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Neue Leichtigkeit: Vier Rotweine für einen guten Sommer 

Rotwein und Sommer, ja das passt! Und wie! Bei uns im Depot in St. Gallen haben wir unsere spezielle für warme Tage entwickelte leichte Rotweinlinie in lebhafter, kleiner Runde verkostet. Mit dabei waren drei relativ junge Gesichter bei Delinat und Diplomsommelier und Kursleiter Dirk. Das Fazit schon einmal vorweg: Angst vor Rotwein im Sommer ist unbegründet.

Text

Nina Wessely
Redaktorin
02.07.2026

Peso Pluma: Spanischer Syrah mit 10,5 Volumsprozent

Den Auftakt der «Roten Leichtigkeit» macht Peso Pluma, ein Syrah aus Spanien, der mit gerade einmal 10,5 Volumenprozent schon auf dem Etikett verrät, wohin die Reise geht. «Frisch, fast ein bisschen schwer in Worte zu fassen», findet unser neu im Team angekommene E-Commerce-Experte Janik Blumenthal beim ersten Schluck. Die aromatische Traubensorte zeigt sich hier von einer ungewohnt unbeschwerten Seite. Ausgebaut zum Teil im Fass, zum Teil im Stahltank, bringt der Wein genau das mit, was Depotleiter Alex Brühlmann an ihm schätzt: jugendliche Frische und Leichtigkeit, mit Charakter.

Janik Blumenthal beim Degustieren
E-Commerce-Experte Janik Blumenthal mag die Frische und Trinkigkeit des «Peso Pluma».

«Wie Hari (Anm. Depotleiter und Reiseleiter Harald Giacomelli) immer sagt: Keine Angst vor Rotwein im Sommer», lacht Alex. Nur eines gilt es zu beachten: nicht zu warm servieren. Am besten kühlschrankkalt. Warm wird er ohnehin von selbst.

Fast ein bisschen wie Traubensaft, so unkompliziert trinkt sich dieser Syrah, ist sich die Runde einig. Ein Sommerwein für den leichten Abend, zu einem frischen Salat oder ganz einfach pur, mit Freunden, draussen.

Fabio Gengelbach stimmt ein in den Lobgesang auf das Federgewicht, so «Peso Pluma» übersetzt: «Ich habe schon so viel Gutes von dem Wein gehört, und er trinkt sich wirklich herrlich. Für alle, die ansonsten nicht so gerne Rotwein trinken, oder ihn gerade erst kennenlernen, ist das genau der richtige Wein», ist der Kundenberater sicher. Dazu ein paar Prosciuttoblättli mit Melone oder nur der Sonnenuntergang, während es im Glas leicht und unbeschwert klingt. Federleicht eben.

Mouvette: Bewegter Mourvèdre aus Südfrankreich

Schon die Etikette von «Mouvette» macht Lust auf mehr: ansprechend, modern, anders. Im Glas zeigt sich der südfranzösische Mouvette von Familie Lignères deutlich würziger und säurebetonter als der spanische Auftaktwein. «Weniger fruchtig, mehr Struktur», beschreibt Diplomsommelier Dirk Wassilewski den Unterschied. Drei eher neue Gesichter im Degustationsteam treffen in dieser neuen Leichtigkeitsrunde auf einen alten Hasen, und das harmoniert. Ebenso wie der leichte Gerbstoff mit der Würzigkeit und der Säure. Der Mouvette ist ein Wein mit wenig Umdrehungen zum Runterkommen und Entspannen.

Dirk Wasilewski und die neue Leichtigkeit
Diplomsommelier Dirk Wasilewski ortet bei «Mouvette» viel Wein, bei wenig Umdrehungen.

Mediterrane Küche ist hier die logische Begleitung – «zum Grillen!», meint Fabio sofort, und Diplomsommelier Dirk, erkennt in der Nase eine erdige, leicht rauchige, würzige Note. Mehr Richtung klassischer Rotwein als der Syrah zuvor, aber immer noch mit der alkoholischen Leichtigkeit (11,5 Vol. %), die das ganze Paket auszeichnet. Fabio hätte noch eine Ergänzung: «Etwas mit Rosmarin dazu fände ich jetzt richtig gut.» Auch dieser Wein eignet sich bestens für alle, die mit Rotwein im Sommer bisher nicht viel am Hut hatten – alkoholärmer, bei vollem Genuss.

