PIWI - und wie die schmecken!
Seit einigen Monaten findet sich im Weinkurspotpourri von Delinat eine Ausführung zu PIWIs. Dabei erzählt Weinexperte Camill Hadorn von der Entstehung dieser robusten Rebsorten, und davon, wie diese Biodiversität fördern und dabei Top-Weine hervorbringen. Für Sie haben wir drei der Weine aus dem Kurs auf den Prüfstand gestellt.
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Nina Wessely
Redaktorin 29.07.2025
Fulminant startet die Degustation mit einem reinsortigen Cabernet blanc, einer robusten Rebsorte, von Delinat-Winzer Timo Dienhart. Beim Degustationsleiter der PIWI-Kurse Camill Hadorn aktiviert dieser Wein umgehend die Geschmacksknospen und Erinnerungen an diesen Wein: «Effektiv das erste Mal gekostet habe ich diesen Wein mit und bei Timo Dienhart auf einer Winzerreise. Gelbe Paprika hatte ich im Glas und dazu gab es Antipasti - auch mit Paprika - das passte perfekt.»
Auch Olivier Geissbühler ist angetan: «Sehr schöne Nase, am Gaumen eine gute Saftigkeit». «Mir schmeckt der auch sehr gut», fasst Stefanie Zillner zusammen.
Ein Wein, zum Essen
Let`s Lenz heisst es für den nächsten Wein. Souvignier gris und Solaris, zwei robuste Rebsorten in Generalunion gekeltert von Delinat-Winzer Roland Lenz am Thurgauer Iselisberg. Mit diesem Wein lenzt es sich hervorragend, ist sich das Verkostergremium einig. «Wir sind ja Fans», sagt Social Media Managerin Steffi.
Olivier Geissbühler und Camill Hadorn geraten ins fachsimpeln «Die sind beide aus der zweiten PIWI-Generation (Anm. historische PIWI-Generation in der Züchtungsfolge - mehr dazu im Kurs...)», fragt Camill. «Ich denke schon, nur der Solaris ist vielleicht doch noch etwas älter», antwortet prompt Züchtungsexperte Oli.
Inzwischen ist der Koo Kuu Edelweiss ein etablierter Wein aus unserem Sortiment: lieblich und elegant am Gaumen. «Was ich extrem spannend bei dem Wein finde, ist, dass man sich dazu überlegt, was man isst. Wir haben diesen Koo Kuu ja auch beim Wein und Käseseminar, und mit 26 Gramm Restsüsse hat er sogar den Portwein, den zweiten Wein, den es zum Blauschimmelkäse gab, in den Schatten gestellt. Er kommt wirklich gut an», sagt Camill.
«Bei einem Musikfestival zu dem wir Wein und Häppchen gestellt haben, habe ich Luzerner Birnenwecke dazu kombiniert. Ein Gebäck mit Birnenfülle - das hat mega gut gepasst.» Musikalisch gab es Alexander Skrjabins Sonate Nummer zwei zum Koo Kuu Edelweiss. Auch sehr harmonisch.
Von Abenteuern und Grilladen
Wein Nummer drei ist der Rotwein in der Runde: Aventurer von Albet i Noya. PIWI-Experte Olivier Geissbühler war schon oft bei der Neuzüchtung mit vor Ort im Sortengarten von Josep Maria Albet i Noya und seinem Züchtungskollegen Valentin Blattner.
Stefanie Zillner erzählt, dass eine Kundin, den Wein in ein Abenteuer-Geschenkspaket gepackt hat, das sehr gut angekommen sei. Dazu der Kommentar eines anderen Kunden: «Ich habe keine Ahnung von Wein, ich weiß nur, dass er mir schmeckt und wunderbar bekommt. Und das ist doch das wichtigste». Womit er recht hat.
Auch Steffi, Camill und Oli lassen sich den Wein auf der Zunge zergehen: «Schon so ein bisschen ein Wein für eine Feuerstelle im Wald», sagt Oli. Steffi liefert die Degustationsnotiz: «dunkelbeerig und leicht rauchig, fein.»
Camill unternimmt noch einen kurzen Ausflug in den PIWI-Kurs: «Zum Abschluss lassen wir den Aventurer ja blind gegen unseren Vinya Laya antreten. Oft gefällt den Teilnehmern der Aventurer besser.» Der Wein ist modern ausgebaut, hat deutlich Holz und dazu diese dunkle Beerigkeit. «Macht einfach etwas her», sagt Steffi. Und hat damit die perfekten Worte für den Degustationsabschluss gefunden.
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Über die Autorin
Nina Wessely, Redaktorin
Ich liebe Wein. Und ich liebe die Natur. Beides bei Delinat gefunden zu haben, macht mich glücklich. Und von diesem Glück erzähle ich gerne.