WeinLese 47: Editorial

Für viele Weinbauern ist der Klimawandel die Herausforderung der Zukunft. Hauptproblem sind gehäufte Wetterextreme wie sturmartige Unwetter, sintflutartige Regenfälle, intensive Hitzeperioden und lange Trockenzeiten. Vor allem in südlichen Regionen droht wegen fehlender Wasserreserven Desertifikation. Immer mehr Böden werden unfruchtbar, die Wüste breitet sich ungehindert aus.

Ein probates Konzept, um dieser Tendenz entgegenzuwirken, ist die noch wenig bekannte Permakultur. Es handelt sich dabei um eine Bewirtschaftungsform, mit der Ökosysteme gestärkt, Bodenfruchtbarkeit erhöht, Bodenbearbeitung vereinfacht und der Ertrag gesteigert werden kann. Vorbild ist die Natur mit einem geschlossenen Nährstoffkreislauf. Frei nach der Erkenntnis des griechischen Philosophen Aristoteles: «Die Natur schafft immer von dem, was möglich ist, das Beste.»

Delinat-Winzer setzen sich intensiv mit der Permakultur auseinander. Über 50 von ihnen haben am diesjährigen internationalen Delinat-Winzerseminar in Portugal und Spanien teilgenommen und dabei eindrücklichen Anschauungsunterricht erhalten, wie die Reportage von Karl Schefer zeigt.

Ich wünsche Ihnen spannende Lektüre bei einem Glas Delinat-Wein.
Hans Wüst, Redaktor

Hans Wüst

Hans Wüst

Redaktor bei Delinat
Der Mensch kann die Natur malträtieren oder in Harmonie mit ihr zusammenarbeiten. Egal, wofür er sich entscheidet, sie ist immer stärker. Weine, die im Einklang mit der Natur hergestellt werden, sind deshalb nicht nur besser, sie haben auch eine ganz andere Aura.
Hans Wüst

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