Free the Bees: kleiner Verein mit grossen Zielen

Obwohl Delinat bei der Imkerei strenge Vorgaben macht, gibt es Möglichkeiten, die Bienenhaltung noch nachhaltiger zu gestalten. Zusammen mit Fachleuten vom Schweizer Verein «Free the Bees» sind wir derzeit dabei, neue Methoden und Richtlinien zu entwickeln. Unsere Imker freuen sich über die professionelle Hilfe und werden ab 2019 neue Methoden testen.

«Free the Bees» kämpft mutig für eine artgerechte Bienenhaltung. Der Verein vergleicht die aktuelle Imkerei mit der Landwirtschaft: Massentierhaltung, Mast, Medikamentenmissbrauch, Leistungszucht, Kastration, künstliche Vermehrung. Die Folgen sind Krankheiten, Seuchen und Parasiten, Verweichlichung, Degeneration, Resistenz gegen Medikamente. Honig ist in der Regel leider nicht (mehr) das ökologische Naturprodukt, als welches es angepriesen wird.

«Free the Bees» hat grosse Ziele und mächtige Gegner. Der kleine Verein verdient es, unterstützt zu werden. Delinat hat dies in den letzten Jahren tatkräftig getan und lädt Sie ein, es gleich zu tun: www.freethebees.ch/jetzt-unterstuetzen

Karl Schefer
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2 comments

  1. Der Gegner heisst UN-Biodiversitätskonvention. Die esoterisch angehauchten Aktivisten von FTB handeln leider entgegen den Empfehlungen der FAO im Bericht zur Biodiversität 2019 (5.9.4 Pollinators Seite 298ff) und der IUCN zum Erhalt der natürlich entstandenen, endemischen Unterarten der Honigbienen in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet. Das weltweite Forschernetzwerk COLOSS.org unterstützt die Sicht der FAO. Das europäische Parlament hat 2018 ebenfalls eine entsprechende Entschliessung verabschiedet.

    Eine Hybridisierung und Bastardierung, wie sie von allen BIO-Labeln in der Schweiz bei den Honigbienen gefördert wird, bedeutet den sicheren Tod der gefährdeten Unterarten. Die BIO-Label ignorieren damit auch alle das seit 1966 geltende Natur- und Heimatschutzgesetz, welches in der BIO-Verordnung von 1997 als zu beachtende Rechtsnorm aufgeführt ist.

    Die Gründe warum die Erhaltung der lokalen Ökotypen bei den Honigbienen auf Widerstand von Wirtschaft, Politik und Online-Aktivisten wie FTB stösst, sind vielfältig und sprengen den Rahmen eines Kommentars.

    Die BIO-Imkerei ist jedoch in Sachen Arterhaltung gemäss UN-Biodivesitätskonvention, welche die Unterarten und lokalen Ökotypen schützt, leider alles andere als nachhaltig.

    Die FAO ist weder dumm noch sägt sie an einem Ast.

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