Über diesen Wein
Spiropoulos Dracon
In der griechischen Mythologie stellen Drachen (drákōn) noch keine feuerspeienden Flugwesen dar wie später in den europäischen Legenden. Drákōn sind riesige, schlangenartige Wesen, sie stehen für Chaos, Prüfungen und unüberwindbare Hindernisse und oft auch für Reichtum und geheimes Wissen. Sie markieren Schwellen, die es zu überschreiten gilt, und schaffen Helden.
Dracon, Konstantina Spiropoulos empfand den Namen passend für ihren 2024er – ein schwieriges Jahr, während dessen es einiges an Hindernissen zu überwinden galt. Der Sommer war der heisseste seit Messbeginn mit anhaltenden Tropennächten und mehrwöchigen Hitzephasen, und dies bei einer Halbierung der Niederschläge bereits im Vorjahr, was sich besonders stark auf die Wasserversorgung im Frühjahr und Frühsommer auswirkte. Während des Sommers litten die Reben unter Trockenstress, eine Folge davon waren die kleinen Erntemengen. Klimatisch ausgleichend wirkte die Lage des Weinguts, es liegt auf einem Plateau auf 600 Höhenmetern. Die einheimische Sorte Moscofilero widerstand – auch dank des kühlen Nachtklimas – dem Hitzesommer, das zeigt sich etwa in der angenehmen Säurestruktur und den präsenten Aromen. Konstantina Spiropoulos ergänzte die starke Vorlage mit einem Anteil Sauvignon Blanc. Das Resultat lässt sich sehen!