Berichtet „Ithaka“ zu aggressiv?

Das Delinat-Institut im Wallis, eine gemeinnützige Stiftung, wurde letztes Jahr von Delinat gegründet. Es forscht und arbeitet am Weinbau der Zukunft. Im Zentrum steht die wissenschaftliche Entwicklung von ökologisch ganzheitlichen Strategien.

Ziel ist eine ökonomisch tragfähige, klimaneutrale Landwirtschaft mit hoher Biodiversität. Hans-Peter Schmidt, der Institutsleiter, hatte fünf Jahre wertvolle Vorarbeit geleistet, so dass das Institut einen bereits intakten Weinberg und viele wertvolle Erkenntnisse übernehmen konnte.

"Jetzt fliegen sie wieder": Diese Anzeige erschien bereits im Frühjahr 2007

Das Journal „Ithaka“ berichtet regelmässig über die Instituts-Forschung und damit verwandte Themen. Manchmal wird deutlich auf die Missstände der konventionellen Landwirtschaft hingewiesen. So auch letzte Woche, als die im Wallis noch immer üblichen Helikopter-Einsätze mit gefährlichen Pestiziden hinterfragt wurden.

Dass solcherart Berichte nicht nur Beifall ernten, ist klar. Die Lobby der Agrarchemie ist stark und die vielen Weinbauern, die für die Helikopter-Einsätze bezahlen, würden lieber auf derlei Publizität verzichten. So kam es nach Veröffentlichung des Artikels letzte Woche zu Reklamationen – auch von Delinat-Kunden, die finden, wir hätten diese aggressive Art der Kommunikation doch nicht nötig.

Soll „Ithaka“ zurückhaltender berichten?

Aggressiv wollten wir natürlich nicht wirken. Nur klar genug, dass jede/r Leser/in versteht, wie dramatisch die Sache wirklich ist. Manchmal fällt es schwer, die richtige Tonalität zu treffen – deutlich genug zu sein und trotzdem nicht beleidigend zu wirken.

Daher fragen wir für einmal Sie, als Leser/in des Delinat-Blog und vielleicht auch von „Ithaka“: War der Artikel von letzter Woche zu aggressiv? Hier können Sie den Ithaka-Artikel lesen: Felder des Todes

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Hans Wüst
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53 comments

  1. Danke für die gute Information. Gerade das Nichteinhalten bestehender Gesetze und das Wegsehen der Behörden ist ein großes Problem im Umweltschutz. Jedem Parksünder wird stärker auf die Finger geguckt. Es ist noch nicht im Bewußtsein der Bürger angekommen, dass Umweltdelikte keine Kavaliersdelikte sind. Umwelt- und Artenschutz ist keine Folklore, sondern gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Zukunft. Nicht nur unsere Gesundheit , sondern auch unser Wohlstand ist von einer intakten Umwelt abhängig.

  2. Die entsprechenden intenationalen Konzerne, die ihre Chemikalien und Pestizide ohne jegliche Rücksicht vertreiben und auf vielfältige Weise dafür sorgen, daß Feld und Flur, Böden und Äcker belastet werden, bangen nur um Ihren Profit und versuchen mit allen Mitteln die Politik, die Landwirte und natürlich auch den Weinanbau weiterhin in ihre Abhängigkeit zu bringen.
    Der Mensch interessiert nicht, die Pflanzen interessieren nicht, die Tiere interessieren nicht, nur, wie bereits erwähnt, der Profit.
    Die bekannten Argumente über den angeblichen Nutzen und der Unschädlichkeit für Mensch und Natur der eingesetzten Sprühmittel, sind nur zu bekannt.
    Heuchelei, Manipulation, zwielichtige Gutachten bilden nur zu oft die Grundlage der Argumente dieser Unternehmen.
    Es reicht in der heutigen Zeit nicht mehr, da die Situation immer dramatischer wird und die Konzerne immer rücksichtsloser,
    auch im Bereich Weinanbau, nur zurückhaltend über diese Machenschaften zu berichten.
    Es muß weiterhin klar und deutlich auf diese Fehlentwicklung hingewiesen werden und ebenso klar und deutlich auf einen Weinanbau nach biologischen Grundsätzen.
    Diese Zielsetzung verpflichtet zur Stellungnahme und einer weiteren Überzeugungsarbeit.
    Dies ist sicherlich kein leichter aber dennoch ein sehr lohnender Weg.

