WeinLese 56: Editorial

Guter Wein preist sich selbst, will uns obiges Sprichwort sagen. Vor über 20 Jahren haben Josep Maria Albet i Noya, mittlerweile der erfolgreichste Biowinzer Spaniens, und seine Kellermeisterin Marga Torres in Katalonien mit dem Vinya Laia eine neue Weinstilistik begründet.

Sie haben schon damals ihren Reben ein ökologisch intaktes Umfeld mit reicher Biodiversität geboten, haben sich bei der Assemblage alle Freiheiten genommen, haben auf in Spanien gängige Standards wie Crianza oder Reserva verzichtet und stattdessen eigene Massstäbe für den Ausbau im Barrique gesetzt.

Der erste Vinya Laia, mitinitiiert von Delinat und benannt nach der Tochter von Marga Torres, trägt den Jahrgang 1996. Seither überzeugt der elegante Tropfen mit seinem unvergleichlichen mediterranen Charme eine grosse Fangemeinde. Lesen Sie in unserer Reportage, wie es in enger Zusammenarbeit gelungen ist, diesen beliebten Wein über all die Jahre immer noch einen Tick besser zu machen und ihm beim Jubiläumsjahrgang 2016 die Krone aufzusetzen.

Ich wünsche Ihnen viel Lese- und Trinkspass, vielleicht bei einem Glas Vinya Laia.

Alle Artikel der WeinLese 56:

WeinLese 54: Editorial

Gehören Sie zu jenen Weinliebhabern, die wenig Begeisterung zeigen und die Nase rümpfen, wenn ein Rosé aufgetischt wird? Noch sind Sie damit in guter Gesellschaft. Aber Achtung: Rosé wird immer beliebter! Nicht nur als leichter Sommerwein, sondern auch als eleganter Speisebegleiter.

In Südfrankreich, der Heimat des Rosé, war der Beliebtheitsgrad schon immer hoch. Hier hat Rosé eine lange Tradition, und es gab, neben Masse, stets auch hervorragende Qualität.

Das schlechte Image des Rosé stammt aus einer Zeit, als Winzer in fast allen Regionen Europas begannen, diese Art von Wein aus minderwertigen Trauben, quasi aus Abfallprodukten, zu keltern. Diese Zeiten sind zum Glück längst vorbei.

Gleichwohl halten sich einige Vorurteile hartnäckig. Wir finden, es ist Zeit, damit aufzuräumen und ein bisschen von der Faszination des Rosé zu schwärmen. Für uns tun dies sechs bekennende Rosé-Fans im Schwerpunktthema dieser Ausgabe.

Ich wünsche viel Lese- und Trinkspass, am besten bei einem Glas Rosé.

WeinLese 53: Editorial

Neapel sei ein auf die Erde gefallenes Stück Himmel, sagen die Italiener. Neben Chaos, Abfallbergen und Mafia gibt es hier unbestritten auch unheimlich viel Schönes zu entdecken. Also muss man, bevor man stirbt, Neapel erlebt haben. So viel zur Interpretation von «Neapel sehen und sterben».

«Vedi Napoli e poi muori.»
«Neapel sehen und sterben.» (geflügeltes Wort)

Martina Korak (Önologin und Einkäuferin), Claudio Del Principe (Autor) und Yvonne Berardi (Fotografin) haben Neapel als Ausgangspunkt unserer Reportage «Symbiose des Südens» gewählt. Gemeinsam mit Delinat-Winzern begann hier eine kulinarische und kulturelle Reise durch Kampanien und Apulien.

Was das Reportageteam erlebte, hat alle hellauf begeistert. Unglaublich, mit welcher Leidenschaft und Hingabe naturverbundene Winzer, Bauern, Bäcker und Käser mit Respekt vor der Natur schmackhafte, authentische Produkte erzeugen und so dafür sorgen, dass nicht nur Neapel, sondern auch das ländliche Süditalien wie ein auf die Erde gefallenes Stück Himmel erscheint.

Tauchen Sie ein in die bild- und wortstarke Reportage aus Süditalien. Für den Fall, dass Sie dabei Lust auf süditalienische Weine bekommen, haben wir wiederum ein spezielles Probierpaket geschnürt. Ich wünsche viel Lese- und Trinkspass.

WeinLese 52: Editorial

«Ein Gedicht von einem Wein», heisst es hin und wieder, wenn ein edler und gehaltvoller Wein kredenzt wird. Ja, Wein kann in speziellen Situationen zu Poesie aus der Flasche werden – etwa bei der Lektüre eines guten Buches im bequemen Fauteuil, bei einer philosophischen Plauderrunde rund ums wärmende Kaminfeuer oder in geselliger Runde an der gedeckten Tafel.

