel auf «Verträglich Reisen» nachzulesen: Weinkurs im Château.

Weitere interessante Links:
Ferien auf Château Duvivier
Alle Delinat-Weinreisen

Auf ein Glas mit… Stevan Paul

Mit hintergründigem Sprachwitz und klugem Humor tischt der in Hamburg lebende Koch, Foodblogger und Buchautor Stevan Paul pointierte Geschichten aus dem Schlaraffenland auf. Im November gastierte er in den Delinat- Weindepots in der Schweiz. Wir unterhielten uns mit ihm nach einem Auftritt im Norden Deutschlands bei einem Glas Wein über seine Bücher, seine Vorlieben für Speis und Trank und sein Gastspiel in der Schweiz.

Stevan Paul

Stevan, gerade hast du die Besucher einer Delinat-Veranstaltung in der Lüneburger Heide mit originellen Texten aus deinem Buch «Schlaraffenland» begeistert. Woher hast du dieses Talent? Hast du Schauspielunterricht genossen?
Stevan Paul (lacht): Nein, nein! Aber tatsächlich übe ich mit neuen Texten, bevor ich Lesungen gebe. Die Gäste bezahlen Eintritt und möchten einen schönen Abend geniessen. Ausserdem freue ich mich natürlich, wenn es mir gelingt, dem Publikum Appetit auf meine Bücher zu machen.

Persönlich

Stevan Paul beim anrichtenDer 1969 in Ravensburg geborene Stevan Paul erlernte bei Sternekoch Albert Bouley im Restaurant «Waldhorn» in Ravensburg den Kochberuf. Während mehrerer Jahre kochte er in verschiedenen von Gault Millau und Michelin gekrönten Küchen. Ab 1995 wandte er sich dem Schreiben zu und arbeitete während Jahren für verschiedene Food- und Genussmagazine. Seit dem Jahr 2000 ist er als selbständiger Foodstylist, Rezeptentwickler, Journalist und Kochbuchautor für Zeitschriften, Werbeagenturen und Verlage tätig. Er lebt heute in Hamburg. In seiner Freizeit betreibt Stevan Paul den Foodblog Nutriculinary.com. Dieser gehört zu den meistgelesenen Genussblogs im deutschsprachigen Raum. Inspiration findet er auf gemeinsamen Kochtopfkucker-Reisen mit seiner Frau.

www.stevanpaul.de

Die Themen für deine Geschichten findest du oft in der Gastronomie. Du hast Koch gelernt. Wie kamst du vom Kochen zur Literatur?
Ich habe immer schon gerne geschrieben, mich dann aber doch für eine Kochlehre entschieden. Das Schreiben habe ich nie aufgegeben und mit dem Kochen dann auch mein Thema gefunden. Über das Kochen und Essen lässt sich bekanntlich gut vom Leben erzählen.

Wie gelang der Durchbruch?
Am Anfang habe ich meine Texte auf Poetry Slams vorgetragen – also an literarischen Vortragswettbewerben, an denen die Zuhörer den Sieger küren. Ersten Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften folgten meine beiden Erzählbände «Monsieur, der Hummer und ich» und «Schlaraffenland». Heute habe ich auch das grosse Vergnügen, als kulinarischer Fachjournalist für Zeitungen und Magazine arbeiten zu können.

Besonders fasziniert dich die Kombination von Essen und Wein. Welches sind deine Lieblingskombinationen?
Es gibt ja nicht nur Meditationsweine. Im Alltag möchte man doch meist einfach eine schöne Flasche Wein geniessen und eine Kleinigkeit dazu essen. Junger Ziegengouda und frische Birne zu einem guten Riesling ist mein Tipp für laue Abende. Zum Steak mit Salat geniesse ich gerne junge, aber pfeffrige Rotweine. Ein leicht gekühlter, edelsüsser Rotwein passt zu reifer Mango mit Bitterschokolade.

Bio scheint dir wichtig, zumindest vermitteln Rezepte, Blogartikel und Geschichten diesen Eindruck …
Ein guter Wein ist für mich ein Naturprodukt. Er erzählt uns von dem Ort, an dem er gereift ist, vom Boden, vom Klima. Es ist erfreulich, dass immer mehr Winzer sich dafür entscheiden, ihre Weine möglichst unverfälscht in die Flasche zu bringen. Da hat Delinat sicher viel Pionierarbeit geleistet!

Du bist 2014 auch in der Schweiz aufgetreten. Wie unterscheiden sich deutscher und schweizerischer Humor?
Ich bin am Bodensee aufgewachsen, habe sogar Verwandtschaft in der Schweiz. Die Schweizer sind mir also nicht fremd (lacht). Dennoch war ich bei meiner ersten Lesung in der Schweiz im Laudinella-Hotel in St. Moritz etwas nervös. Es wurde dann aber ein grandioser Abend. Das Publikum war von grosser Herzlichkeit, und es wurde viel gelacht.

