Fragen zu Wein und Gesundheit

Viele Studien belegen die positive Wirkung von gutem Wein auf die Gesundheit. Es liegt auf der Hand, dass Biowein dank Verzicht auf Kunstdünger und Pestizide klare Vorzüge hat.

Ist Delinat-Wein gesünder?

Heute belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien, dass mässiger Weingenuss die Gesundheit fördern kann (Herz-Kreislauf-Krankheiten, Cholesterin, Krebsrisiko). Für gesunde Menschen liegt die Grenze jedoch bei max. 0.1 bis 0.3 Liter pro Tag. Ein täglicher Konsum grösserer Mengen kann die Gesundheit gefährden. Weine, die nach den Delinat-Richtlinien erzeugt wurden, unterliegen strengen Vorschriften. Sie gelten im Rebberg wie im Keller; zahlreiche Hilfsmittel sind verboten.

Gibt es von Delinat-Wein weniger Kopfweh?

Kopfschmerzen haben unterschiedliche Ursachen. Oft schiebt man zu rasch dem Wein die Schuld zu. Übermässiger Weingenuss kann zu Kopfschmerzen führen, wobei verschiedene Stoffe als Auslöser in Frage kommen: Alkohol, Histamin, Schwefel usw. Für Wein aus kontrolliert biologischem Anbau gelten tiefere Grenzwerte für Schwefel als beim herkömmlichen Weinbau. Bei anfälligen Personen kann aber die Kombination histaminhaltiger Lebensmittel (z.B. Käse, Sardellen, Pizza) und Alkohol Kopfschmerzen und auch allergische Reaktionen auslösen.

Hat es Schwefel im Delinat-Wein und warum?

In Delinat-Weinen sind gemäss Richtlinien rund 50% weniger schweflige Säure (SO2) erlaubt als im konventionellen Weinbau. Schwefel reduziert das Oxidationsrisiko, wirkt stabilisierend und keimhemmend. Mehr dazu: Schwefel.

Gibt es im kontrolliert biologischen Anbau keine illegalen Pestizid-Einsätze?

Ein illegaler Pestizid-Einsatz bei Delinat-Winzern kann mit grosser Sicherheit ausgeschlossen werden – zu umfassend sind die Kontrollen. Um die Delinat-Bio-Garantie (Delinat-Schnecke) zu erhalten, müssen sich die Winzer erstens verpflichten, die Delinat-Richtlinien (Verbot Pestizid-Einsatz) einzuhalten. Zweitens müssen sie einer lokalen Bio-Organisation angehören, drittens die Kontrollbesuche der Delinat-Önologen akzeptieren und viertens mit der strengen Kontrolle durch die unabhängige Kontrollstelle des FiBL (bio inspecta) einverstanden sein.

Wo liegt die Toleranzgrenze für Pestizide im Wein?

Für konventionelle Weine liegt die Toleranzgrenze, je nach Pestizid, bei 500 oder 1000 Mikrogramm pro Kilogramm Wein. Kontrollstellen wie beispielsweise das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) legen die Maximalmenge für Wein aus kontrolliert biologischen Anbau bei 10% der offiziellen Toleranzgrenze für konventionellen Weinbau fest.

Ist es nicht möglich, Wein zu produzieren, der frei von jeglichen Pestizidspuren ist?

Solange im konventionellen Anbau chemisch-synthetische Pestizide versprüht werden, werden die giftigen Stoffe durch den Wind auf andere Weinberge übertragen. Je nach Lage ist es deshalb praktisch kaum möglich, 100 Prozent rückstandsfreie Reben zu produzieren. Ähnlich wie der Saharasand bis nach Europa verweht wird, verwehen auch Pestizidnebel Kilometer weit. Es mag nur ein kleiner Trost sein, dass biologisch angebaute Weine bis 1000 Mal weniger Rückstände enthalten als konventionelle Weine. Ein generelles Pestizid-Verbot wäre die einzige Garantie.

Sind Weine aus kontrolliert biologischem Anbau mit Kupfer belastet?

Im Wein finden sich normalerweise nur kleinste Spuren von Kupfer, weit unter der Toleranzgrenze. Es wird durch den Regen von den Trauben weggespült und bei der Gärung des Traubenmostes ausgeschieden. Mehr dazu hier: Kupfer.

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Restposten 33%

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