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7 Tage, 8 Weingüter, unzählige Abenteuer

Von Gänseattacken, Militärjets und der Kunst des Sich-Fallen-Lassens: Unsere Reise durch Nordspanien und Portugal. Mit dabei: Winzerberaterin Arina, Videoblogger Olivier und ich, Steffi, Social-Media-Managerin.

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Stefanie Zillner
Social Media Managerin
06.06.2026

Weisswein-Auftakt in Rueda

Richard Sanz vom Weingut Menade mit seinem Esel
Ein Dreamteam: Richard Sanz und sein «Burro»

Willkommen in Spanien. Kaum angekommen, werden wir bei Bodegas Menade in Rueda von einem aggressiven Empfangskomitee begrüsst: einer Horde schnatternder Gänse, die unser Auto belagert. Delinat-Winzer Richard rettet uns schliesslich, und nimmt uns mit in die Reben. Während Arina und Richard über Begrünung und Biohotspots fachsimpeln, schiessen Oli und Steffi fleissig Fotos. Nach einem kurzen Besuch bei den Eseln (inklusive Selfie) bildet eine Weissweinprobe mit Spargel auf der Terrasse den krönenden Abschluss unserer Stippvisite, Blick über die Weinberge inklusive.

STORCHENPARADIES IM ALENTEJO

Betriebsleiterin Helena vom Weingut Vale de Camelos
«I love my job», sagte uns Helena mehr als nur einmal bei unserem Besuch.

Hunderte Kilometer weiter nach Portugal. Im Alentejo auf dem Weingut Vale de Camelos empfängt uns eine Biodiversitätsoase der Sonderklasse: 1000 Hektar, davon 25 mit Reben bepflanzt, der Rest: Korkeichen, Getreide, Schafweiden und wilde Natur. Betriebsleiterin Helena Manuel führt uns einen ganzen Tag lang durch das weitläufige Gelände mit den beiden Seen und erklärt uns ausführlich die Permakulturmassnamen, die über Jahre hinweg trockenes Ackerland in lebendige Natur verwandelt haben.

Über uns kreisen hunderte Störche, die grossen Kamera-Objektive kommen endlich zum Einsatz. Nach dem Mittagessen mit Önologin Marta Peireira und Gehilfin Mariana Balancho ist nochmal Zeit für ein ausführliches Shooting in den Reben, bevor wir abends gemeinsam in Beja im wunderschönen Hotelrestaurant, einem ehemaligen Franziskanerkloster, das Abendessen geniessen.

PORTWEIN IN DEN STEILLAGEN

Carla Ferreira im Douro-Tal
Carla Ferreira liebt ihre Steillagen, auch wenn die Bewirtschaftung nicht immer einfach ist.

Entlang des Duoro, mit vielen Stopps für Fotos der steilen Weinberge und des mäandernden Flusses, geht es zu Carla Ferreira, der Königin der Bioportweine. Sie zeigt uns ihr Reich in den Steillagen und erklärt, warum diese Bewirtschaftungsweise so aufwändig und gleichzeitig so besonders ist. Gerüchten zufolge soll auf dem schwierigen Terrain eine Social-Media-Managerin kurz mit dem Gelände in nähere Bekanntschaft getreten sein. Sie landete aber, wie man hört, in sehr weichem Grün, Delinat-Methode sei Dank!

REGENPAUSE UND ROTWEIN-EXPERIMENTE BEI VOLVORETA

Die Weingärten vom Delinat-Weingut Volvoreta
Auch im Regen wunderschön: Die Weingärten von Volvoreta

Toro begrüsst uns mit starkem Regen. Zwangspause für die Weinbergsbesuche, aber was für eine: Bei Maria Alfonso  auf dem Weingut Volvoreta gibt es köstliches Mittagessen und dazu Experimente mit Mischgetränken. Rotwein mit Kefir oder Kaffee? Alles dabei.

