Wie halten Sie es mit halbvollen Flaschen?

Es passiert immer mal wieder: Der Abend ist zu kurz, um die ganze Flasche Wein leerzutrinken. Was tun? Den Rest ausschütten oder als Kochwein zur Seite stellen? Schade um den guten Tropfen! Ein Versuch, den Wein vor dem raschen Schlappmachen zu bewahren und in eine weitere Genussrunde zu retten, lohnt sich meistens.

Weinflaschen aufbewahren

Nicht immer möchte man eine ganze Flasche Wein leeren. Wir kennen drei Methoden, angebrochene Weinflaschen aufzubewahren.

Wärme und Sauerstoff sind die ärgsten Feinde von angebrochenen Weinflaschen. Ihnen gilt es, ein Schnippchen zu schlagen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste Methode: Flasche gut verschliessen und ab damit in den Kühlschrank. Das gilt sowohl für Weiss- wie auch für Rotwein. Alleine das Kühlhalten bremst eine rasche Alterung und Oxidation des Weines. Den Rotwein muss man dann rund eine bis zwei Stunden vor dem Genuss aus dem Kühler nehmen, damit er die richtige Trinktemperatur hat.

Abpumpen, verdrängen, umfüllen

Wem diese einfache Massnahme zu wenig Erfolg verspricht, dem stehen ein paar Tricks zur Verfügung, mit denen dem Sauerstoff in der halbvollen Flasche der Garaus gemacht werden kann. Gängige Instrumente sind Kunststoffverschluss und Pumpe. Damit kann der Sauerstoff aus der Flasche abgezogen und ein Vakuum erzeugt werden.

Noch wirksamer ist es, Stickstoff in die Flasche zu sprühen. Dieser verdrängt den Sauerstoff und reduziert so die Oxidation des Weines. Stickstoff ist unbedenklich – 78 Prozent der Luft besteht daraus. Das Gas ist geruchs- und geschmacksneutral.

Eine dritte, besonders wirkungsvolle Methode ist das Umfüllen: Wenn zum Voraus klar ist, dass nur die Hälfte des Flascheninhalts getrunken wird, kann man die andere Hälfte sofort in eine leere Dreiachtelliter-Flasche füllen und mit einem sauberen Korken verschliessen. Kühl gelagert hält sich der Wein so wochenlang.

Welches ist die beste Methode?

Wie halten Sie es mit einer angebrochenen Flasche Wein? Was machen sie damit? Womit haben Sie die besten Erfahrungen gemacht? Welche Weine eignen sich geöffnet zum Aufbewahren, welche weniger? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und schreiben Sie einen entsprechenden Kommentar.

Matthias Metze
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20 comments

  1. Bei uns gibt es keine angebrochenen Flaschen. Ich sehe nicht ein, wieso man eine Flasche zu zweit nicht leeren kann. Man kann doch zum Nachtessen anfangen und bei 10vor10 aufhören

  2. Ganz gut lässt sich die Qualität der Weine erhalten, indem eine Kombination aus Vakuumpumpe und Kühlschrank zur Anwendung kommt. Allerdings schaue ich bei Rotweinen eher, daß ich sie nur an einen kühleren Ort stelle, damit ich dann nicht stundenlang auf den Genuss der herrlichen Tröpfchen warten muss!

  3. Ich kann Toni nur zustimmen. – Obwohl,wenn ich alleine ein gutes Tröpfchen trinken möchte und meine 2.Hälfte lieber mal ein Bierchen hat,bleibt da wirklich was übrig.Ist die Qualität des Weines gut, lässt sich dieser auch am anderen Tag noch geniessen- vor allem, wenn ich die Flasche auf den Bioluminis-Biophotonen-Wein-Filter stelle, der die wahre Struktur des Weines wieder in seine ursprüngliche Form bringt. Tu nichts dazu und nehme nichts weg! Ich kann dann das geniessen, was in der Flasche ist. – Qualität! –

  4. Was macht man mit angebrochenen Flaschen ? Bei Rotwein – guter Qualität – Luft abpumpen. Dazu gibt es spezielle Geräte im Fachhandel. Die Flasche danach in den Kühlschrank stellen, denn bei Niedrigtemperaturen oxydiert der Wein weniger schnell, sodass er am nächsten Tag noch fast in gleicher Qualität zum Trinken bereit ist. Bleibt dann immer noch ein gewisser Rest übrig, so sind Essigmuttern für das Füttern sehr dankbar. Daraus kann man den besten Weinessig herstellen mit einer Superqualität. Bei mir geht so praktisch nie ein Tropfen verloren, meine Freunde fragen immer nach diesem Weinessig.

