Über diesen Wein
Carla Ferreira - Sardo
Aus dem Winzerdorf Cedovim im Alto Douro stammt Carla Ferreiras Sardo, er wird – wie die meisten portugiesischen Weine – aus einer Vielzahl einheimischer Rebsorten gekeltert. Die alten Anlagen sind im traditionellen Gemischten Satz angelegt, das heisst, die Varietäten wachsen wild durcheinander und deren Trauben werden gemeinsam geerntet und gekeltert.
Gerne tummelt sich der Sardão, die Perleidechse Timon lepidus, in den Rebbergen von Carla Ferreira. «In den Trockensteinmauern besonders wohl fühlen sich sonnenhungrige Eidechsen wie der Sardão, wir nennen sie Sardos. Und sie sind auch nützlich, reduzieren sie doch Schädlinge», sagt Carla Ferreira. Sie liebt die bunte Sardão-Echse – mit bis zu 90 cm Körperlänge die grösste Eidechse Portugals. Namensgebend sind die perlförmigen Schuppen in verschiedenen Farben. Der Sardão zählt zu den bedrohten Tierarten. Dass er sich in Carla Ferreiras Rebbergen vermehrt ansiedelt, freut die Winzerin, denn Artenvielfalt zu fördern, ist eines ihrer Ziele. Die Trauben für den Sardo stammen aus einer im Gemischten Satz angelegten 60-jährigen Anlage. Durch diese Art der Bepflanzung haben die Winzer, entsprechend der Bauernweisheit, nicht alle Eier in denselben Korb zu legen, das Risiko einer Missernte verringert. Der Jahrgang 2023 jedenfalls geriet reichlich und gut.