In solchen Momenten spürt man die Magie eines Spitzenweins. Er scheint uns seine eigene Geschichte erzählen zu wollen. Von seiner Herkunft, seiner Entstehung, seinem Reife- und Lagerpotenzial, seinen Besonderheiten – alles Dinge, die seinen etwas höheren Preis gerechtfertigt erscheinen lassen.

Unser Gastautor Stefan Keller, ein profunder Weinkenner und bewusster Geniesser, weiss um die magische Wirkung von Spitzengewächsen. Einer Inspiration folgend, reiste er zu sechs Delinat-Winzern, um ihnen die Geheimnisse zu entlocken, die hinter grossen Weinen stecken.

Lassen Sie sich durch seine Geschichte auf die bevorstehenden Festtage und lange Winterabende vor dem Kaminfeuer einstimmen. Ich wünsche viel Wein- und Lesespass.

WeinLese 51: Editorial

Weinreben sind etwas Wunderbares. Doch leider geben sie in der Regel nur Trauben, wenn sie mit chemisch-synthetischen oder biologischen Spritzmitteln vor Krankheiten und Schädlingen geschützt werden.

«Ein wirklich ökologischer Weinbau ist nur mit Reben möglich, die sich selber wehren können», sagt Valentin Blattner. Seit rund 40 Jahren beschäftigt er sich mit der Züchtung von neuen, pilzwiderstandsfähigen Rebsorten. Diese sogenannten PIWI-Reben müssen nicht oder nur minimal behandelt werden.

Blattner gehört zusammen mit Pierre Basler, einem ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiter der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Obst und Weinbau Wädenswil (heute Agroscope), zu den PIWI-Pionieren. Mit Pierre Basler arbeitete Delinat schon 1995 zusammen, als auf Château Duvivier in der Provence ein PIWI-Pilotprojekt gestartet wurde. Und jetzt unterstützen wir Valentin Blattner und Winzer wie Albet i Noya oder Karin und Roland Lenz, damit den PIWIs der Durchbruch gelingt.

Ich wünsche Ihnen spannende Lektüre. Und lassen Sie sich von unseren feinen PIWI-Weinen überraschen.

Alle Artikel der WeinLese 51:

WeinLese 50: Editorial

Es gibt eine Vielzahl von Labels im biologischen Landbau. Alle haben ihre eigenen Richtlinien. Der gemeinsame Nenner ist klein: keine chemischsynthetischen Pestizide und kein Kunstdünger. Das alleine reicht, um Bio zu sein.

Mindestens ebenso wichtig für einen ökologisch nachhaltigen biologischen Landbau sind aber die Biodiversität und der Verzicht auf Monokultur. Hier unterscheiden sich die Delinat-Richtlinien von allen anderen Labels deutlich: Mit dem Ziel eines geschlossenen natürlichen Kreislaufs verlangen sie als einzige den Bruch mit der Monokultur und eine grosse Artenvielfalt.

Weil uns das so wichtig ist, zeichnen wir jedes Jahr zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt (22. Mai) einen Biodiversitätswinzer des Jahres aus. Für 2018 ist dies Timo Dienhart vom Weingut zur Römerkelter an der Mosel. Die Wahl fiel nicht leicht, denn auch unsere anderen deutschen Winzer fördern mit Elan und Kreativität die Artenvielfalt in ihren Weinbergen. Es sind Winzer, die (auch) Bäume pflanzen, wie sie in unserer Titelgeschichte darlegen. Ich wünsche Ihnen spannende Lektüre bei einem Glas Riesling aus reicher Natur.

WeinLese 49: Editorial

Auf dem Delinat-eigenen Château Duvivier in der Provence dreht sich weiterhin alles um ökologisch vorbildlich angebauten Wein, um den Weinbau der Zukunft. Mit dem Abschied des Gastgeberpaars Sylvia und Uwe Fahs kommt es aber zu einer Neuausrichtung.

Mit Duvivier hat Delinat einen neutralen Ort für Versuche, die mithilfe externer Experten einen hohen praktischen Nutzen in kurzer Zeit erzielen können. Diese Chance soll noch besser genutzt werden: Frisch gewagt ist halb gewonnen! Der Akzent liegt neu etwas weniger auf Gastrobetrieb, sondern verstärkt auf Forschungsweingut mit Akademie.

Gleichwohl kommen Gäste, die bisher auf Château Duvivier Erholung, Genuss und Inspiration gesucht haben, weiterhin auf ihre Kosten. Das neue Gastgeberpaar Sabine und Ulrich Lantermann wartet mit verschiedenen Themenwochen auf. Diese bieten aktive Erholung, Wissensvermittlung und kulinarische Genüsse sowohl auf dem Château sowie auch in den Restaurants der Umgebung.