  5. Ich glaube, dass man mit der Vacuumpumpe auch flüchtige Aromen aus dem Wein absaugt. Stickstoff und Kühlschrank wären wohl die beste Methode…. Wie komme ich an den Stickstoff? Gibt es so was speziell zum Weinflaschen auffüllen?

    Grüße aus Hamburg

    Lutz

  6. Ich wende seit Jahren die Abpump-Methode an.Das Resultat ist meistens gut, ist aber vom Wein abhängig. Ich vermerke das auf der Karteikarte. Für Nachbestellungen kommen nur solche Weine in die Kränze, für welche auf der Karte steht:“Auch am 2. Tag noch einwandfrei“.

  7. Nachdem ich immer wieder enttäuscht war von der Abpump – Methode habe ich vor einigen Jahren ein Stickstoff Gerät angeschafft. Analog zum Kisag Rahmbläser können kleine Stickstoff – haltige Patronen eingesetzt werden. Eine Patrone reicht ca. für 10 Flaschen Wein. Idee: Der Stickstoff soll sich auf dem Wein verteilen und den Sauerstoff verdrängen. Ein bis zwei kurze „Pfupfs“ in die Flasche, Zapfen drauf und ab in den Kühlschrank. Ohne Kühlung und nur mit Stickstoff hält der Wein weniger lang. Nachteilig sind die Kosten: Gerät ca. CHF 50.-, 10 Stickstoffpatronen ca. 20.- Erhältlich im Weingeschäft.

  8. Angebrochene Weinflaschen gibt es bei uns regelmäßig. Früher habe ich auch mit einer Vakkumpumpe gearbeitet, bin jedoch wieder davon abgekommen. Insbesondere bei jungen Weinen glaube auch ich, dass flüchtige Aromen abgesaugt werden. Bei einigen Weinen dürfte auch durchaus gewünschtes Kohlendioxid durch den Unterdruck entzogen werden.
    Ich stelle angebrochene Weinflaschen in den Kühlschrank und das war’s.
    Übrigens kann man m.E. bei einer nicht gleich leer getrunkenen Flasche gut erkennen, wie sich ein Wein entwickeln wird und welches Potential er hat. Schmeckt der Wein am nächsten Tag nicht mehr, dann kann man schon Zweifel an der Qualität anmelden. Viele Weine entwickeln sich dagegen mit etwas Sauerstoffkontakt über Nacht und schmecken u.U. am nächsten Tag sogar besser.

  9. Auch ich stimme Thomas Frank absolut zu und wenn mal mehrere verschiedenen Wein geöffnet sind, was es durchaus auch einmal geben kann, scheue ich mich nicht auch einen guten Wein zu verkochen. Nur ein wirklich schlechter Wein geht eventuell einmal den Abfluss runter und übrigens um viele gute Weine zu testen empfehle ich jedem den Delinat Degustier Service.

  10. Zur Frage von G. Poelmann vom 23.10, Bioluminis Weinfilter
    funktioniert auf der Ebene der Biophotonen Zellenergie. Die Weine werden in die ursprüngliche, natürliche Struktur gebracht. Der Filter wird z.B.unter die Flasche gelgt und der natürliche Magnetismus (Biphotonen) von Wein und Filter nehmen zueinander Kontakt auf und ordnen sich in seiner natürlichen Form wieder ein.Was heisst, der Wein findet zu seinem Ursprung zurück. Hört sich vielleicht etwas kompliziert an, ist jedoch ganz logisch.

  11. Antwort auf die Fragae von Karl.(Kommentar Regeln?)Bei Delinat ist meine E-Mail-Adresse hinterlegt.Auf diesem Weg kann ich weitere Angaben zum Bezug der Bioluminis Biophotonen machen.

  12. Also bei uns zu Hause bleibt auch selten was stehen, aber beim Rotwein kann ich auch nur bestätigen, dass er nicht schlechter wird. Im Gegenteil bei richtig guten Rotweinen „kann“ es sogar noch ein Qualitätsgewinn sein.

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