  3. Der Artikel ist keinesfalls zu aggressiv, denn wenn nur mit Wattebäuschen geworfen wird, interessiert es doch ohnehin niemanden. Wahrscheinlich fanden nur die Leser den Artikel zu aggressiv, die auch damit gemeint waren. Aber laßt die getretenen Hunde weiter jaulen, vielleicht führt dies endlich zu weiter reichenden Diskusionenen, aus deren Konsequenz dann hoffentlich Maßnahmen gegen diese unsägliche Vergiftung erfolgen.

  4. Ich habe nun den Artikel dreimal durchgelesen und kann beim besten Willen nicht verstehen, was daran auszusetzen wäre. „Aggressivität“ erscheint mir ohnehin viel zu negativ besetzt; wenn man die Bedeutung mit „Konsequenz“ oder „Entschlossenheit“ übersetzt, kommt man der wirklichen Charakteristik des Berichtens sicher näher. Wenn wir publizistische Freiheit wollen, und auch erhalten wollen, sollte dies auszuhalten sein. Eher wäre ja die Auseinander-
    setzung auf der Sachebene wünschenswert. Dies scheint jedoch den „Aggressions-„Kritikern etwas schwerzufallen!

  5. Schade, dass dieser Artikel nicht weiter verbreitet wird! Eigentlich hatte ich das Gefühl wir seien in der Schweiz schon weiter mit der Respektierung von Gesetzen …
    Warum unternimmt denn im Wallis keine Organisation rechtlich Schritte gegen solche Praktiken? Warum unternehmen die Konsumentenschutz-Organisationen nichts?
    Wir können jeder von uns einfach diesen Bericht weiterleiten an unsere Freunde und Bekannten.

  6. „aggressiv“ kommt von lat.: aggredi → herangehen, angreifen. Einen Angriff kann ich nur erkennen bei der Spritzung mit Pestiziden, und zwar ist dies ein Angriff auf Mensch und Natur. Ein Angriff ist auch der Verstoß gegen geltendes Recht. In Ihrem Artikel kann ich keinen Angriff erkennen, sondern höchstens eine Anklage. Diese aber ist rechtens!

    Bitte lassen Sie sich durch Menschen, die nicht mal ihre eigene Sprache korrekt benutzen (wollen?), nicht abhalten, der Wahrheit die Stange zu halten.

    Mit freundlichen Grüßen aus Deutschland, Michael Schumann

  7. Man muss auch hier eine klare und deutliche Sprache schreiben. Tatsachen dürfen nicht unter den Tisch gewischt werden. Ich bin der Meinung, dass man das grosszügige Sprühen mit Giften nicht akzeptieren soll. Aber wir wissen ja auch, wie das mit den Autoabgasen oder mit der Strahlenbelastung um die Atomkraftwerke ist. Man schreibt und redet kaum darüber. Dabei wollen wir alle doch gesund leben und wundern uns, dass immer mehr liebe Mitmenschen von schweren Leiden betroffen werden.
    Wir wählen Bio-Produkte und hoffen, dass den Giftmischern ganz schnell das Handwerk verboten wird!

  8. Aus dem mangelnden Interesse an der Umfrage ist zu schliessen, dass der Artikel noch viel zu wenig aggressiv war. Gerade Delinat-Kunden, die sich ja an Bio Weinen erfreuen sollten sich mehr für die Thematik interessieren. Leider werden Berichte über solche Zustände (die es wohl nicht nur im Weinbau gibt) nur gleichgültig registriert. Die Idee von Philippe Rebetez finde ich gut: Den Bericht an unsere Freunde und Bekannten weiterleiten. – Tun wir’s.

  9. Ich schätze Ihren Mut sehr und hoffe, Sie bleiben dran! Soweit ich weiß, hat der öffentliche Druck auf die Bananenmafia doch ein Umdenken beim Einsatz der Giftbomber geführt. Beim Protest gegen Gentech-Einsatz in der Agrar-„Industrie“ stehen wir zwar auch einem verantwortungslosen Konzern gegenüber, trotzdem müssen wir weiterhin lautstark unsere Überzeugung vertreten!

