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Kohlensäuremaischung

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Die Kohlensäuremaischung, besser bekannt als Macération carbonique, ist ein spezielles Verfahren für die Herstellung von fruchtigen Weinen, die jung getrunken werden. Es wird vor allem im Beaujolais und in Südfrankreich angewandt.
Die Trauben werden weder entrappt noch gepresst. Die intakten Beeren kommen in einen unter Luftausschluss gehaltenen Gärtank. Jetzt beginnen die ganzen Beeren ohne Mithilfe von Hefen zu gären. Die Dauer der Kohlensäure-Maischung ist unterschiedlich, manche Winzer bevorzugen ein bis zwei Tage, andere wieder bis zu einer Woche. Als Faustregel gilt: je reifer die Trauben, desto kürzer der Vorgang.

Nach ein bis sieben Tagen wird der Most abgezogen und die restliche Maische gepresst. Dann werden die beiden Moste gemischt und die Gärung läuft weiter. Dadurch werden Geschmack und Duft der Trauben besonders zur Geltung gebracht, während Gerbstoffe und Säuren wesentlich milder ausfallen.