(Fast) immer portofrei
Es ist verrückt - 1980, als Delinat die ersten Pakete verschickt hat, waren die Versandkosten (Lagerhaltung, Kommissionierung, Verpackung, Versand) noch beinahe doppelt so hoch wie heute. Seither sind sie Jahr für Jahr gesunken. Natürlich hat das auch mit unserem zunehmenden Volumen zu tun, denn manche Abläufe liessen sich dadurch vereinfachen und zum Teil automatisieren. Es braucht heute pro verschickter Weinflasche rund drei Mal weniger Arbeitszeit als damals.
Text
Karl Schefer 27.09.2018
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Diesem Trend geholfen hat die Verpackungsbranche in den letzten Jahren mit grossen technischen Fortschritten. Beflügelt durch den Erfolg des Online-Handels und der rasanten Zunahme des Paketvolumens wurden in der Logistik viele Innovationen angestossen, die das Picken, das Packen und das Verschicken deutlich einfacher gemacht haben. Hinzu kommt, dass Delinat schon seit Beginn auf schlanke Abläufe gesetzt und diese immer weiter verbessert hat.
Der Detailhandel hingegen hat von diesen Fortschritten nicht profitieren können. Der Verkauf über die Theke ist im gleichen Zeitraum teurer geworden, weil Miet- und Personalkosten stetig gestiegen sind und es keine nennenswerte Rationalisierungen gegeben hat, die Kosten an den Verkaufspunkten eingespart hätten.
So kommt es, dass heute ein Karton Wein, den wir ab Zentrallager in die Schweiz, nach Deutschland oder nach Österreich verschicken, kaum noch höhere Kosten verursacht, als ein Karton, der in einem unserer Weindepots verkauft wird. Unter 6 Flaschen ist das Weindepot (noch) im Vorteil, ab einem Karton sind die Kosten in etwa gleich hoch.
Schon länger beobachten wir die gegensätzliche Kostenentwicklung der beiden Vertriebskanäle. Und arbeiten an beiden Fronten an Optimierungen und steten kleinen Verbesserungen. Es ist seit langem schon klar, dass irgendwann der Versand effizienter als der Ladenverkauf werden würde.
Eine aktuelle Kalkulation hat soeben bestätigt, dass unsere Versandkonditionen nun angepasst werden können. Dies insbesondere auch im Hinblick auf die geplanten technischen Fortschritte in unserem neuen Lager, das in wenigen Monaten den Betrieb aufnehmen wird (mehr dazu).
Daher senken wir jetzt die Portofrei-Grenze und die Versandkosten. Neu werden schon kleine Bestellungen ab 50 Euro / 70 Franken portofrei verschickt. Und bei Sendungen unter diesem Warenwert kostet das Porto nur noch € 3.60 / CHF 4.80.
Dank moderner Technik spielt es für uns heute keine Rolle mehr, ob 24 Flaschen Wein in einer oder in zwei Bestellungen verarbeitet und verschickt werden. Auch sind grosse Sendungen nicht mehr unbedingt ökologischer als zwei kleine, weil der Transport heute zusammen mit anderen Sendungen der Paketdienste erfolgt. Früher waren das noch spezialisierte Spediteure, die Wein bruchfrei ausliefern konnten und da war es wichtig, eine möglichst grosse Menge in einer Sendung zu bündeln. Die letzte Hürde in dieser Hinsicht werden wir allerdings erst im Januar nehmen, wenn die neue, bruchsichere Mehrweg-Kartonage zum Einsatz kommt.
Keine Angst, wir haben nicht vor, die Weindepots zu schliessen, auch wenn sie «weniger effizient» sind. Wir sehen die stationären Geschäfte als wertvolle Ergänzung zum (anonymen) Versand, wo man sich austauschen und Weine probieren kann, wo man kompetente Beratung bekommt, Weinkurse besuchen, Freunde treffen und Geburtstage feiern kann. Wir werden in den kommenden Jahren noch weitere Standorte eröffnen - Versand und Depots ergänzen sich prächtig.
Über die Autorin
Karl Schefer
Delinat ist für mich Hobby, Berufung und Beruf. Was gibt es schöneres, als sich für eine gesunde Natur einzusetzen und dafür mit köstlichem Wein belohnt zu werden?
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