Feuer vernichtet Reben der Familie Lignères
Im ariden Gebiet rund um das südfranzösische Moux, wo die Familie Lignères ihre zum Teil hundertjährigen Reben bewirtschaftet, hat am Samstag, dem 5. Juli, ein Auto Feuer gefangen. Die Winde trugen die Flammen in die Weinberge, und die Trockenheit machte die Reben zu einem leichten Opfer für das Feuer.
Text
Nina Wessely
Redaktorin 08.07.2025
Im Mai war Familie Lignères noch Gastgeber des diesjährigen Winzerseminars zum Thema Trockenheit. Nun wurde diese Trockenheit zum katastrophalen Verhängnis. Welch Ironie. Einige Tage vor dem Seminar hatte es noch das erste Mal seit drei Jahren ausreichend geregnet. Natürlich insgesamt immer noch ein Tropfen auf den heissen Stein für das aride Gebiet im Süden Frankreichs.
Was bleibt, ist der Geruch nach verbrannter Erde
Die Familie Lignères veröffentlichte auf ihren Social-Media-Kanälen die Nachricht, dass das Feuer eines auf der nahe gelegenen Autobahn in Brand geratenen Autos auf die Weinberge übergegriffen habe. Die Katastrophe betrifft wohl eine Fläche von 30 bis 35 Hektar Rebfläche. Darunter befinden sich sehr alte Reben rund um die Prestigelage der Familie, den «Mont Alaric». Wie es um die Reben steht, ob eventuell noch einige von ihnen gerettet werden können, und das genaue Ausmass der Katastrophe wird in den kommenden Tagen eruiert.
Wie man die Familie Lignères kennt, richten sie sogar in dieser traurigen Nachricht den Blick bereits nach vorn und lassen den Kopf nicht hängen. Vielmehr bedanken sie sich für die Anteilnahme und die Nachrichten, die sie in dieser schweren Stunde für ihr Weingut erreichen.
Wir sind mit unseren Gedanken bei der Familie, die sich seit Jahrzehnten durch ihre unbändige Liebe zum Wein und zur Natur auszeichnet, die Besucher mit einer Herzlichkeit willkommen heisst, die ewig nachwirkt und die sie auch durch ihre Weine vermittelt.
Wir wünschen Euch von Herzen Kraft und Zuversicht!
Über die Autorin
Nina Wessely, Redaktorin
Ich liebe Wein. Und ich liebe die Natur. Beides bei Delinat gefunden zu haben, macht mich glücklich. Und von diesem Glück erzähle ich gerne.