Biodiversität: Viel bringt viel
Die Monokultur ist eine Erfindung des Menschen. Die Motive dafür liegen auf der Hand: Mehr von einem Produkt, angelegt in Reih und Glied, das leichter zu ernten und zu bearbeiten ist. Dabei wirkt sich die fehlende Vielfalt schlussendlich auch negativ auf die Nahrungsmittelproduktion aus.
Text
Daniel Wyss
Winzerberater 13.08.2024
Der Mensch greift mit seinem gewinn- und mengenoptimierten Denken seit langem weitgreifend in die Natur ein. Auch weil wir inzwischen sehr viele sind, so dass ein Verzicht auf mechanisierte und durch Züchtungen und Kreuzungen mengenoptimierte Landwirtschaft kaum mehr möglich erscheint. So bringen Weizen, Äpfel und viele weitere Arten in ihrer ursprünglichen Form einen Bruchteil der Menge, als es die nun etablierten Sorten tun.
Und dennoch: Viel Biodiversität bringt viel. Artenvielfalt ist essentiell für die Landwirtschaft. Nur eine reiche Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten führt zu einer besseren Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Krankheiten.
Hier einige Punkte, wie Vielfalt und somit Biodiversität den Weinbau fördert:
Durch natürliche Vielfalt muss der Mensch weniger eingreifen, es werden weniger Hilfsmittel benötigt, und das ausgewogene Zusammenleben von Pflanzen, Tieren und Menschen sichert langfristig eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion im Einklang mit der Natur.
Weiterlesen:
Regenerative Landwirtschaft - die natürliche Reparaturlandschaft
Permakultur bei Delinat
Aus der Serie Biodiversität:
Ohne Bienen gibt es kein Obst
Guter Boden ergibt gute Trauben
Wieso Biodiversität wichtig ist
Über die Autorin
Daniel Wyss, Winzerberater
Ich freue mich sehr, dass ich bei Delinat mein Hobby zum Beruf machen kann. Mit Forschungs- und Beratungsprojekten unterstützen wir unsere Produzenten, ihre Produktion noch ökologischer zu gestalten.
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Die Bedeutung der Biodiversität für die Klimaregulierung | Delinat