In dieser Ausgabe der WeinLese erfahren Sie alles über das neue Konzept und die neuen Köpfe auf Château Duvivier. Ich wünsche Ihnen spannende Lektüre, vielleicht bei einem Glas Duvivier-Wein.

Weitere Beiträge aus der WeinLese 49:

 

 

 

WeinLese 48: Editorial

Spanien hat sich im Verlauf der letzten Jahre zum Lieblingsweinland der Delinat-Kundinnen und -Kunden gemausert. Grossen Anteil daran hat Josep Maria Albet i Noya aus dem Penedès. Seit Jahrzehnten beweist der erfolgreichste Biowinzer Spaniens, welch grossartige Tropfen im Weinbau mit reicher Biodiversität möglich sind. Querer es poder – wollen ist können, oder: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Der Erfolg, den Albet i Noya mit Weinen aus reicher Natur hat, treibt auch Winzer in anderen spanischen Regionen an, diesen Weg zu gehen. So sorgen etwa in der wenig bekannten Region Kastilien und León im Nordosten von Spanien mehrere nach der Delinat-Methode arbeitende Winzer dafür, dass der Weinbau hier zunehmend an Kontur und Ansehen gewinnt.

«Wollen ist können.»
Spanisches Sprichwort

Davon liess sich auch Thomas Vaterlaus, Chefredaktor des Weinmagazins «Vinum», überzeugen, als er kürzlich mit Delinat-Einkäufer David Rodriguez in dieser aufstrebenden Region unterwegs war und vier Delinat-Weingüter mit grossem Potenzial besuchte. Ich wünsche Ihnen spannende Lektüre bei einem Glas Delinat-Wein, vielleicht aus Kastilien und León. España, olé!

WeinLese 47: Editorial

Für viele Weinbauern ist der Klimawandel die Herausforderung der Zukunft. Hauptproblem sind gehäufte Wetterextreme wie sturmartige Unwetter, sintflutartige Regenfälle, intensive Hitzeperioden und lange Trockenzeiten. Vor allem in südlichen Regionen droht wegen fehlender Wasserreserven Desertifikation. Immer mehr Böden werden unfruchtbar, die Wüste breitet sich ungehindert aus.

Ein probates Konzept, um dieser Tendenz entgegenzuwirken, ist die noch wenig bekannte Permakultur. Es handelt sich dabei um eine Bewirtschaftungsform, mit der Ökosysteme gestärkt, Bodenfruchtbarkeit erhöht, Bodenbearbeitung vereinfacht und der Ertrag gesteigert werden kann. Vorbild ist die Natur mit einem geschlossenen Nährstoffkreislauf. Frei nach der Erkenntnis des griechischen Philosophen Aristoteles: «Die Natur schafft immer von dem, was möglich ist, das Beste.»

Delinat-Winzer setzen sich intensiv mit der Permakultur auseinander. Über 50 von ihnen haben am diesjährigen internationalen Delinat-Winzerseminar in Portugal und Spanien teilgenommen und dabei eindrücklichen Anschauungsunterricht erhalten, wie die Reportage von Karl Schefer zeigt.

Ich wünsche Ihnen spannende Lektüre bei einem Glas Delinat-Wein.
Hans Wüst, Redaktor

WeinLese 46: Editorial

Seit 30 Jahren gibt es den Degustier Service. Das Weinabo, das regelmässig mit Entdeckungen aus den ökologisch intaktesten Rebbergen Europas aufwartet, ist eine Erfolgsgeschichte. Aber bis es so weit war, brauchte es Spürsinn, Kreativität, Ausdauer und Beharrlichkeit.

WeinLese-Redaktor Hans Wüst als Erntehelfer auf der Domaine Lignères.

Der Weg, den ein Wein vom Rebberg bis ins DegustierService-Paket zurücklegt, ist lang und steinig. Einkäufer Emil Hauser zeigt am Beispiel des Roches d’Aric aus Südfrankreich, wie zahlreich und anspruchsvoll die Hürden sind, die es zu meistern gilt. Delinat-Gründer Karl Schefer gibt derweil im Interview Einblick in die spannende Geschichte und Entwicklung des beliebten Weinabos.

Das Schwerpunktthema dieser Ausgabe bestätigt, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Das Sprichwort gilt auch für den Extrembergsteiger, Pionier, Eroberer und Naturschützer Reinhold Messner. Er hat uns anlässlich seiner Vortrags-Tournee «Überleben» in Luzern zu einem Gespräch bei einem Glas Wein empfangen. Ich wünsche Ihnen vergnügliche Lesestunden bei einem Glas Delinat-Wein.