  10. Ich finde den Bericht überhaupt nicht aggressiv. Aber er macht sehr deutlich, welche Auswirkungen der Umgang mit Herbiziden und Pestiziden haben kann. Und da gibt es noch immer viele Menschen, die von diesen Problemen lieber nichts wissen möchten weil sie, solange sie in der Unwissenheit sind, auch nicht handeln müssen. Und somit auch keine Verantwortung übernehmen müssen.

  11. Leider kann ich meinen VorschreiberInnen nicht uneingeschränkt zustimmen. Ich bin Ärztin und daher mit der Problematik epidemiologischer Studien – also Studien, die sich mit Krankheitshäufigkeiten beschäftigen – ein wenig vertraut. Ich weiß daher um die Schwierigkeit, Zusammenhänge zwischen bestimmten Belastungen der Umwelt und Krankheitshäufigkeiten herzustellen. Aussagen wie die Folgende

    > In den Walliser Weinbau-Gemeinden wie Ayent, Saviese, Conthey liegt die Quote der Krebserkrankungen übrigens so hoch wie sonst nirgends im Land. Die Walliser Krebskliniken sind landesweit die besten, da nirgends sonst so viele Erfahrungen mit dieser Krankheit vorliegen.

    dürften sehr viel schwerer zu beweisen sein als Flugschneisen und Gesetzesübertretungen und laden deshalb dazu ein, den gesamten Artikel in einem unseriösen Licht erscheinen zu lassen.

    Ich möchte damit keineswegs den Wahrheitsgehalt Ihres Berichtes anzweifeln, halte ihn aber aus o.a. Gründen für angreifbar.

    Mit freundlichen Grüßen

    Annette Hofmann

  12. Gleiches geschieht in Deutschland in den Steillagen insbes. der Mosel. Schilder werden aufgestellt und dann rattert der Hubschrauber mit den Pestiziden heran…

  13. Man kann nicht einedeutig genug auf solche gesundheitsgefährlichen Praktiken hinweisen,zumal wenn so eindeutig bestehende Vorschriften ignoriert werden, wie im Artikel beschrieben.

  14. Das gibt es auch in Frankreich jedes Jahr in zahlreichen Gegenden (Elsass, Languedoc, etc…). Im Zweifel wird inzwischen dann noch argumentiert, dass so ein Hubschrauber oder ein Kleinflugzeug weniger CO2 in die Luft blasen, als viele Traktoren…

  15. – wer ist denn hier aggressiv? Da schiesst man doch wieder einmal auf den Boten, statt sich über den Verursacher Gedanken zu machen! Eigentlich sollten wir seit den alten Griechen doch etwas gelernt haben…
    Delinat zeigt mit seinem klaren Kurs die Richtung – wer hatte damals noch säuerlich-abschätzig gelächelt als die ersten biologischen Weine auf den Markt kamen? Und wer, als wir anfangs 70er Jahre von Biodiversität und Umweltschutz redeten? Delinat hat den Pionierschritt gewagt, hat gehandelt und gewonnen: Die Natur und wir Kunden geniessen das Leben mit Delinats Produkten!

  16. Hallo, machen Sie bitte weiter in ihrer Berichterstattung. Die Wahrheit muss gesagt werden, klar und deutlich und durchaus kämpferisch. rüße aus Mittelfranken/Deutschland: Peter Gramm.

  17. Danke für Ihr absolut tolles Engagement. Es kommt m.E. überhaupt nicht aggressiv daher, wohl aber aufdeckend und klar. Es zeugt von einem „herzhaften“ und konsequenten Einsatz für unsere Umwelt und unsere Gesundheit, der über „fromme Bekenntnisse“ und „vorsichtiges Bemühen“ hinaus wächst. Delinat gewinnt an Glaubwürdigkeit!!