Weintipp Stevan Paul

Jetzt im Herbst freue ich mich wieder auf deutsche Klassiker wie Himmel und Erde, Bohnen und Speck, Zwiebelkuchen mit Apfel und Kümmel, das erste Sauerkraut mit Blut- und Leberwurst. Für Weine sind diese rustikalen und doch vielschichtigen Gerichte eine Herausforderung: Da spielen Säure, Raucharomen und Fett eine Rolle, da werden salzige, würzige Zubereitungen mit Äpfeln und Birnen kombiniert. Einer für alles ist für mich aus dem Delinat-Sortiment der Riesling Terra Rossa 2013 aus Rheinhessen. Der saftigsüffige Wein besticht durch ein ausgeglichenes Verhältnis von Süsse und Säure, reiche exotische Frucht und eine erfrischende Mineralität.

Riesling Terra Rossa
Rheinhessen 2013
Weingut Hirschhof
www.delinat.com/5968.17

Neue Quizfragen für helle Köpfe

Das Weinquiz gehört zu den beliebtesten Funktionen auf www.delinat.com. Es macht offenbar Spass, das eigene Weinwissen zu testen und spielerisch zu erweitern. Jetzt fordern Hunderte von neuen Fragen helle (Wein-)Köpfe heraus.

Das Weinquiz wartet mit neuen Fragen auf euch

Zahlreiche neue Quizfragen sorgen für mehr Abwechslung und machen es auch den «alten Hasen» etwas schwerer. Während viele Weinliebhaber locker beantworten können, aus welcher Rebsorte die besten deutschen Weissweine gekeltert werden, erfordert etwa die Frage nach dem biologischen Säureabbau schon handfestes Weinwissen. Aber keine Angst, Anfänger werden nicht überfordert: Erst wenn die ersten Fragen geschafft sind, steigt der Schwierigkeitsgrad und es wird zuweilen richtig knifflig.

Online-Trainingslager

Das Delinat-Weinquiz ist wie ein Weinseminar: Jede Quizrunde dauert drei Minuten. Innerhalb dieser Zeit gilt es möglichst viele Fragen richtig zu beantworten. Nach Ablauf der Zeit erscheint die erreichte Punktezahl. Die falsch beantworteten Fragen werden aufgelistet, und die jeweils richtige Antwort wird kurz erklärt. Ein Direktlink zum Delinat-Online-Weinlexikon erlaubt den Zugriff auf ausführliche Antworten. Dank diesem Service ist schon mancher Einsteiger zum Profi geworden: Ein viertelstündiges Quiz-Training zwei- bis dreimal pro Woche genügt. Bei aller Theorie schadet natürlich ein bisschen Praxis mit einem Glas Delinat-Wein überhaupt nicht!

Attraktive Preise

Belohnt wird die Spielfreude nicht nur mit mehr Weinwissen. Wer alle Fragen richtig beantwortet, kann sich auf der Rangliste eintragen. Dem Monatssieger winkt jeweils eine Magnum-Flasche Les Mûriers vom Château Duvivier! Damit auch Einsteiger eine Gewinnchance haben, werden jeden Monat zusätzlich zehn Überraschungspakete unter allen Einträgen auf der Liste verlost. Probieren Sie es gleich aus unter www. delinat.com/weinquiz – Achtung: Suchtgefahr!

Weingut Meinklang im Burgenland

Die Familie Michlits gehört heute zu den erfolgreichsten Winzern in Europa. Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Er fusst im Wesentlichen auf drei Pfeilern: einer starken Familienbande, einer tiefen Verbundenheit zur Natur und einer schier unbändigen Innovationskraft.

Bäume, Sträucher, Blumen und Kräuter bieten Lebensraum für eine vielfältige Fauna und Flora in den Meinklang-Weinbergen
Bäume, Sträucher, Blumen und Kräuter bieten Lebensraum für eine vielfältige Fauna und Flora in den Meinklang-Weinbergen.

Mischbetriebe wie das Weingut Meinklang waren früher auf dem Lande häufig zu finden: ein vielseitiger Bauernhof, bewirtschaftet von einer Grossfamilie. Jedes Familienmitglied trägt als Spezialist die Verantwortung für einen Bereich. Der Weinbau ist nur ein Teil dieses Demeter-Mischbetriebes: Wein, Obst- und Getreidebau, Mangalizza-Schweine, Pferde, Schafe, Hühner sowie ein paar Bienenvölker sorgen nicht nur für einen hohen Grad an Selbstversorgung, sondern haben Hobby und Beruf schon fast verschmelzen lassen.

Zum Essen trifft sich die ganze Familie: Im Jahr 2011 wurden die Michlits vom Bundesministerium für Wirtschaft als bester Familienbetrieb des Burgenlands ausgezeichnet. Erstmals überhaupt fiel diese Ehre einem bäuerlichen Betrieb zu.
Zum Essen trifft sich die ganze Familie: Im Jahr 2011 wurden die Michlits vom Bundesministerium für Wirtschaft als bester Familienbetrieb des Burgenlands ausgezeichnet.

Zuständig für den Weinbau sind Angela und Werner Michlits. Sie sehen den Weingarten als Biotop mit vielen Begrünungspflanzen, Wildkräutern und Nützlingen. Sie sind überzeugt, dass das Zusammenspiel dieser Elemente die Basis für gesunde Reben bildet und dass die natürliche Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe eine positive Aromen- und Phenolentwicklung in den Trauben fördert. Als Düngung verwenden sie eigenen Kompost aus Rinder-, Pferde-, Schafsmist, Trester, Grünschnitt und Steinmehlen.