Danach lichten sich die Wolken, wir können unsere Beratungs- und Foto-Tour in der wunderschönen Natur also doch noch machen und landen danach spontan beim Dorfchor in der Kirche zum Probekonzert. Denn Maria kennt hier im Dorf Sanzoles jede und jeden! Zum Abschluss dann noch eine Degustation im kleinen Weinkeller. Ein perfekt improvisierter Tag.

PILGERN ZU QUADERNA VIA

In Navarra, direkt am Jakobsweg, finden wir kurz so etwas wie ein Zuhause auf Zeit: Eine Casita direkt in den Reben von Bodegas Quaderna Via, wo die Brüder Jorge und Raúl Ripa nicht nur exzellenten Biowein machen, sondern uns auch mit ihren Scherzen die Bauchmuskeln trainieren. Abends heizen wir uns den Ofen ein und landen in der Ripa'schen Bar Parranda, was lokal so viel wie «Party» bedeutet. Hier treffen sich Einheimische und Jakobsweg-Pilger, um die besten Bioweine zu trinken. Wir fühlen uns sofort wie Stammgäste.

FAMILIENAUSFLUG BEI OSOTI

Francisco, Pablo und Javier vom Delinat-Weingut Osoti in LaRioja
Vater Francisco (l.) mit seinen Söhnen Pablo und Javier (r.)

Bei Osoti erwartet uns ein gemütlicher Familienausflug in die blühenden Rebberge mit Francisco und seinen Söhnen Pablo und Javier. Wir reden über die nächste Winzergeneration und ihre neue Ideen und natürlich über den Vitibot, der sich autonom um die Reben kümmert. Und weil die Spanier wissen, dass Schweizer und Deutsche die Mittagspause um 15 Uhr nicht ganz so entspannt sehen, gibt es zur Stärkung einen kleinen Snack, bevor es zum nächsten Weingut geht. Gracias.

GEMÜSEPAELLA UND PRIVATKONZERT

Alberto Ramirez vom Weingut La Cepas in LaRioja
Leidenschaft für Wein und Gesang: Delinat-Winzer Alberto beim Karaoke-Nachmittag in den Reben.

Zweiter Stopp in der Rioja: Las Cepas. Wir entkommen dem starken Regen knapp und feiern das mitten im blühenden Weinberg. Santiago und Alberto Ramirez kochen Gemüsepaella (Mittagessen also tatsächlich weit nach 15 Uhr...), servieren ihre herrlichen Rotweine und dann packt Alberto die Karaokemaschine aus. Erst gibts Judas Priest, dann Ozzy Osbourne. Arina und Steffi kontern mit Taylor Swift. Skurril und wunderbar!

ABSCHLUSS IN DER HALBWÜSTE

Maria Barrena vom Weingut Azul y Garranza
Genuss für alle Sinne in Marias Reben.

Der letzte Ausflug führt uns in die Bardenas Reales, eine surreale Halbwüstenlandschaft in Navarra, wo die Reben von Azul y Garanza inmitten eines Blütenmeers stehen. Das Interview mit Maria wird allerdings jäh unterbrochen: Militärjets donnern über uns hinweg und übertönen alles. Eine ironischere Kulisse für ein Gespräch über Natur und Bioweine lässt sich kaum denken. Wir flüchten ins Refugium in Carcastillo, wo uns unter schattigen Bäumen neben dem Pool ein feines Mittagessen erwartet. Ein perfekter Abschluss für eine Reise voller Überraschungen, gutem Wein und vielen genussreichen und lustigen Stunden.

Über die Autorin

Stefanie Zillner

Stefanie Zillner, Social Media Managerin

Lässt man der Natur ihren Lauf, entwickeln sich gesunde Ökosysteme. Unsere Winzer sorgen für die optimale Bedingungen rundherum. Bei Delinat bringt jeder seine Stärken und Ideen ein – und erhält Orientierung und Ressourcen, um Gutes zu schaffen. Deshalb arbeite ich gerne hier.

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