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Waldbrand bei Château Duvivier: Aktuelle Lage

Vielleicht haben Sie die Berichte in den Nachrichten bereits gesehen: In der Nähe von Château Duvivier herrscht seit Dienstag, dem 21. Juli, ein grosser Waldbrand.

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Arina Schefer
Önologin
24.07.2026

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Das Feuer breitete sich aufgrund der Trockenheit und des starken Windes innert kürzester Zeit aus. Insgesamt wurden rund 2700 Hektaren Wald erfasst. Über 1200 Feuerwehrleute sowie bis zu 10 Löschflugzeuge und 5 Helikopter standen im Einsatz. Inzwischen gilt der Brand als unter Kontrolle, vollständig gelöscht ist er jedoch noch nicht. Die Einsatzkräfte bleiben wegen einzelner Glutnester weiterhin in Bereitschaft.

Nur 100 Meter von unseren Reben entfernt

Für Château Duvivier war die Situation äusserst kritisch. Das Feuer erreichte stellenweise eine Distanz von weniger als 100 Metern zu unseren Rebflächen. Während der gesamten Nacht sicherten Feuerwehrleute die Zufahrten und das Gelände rund um das Château.

Wir hatten grosses Glück: Weder unsere Rebberge noch Gebäude wurden beschädigt. In der unmittelbaren Umgebung wurden Waldflächen und Weinberge beschädigt, mehrere Weingüter in Richtung Cotignac sind deutlich stärker betroffen.

Team und Gäste in Sicherheit

Alle Mitarbeitenden und Gäste waren jederzeit in Sicherheit und auf eine mögliche Evakuation vorbereitet. Inzwischen sind alle Gäste abgereist. Unser Team um Tamara Dominkovic blieb während der gesamten Ereignisse vor Ort und hat die Situation mit grosser Ruhe und Professionalität gemeistert. Gleichzeitig unterstützt das Team die Einsatzkräfte, die sich zwischen ihren Einsätzen teilweise auf Château Duvivier ausruhen.

Während rund 24 Stunden war das Château zudem ohne Strom. Mittlerweile ist die Stromversorgung wiederhergestellt. Die Zufahrtsstrassen rund um das Château bleiben weiterhin teilweise gesperrt. Gemäss dem aktuellen Stand bleibt der Gästebetrieb auf Château Duvivier gut möglich.

Bis zu 10 Löschflugzeuge waren gleichzeitig im Einsatz.

Mögliche Auswirkungen auf die Ernte

Ob und in welchem Ausmass die starke Rauchentwicklung Auswirkungen auf die Trauben haben wird, lässt sich heute noch nicht beurteilen. Mögliche Rauchnoten zeigen sich häufig erst während der Traubenverarbeitung oder Gärung. Wir beobachten die Entwicklung deshalb sehr genau. Erst in den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob die Rauchentwicklung qualitative Auswirkungen auf einzelne Partien haben könnte.

Ein kleiner Lichtblick zeigte sich bei unserer Wasserinfrastruktur: Das Retentionsbecken auf Château Duvivier diente den Löschhelikoptern mehrfach als Wasserentnahmestelle. Gleichzeitig bilden Wasserflächen natürliche Brandbarrieren, die sich nicht so schnell entzünden können. Der Brand macht aber auch deutlich, dass wir künftig noch stärker in Landschaften investieren müssen, die Wasser zurückhalten. Unser langfristiges Ziel bleibt es, auch am angrenzenden Bessillon-Berg Retentionsmassnahmen umzusetzen.

Wir danken den über 1200 Feuerwehrleuten sowie allen weiteren Einsatzkräften herzlich für ihren aussergewöhnlichen Einsatz. Unser besonderer Dank gilt ebenso Tamara Dominkovic und dem gesamten Team von Château Duvivier, das in diesen Tagen mit grossem Engagement, Ruhe und Umsicht gehandelt hat.

Wir sind erleichtert, dass Château Duvivier bislang glimpflich davongekommen ist. Gleichzeitig bleiben wir wachsam, solange der Brand nicht vollständig gelöscht ist. Sollte sich die Situation verändern, halten wir Sie auf dem Laufenden.

Über die Autorin

Arina Schefer

Arina Schefer, Önologin

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