Mit im Team ist auch eine 800-köpfige Angus-Rinderherde. Sie sorgt für den geschlossen Produktionskreislauf in dem biodynamisch bewirtschafteten Hof und liefert wertvollen natürlichen Dünger.
Mit im Team ist auch eine 800-köpfige Angus-Rinderherde. Sie sorgt für den geschlossen Produktionskreislauf in dem biodynamisch bewirtschafteten Hof und liefert wertvollen natürlichen Dünger.

Das pannonische Klima ist kontinental geprägt und somit ideal für den Weinbau. Warme Sommer, kalte Winter, über 2000 Sonnenstunden pro Jahr schaffen beste Bedingungen für die wichtigsten Rebsorten: Zweigelt, Blaufränkisch, St. Laurent und natürlich den Grünen Veltliner.

2013 konnte das Weingut Meinklang mit 3 Schnecken für höchste Biodiversität ausgezeichnet werden.
2013 konnte das Weingut Meinklang mit 3 Schnecken für höchste Biodiversität ausgezeichnet werden – Lohn für das Engagement der Familie Michlits.

Die Arbeit im Keller ist geprägt von grosser Puristik. Die Weine vergären ausschliesslich mit natürlichen autochthonen Hefen, und die Trauben gelangen mittels Schwerkraft in die Presse. Angela und Werner Michlits machen Weine ohne Zusatzstoffe, ohne Enzyme, BSA-Bakterien etc. Das erfordert viel Fingerspitzengefühl und vor allem viel Zeit.

«Biowein mit Wasser gepanscht»

So oder ähnlich lauteten Anfang Februar die Schlagzeilen. Was war passiert? Bioweine der Rebsorten Trebbiano und Montepulciano waren in Italien mit Wasser versetzt und von zwei Grosskellereien an der Mosel abgefüllt worden.

Genaues Hinschauen reicht nicht: Ob ein Wein mit Wasser versetzt wurde, ist nicht so einfach festzustellen.
Genaues Hinschauen reicht nicht: Ob ein Wein mit Wasser versetzt wurde, ist nicht so einfach festzustellen.

Auch wenn manch ein Weintrinker seinen Wein mit Wasser zur Schorle streckt: Diese Manipulation des Weines ist zwar gesundheitlich unbedenklich – im Gegensatz zu gefährlichen Panschereien mit Glykol oder Schiesspulver –  aber es liegt einfach ein Betrug am Verbraucher vor. Dass in diesem Fall sogar Bioweine betroffen waren, zeigt einmal mehr, dass «bio» allein nicht reicht: Solange die Weine quasi industriell hergestellt und ohne guten Kontakt zum Winzer gehandelt werden, ist solch kriminelle «Kreativität» bei der Weinherstellung möglich. Natürlich erhielten wir gleich mehrere Kundenanfragen: «Ist es möglich, dass so etwas auch bei Delinat-Winzern vorkommt?» Oder: «Wie stellen Sie sicher, dass Delinat-Weine nicht gepanscht werden?»

Vorweg: Es wäre ein Schock für uns, wenn Delinat-Winzer so etwas tun würden. Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Winzern. Unsere Einkäufer und auch die Weinbauberater sind ganz nah dran, die Winzer bekommen einen fairen Preis für ihre Produkte und haben keine Absatzprobleme. Darüber hinaus sind über die Jahre bei vielen persönliche Beziehungen entstanden, kurz: Wir können uns nicht vorstellen, dass ein Delinat-Winzer sich in eine solche Betrügerei verwickeln lässt.

Analyse
Schwarz auf weiss: Der Conterocca (eine der Stichproben) wurde nicht mit Wasser versetzt.

Das Bauchgefühl allein reicht natürlich nicht: «Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser», sagt eine alte Weisheit. Alle Delinat-Weine werden nicht nur sensorisch geprüft, sondern auch auf Schadstoffe und verbotene Inhaltsstoffe untersucht. Die chemische Analyse vermag allerdings den Wasserzusatz nicht aufzudecken, hier braucht es die aufwändige Isotopen-Analytik. Daher haben wir einige unserer italienischen Weine stichprobenartig untersuchen lassen. Ergebnis: Das Bauchgefühl hat uns nicht getäuscht, alle untersuchten Weine sind in Ordnung. Kundinnen und Kunden, die Weinschorle bevorzugen, müssen weiterhin das Wasser selbst hinzufügen.

Nicht nur beim Wein, auch bei anderen Bio-Lebensmitteln ist von immer neuen Betrügereien und Skandalen zu lesen. Ganz aktuell wurden zum Beispiel illegale Bio-Eier in den Handel gebracht – die Hennen hatten weniger Auslauf als vorgeschrieben. Wie schützen Sie sich davor, unabsichtlich solche Produkte zu kaufen? Oder ist am Ende alles gar nicht so schlimm? Wir freuen uns über Ihre Meinung in den Kommentaren.

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