  18. Nicht täglich, aber regelmässig klinke ich mich bei Delinat ein und lese die Artikel des Ithaka-Journals. Ich gehe davon aus, dass diese seriös recherchiert sind und die Tatsachen der Wahrheit entsprechen. Was in „Jetzt fliegen sie wieder“ aufgezeigt wird ist mehr als nur bedenklich, es ist eine Schw… Wird durch solche Flüge nicht auch die Arbeit in biologisch angebauten Weinbergen tangiert, und damit das Resultat der Arbeit beeinflusst? Wie steht es mit Klagemöglichkeiten? Der Artikel könnte darum durchaus noch aggressiver verfasst sein – aber auch ich weiss, dass man manchmal mit einem etwas moderateren Ton mehr erreichen kann.

  19. Man kann es nicht laut genug in die Welt hinausschreien, mit welchen Praktiken und Mitteln hier lebensverachtend und unwürdig gegen das Leben vorgegangen wird – nur des Geldes wegen. Wieviel Menschen noch, müssen das teuer bezahlen? Gesundheitlich und auch finanziell. Von unserer Umwelt zu schweigen.
    Deswegen dürfen wir nicht schweigen und uns damit abfinden.

    „Delinat“, macht weiter so mit den Informationen. Vielleicht folgen in Zukunft noch schärfere Töne. Solche, die vielleicht auf dem diplomatischen Weg auch die verantwortlichen Stellen erreichen.

  20. Schwerste Gefährdung und Schädigung der Bevölkerung mit bekannten gefährlichen chemischen Substanzen – mit Wissen und Duldung unserer Behörden: – Derselben Behörden also die gegen die rauchende Bevölkerung eine wahre Hexenjagd veranstalten. Wie ist das möglich? Die höchsten Vertreter der Pharma-Industrie sitzen mit den Mitgliedern einer selbsternannten Weltelite am gleichen Tisch und sind also gleichermassen Drahtzieher und Nutzniesser einer unglaublichen Gift-Produktion und Vergiftungs-Aktion. Dass unsere (Gesundheits-)Behörden (auch auf Bundesebene) ihre Arbeit nicht machen wollen (oder können), weil sie von mächtigen Kreisen entsprechende Anweisungen erhalten, wird langsam von einer immer grösser werdenden Bevölkerungszahl verstanden. Wir müssen heute verstehen dass WIR FÜR UNS SELBST DIE VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN MÜSSEN. Von unseren Behörden erhalten wir keine Hilfe. Vielmehr wird der Bevölkerung ein Interesse an deren Gesundheit nur vorgespielt. Dieser Beitrag ist politisch nicht „correct“ und wird eventuell nicht veröffentlicht werden.

  21. Ich finde, diese Spritzerei kann man nicht aggressiv genug denunzieren. Bio Winzer haben mir schon erzählt, dass das Gift, das der Nachbar über seine Weinberge spritzen lässt, auch in ihre Reben geweht wird. Für die Vögel, die Insekten und die Bodenlebewesen ist das Gift katastrophal. Nur den Hinweis auf die Krebserkrankungen würde ich weglassen. Das Hauptproblem ist jetzt da mal nicht die Gesundheit der Menschen, sondern der zerstörerische Eingriff in die Natur, die Verminderung der Biodiversität. Auch der Hauptwert des Bio Weines liegt nicht darin, dass er für uns gesünder ist, sondern dass er den tierischen und pflanzlichen Lebewesen nicht schadet oder sogar nützt.

  22. Ich finde den Artikel nicht zu aggressiv und finde es wichtig, dass solche Informationen verbreitet werden. Allerdings finde ich – ähnlich wie Frau Annette Hofmann – schade, unnötig, journalistisch fragwürdig und deshalb der Sache wahrscheinlich nicht dienlich, wenn Zusammenhänge auf diese Art her- und dargestellt werden:
    „Während die Liebhaber konventioneller Weine wegschauen und sich lieber um die Einhaltung des Rauchverbots im Bistro kümmern, werden die Krebsstationen der kantonalen Krankhäuser Jahr für Jahr erweitert.“
    Damit wird impliziert:
    1. D i e Liebhaber konventioneller Weine wüssten eigentlich alle Bescheid, schauen aber absichtlich weg. Die Liebhaber von biologisch produzierten Weinen sind da natürlich ganz anders, weil die besseren Menschen.
    –> hofft man, damit die Liebhaber konventioneller Weine zu Bioweintrinkern zu machen?! So werden doch nur Leute erreicht, die eh schon der gleichen Meinung sind, die andern werden frontal angegriffen und vergrault.
    2. Es wird ein kausaler Zusammenhang nahegelegt zwischen dem Spritzen der Pestizide und der Erweiterung der Krebsstationen. Ist das überprüft? Kommen z.B die Patienten dieser Stationen tatsächlich überzufällig häufig bzw. überdurchschnittlich aus den ‚besprühten‘ Gebieten? Um welche Kerbserkrankungen geht es? Sind es tatsächlich die Erkrankungen, welche von solchen Pestiziden (mit)verursacht werden können? Gibt es noch andere Einflussfaktoren? etc.
    Eine solche Art der Argumentation ist leider ein Steilpass für die Gegenseite, um delinat in die Ecke der unsauber recherchierenden und unseriös argumentierenden Öko-Fundis stellen zu können.