Tramora: Sangiovese und Ciliegiolo in leicht

Weiter geht die Reise in die Toskana, genauer in die Maremma, nahe am Meer, zu Winzer Marco Salustri. Hier keltert er «Tramora» aus den klassischen, toskanischen Rebsorten, Sangiovese und Ciliegiolo, mit 12 Vol. Prozent Alkohol. «Gutes Gerüst und dabei feinfruchtig», beschreibt Fabio, selbst aus einer Winzerfamilie und daher kein unkritischer Verkoster. Genau deshalb ist sein Urteil bemerkenswert: «Den würde ich mitnehmen, wenn ich bei Freunden eingeladen bin. Oder an den Weiher, mit den Füssen im Wasser.» Ein Wein, süffig, unkompliziert, gemacht zum Geniessen anstatt zum Analysieren, da ist sich die Runde einig.

Kundenberater Fabio Gengelbach beim Degustieren.
Kundenberater Fabio Gengelbach ist begeistert von der Leichtigkeit und gleichzeitig Vielschichtigkeit der Weine.

Auch Dirk ist erfreut darüber, wie gut diese neuen, leichten Rotweine ankommen: «So einen Wein hatten wir vorher nicht im Sortiment. Easy, leicht, und jetzt ist er auch Bestandteil unserer Weinkurse», erklärt der Sommelier. Muss nicht ernst sein, darf einfach schmecken. Zu Pizza, zu Pasta, am See mit Freunden, die Seele baumeln lassen und die Flasche kalt stellen. Fertig ist der perfekte Sommerabend.

Alors Alors: Bordeaux-Merlot mit mehr Frucht

Den Abschluss macht ein vinophiler Ausflug ins Bordeaux zu Familie Couronneau. Mit 12,5 % Alkohol der kräftigste der vier Weine im Paket, mehr soll es bei dieser Linie auch nicht werden. «Alors Alors» heisst er, und trotz dem verhältnismässig höheren Alkoholgehalt bleibt er erstaunlich aromatisch und vor allem erfrischend. «Herrlich aromatisch», schwärmt Alex, und betont erneut, wie wichtig die Kühlschranktemperatur bei diesen Weinen ist. Der Jahrgang 2024 zeigt sich wieder von der fruchtigen Seite, ein Merlot mit Charme. Janik ist begeistert: «Alle vier Weine aus dieser Linie würde ich kaufen.»

Depotleiter Alex Brühlmann beim Degustieren der neuen Leichtigkeit.
Depotleiter Alex Brühlmann findet: so eine trinkige Frucht aus Bordeaux hat Seltensheitswert.

Am liebsten pur, ganz ohne Speisebegleitung, im Schwimmbad oder zumindest in Wassernähe, hätte die Runde den «Alors Alors» gerne. Natürlich funktioniert er auch gut zu Gegrilltem. Ein Aperitivo-Rotwein mit einer feinen Würze, der sich hervorragend mit einer Flûte verträgt, jenem länglichen Feingebäck aus der Westschweiz, das ihn perfekt ergänzt. Denn so schmeckt Schweiz-französische Freundschaft.

Fazit aus der Degustationsrunde

Ein guter Wurf diese neue Leichtigkeit. Vier Weine mit einem gemeinsamen Nenner: Leichtigkeit, ohne Verzicht auf Charakter. Vom unkomplizierten Syrah über den würzigen Mourvèdre und den süffigen Sangiovese bis zum aromatischen Bordeaux-Merlot zeigt das Paket «Neue Leichtigkeit», dass Rotwein nach der Delinat-Methode auch im Sommer seinen Platz im Glas hat. Man muss ihn nur richtig kühlen.

Und ob es noch etwas zu sagen gibt? Aus der Runde kommt nur eine Antwort: «Ja, darf ich noch ein Glas haben?»

Über die Autorin

Nina Wessely

Nina Wessely, Redaktorin

Ich liebe Wein. Und ich liebe die Natur. Beides bei Delinat gefunden zu haben, macht mich glücklich. Und von diesem Glück erzähle ich gerne.

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