  23. Ich finde Ihre Berichterstattung gut und wichtig und lese immer häufiger Ihre Artikel. Als großer Wallis-Liebhaber war für mich diese erschreckende Nachricht natürlich auch höchst informativ. Ich habe mich allerdings auch gefragt, ob der Kausalzusammenhang zwischen Krebskliniken und Gifthelikoptern, so naheliegend es einem erscheint, haltbar ist, bzw. ob Sie da konkrete belegbare Unterlagen haben. Ich finde Ihre Berichte nicht aggressiv, möchte mich in meiner Argumentation den Bedenken von Martin Müller anschließen, Sie aber doch darin bestärken, weiter über diese Themen und in dieser Form zu schreiben. Es wäre wichtig, dass Ihre Artikel auch über Delinat hinaus ein breiteres Publikum erreichen, vor allem auch in Deutschland. Machen Sie weiter so, sachlich begründete Argumentation wäre mir wichtig.
    Und was sage ich den nicht Biowein-Trinker in meiner Umgebung, die angesichts Ihres Artikels abwehren und sagen, das Gift wird ja wieder abgewaschen, bevor die Traube geerntet wird?!

  24. Fast handelt es sich bei Ihrer Frage um eine Suggestivfrage, denn niemand(als Betroffener)dürfte den Artikel als zu scharf verurteilen. Solche schädigenden Maßnahmen, wie das ungezügelte Verspritzen von Pestiziden mit den bekannten Sequenzen sollte als vorsätzliche Körperverletzung unter Strafe gestellt, respektive verboten werden. Hier feiert der morbide Reiz der Gier nach Profit fröhliche Urstände. Trinken eigentlich die Veranlasser solcher Gefährdung ihre Weine selbst?

  25. Wir danken allen Lesern für die überwältigende Unterstützung, die uns ermutigt, unbeirrt den Kampf fortzusetzen. Allein schon, dass wir die Helikopterspritzung auf den Weinbergen des Institutes nicht zulassen, hat uns sehr, sehr viele Feinde gemacht.
    Was die etwas überspitzte Bemerkung zu den Liebhabern konventioneller Weine betrifft, so habe ich mich belehren lassen und den Satz zugunsten einer klareren Argumentationslinie gelöscht. Mir ging es in dem Satz darum, dass man wegschaut, wie die eigenen Lebensmittel hergestellt werden.
    Den Absatz über die Krebsstationen in Weinbaugebieten habe ich ebenfalls etwas unverfänglicher formuliert. Dass in den Weinbaugemeinden die Krebsstatistik höher als in den anderen Kantonen ausfällt, ist richtig und bekannt, aber da es keine veröffentliche Studie darüber gibt, die ich hier zitieren oder verlinken könnte, streiche ich den Satz und formuliere wie folgt:
    In den Walliser Weinbau-Gemeinden wie Ayent, Saviese, Conthey ist die Quote der Krebserkrankungen übrigens überdurchschnittlich hoch, was freilich auch noch andere Gründe haben könnte. Schaut man sich allerdings die Liste der Gesundheitsgefahren, die von Pestiziden ausgehen (hier), einmal etwas genauer an, liegt die Vermutung doch sehr nah, dass eine Verbindung vorliegt. Genaue Studien über diese Zusammenhänge wurden nach unserer Kenntnis bisher nicht im Wallis durchgeführt. Fest steht aber, dass die Walliser Krebskliniken laut Regierungsrat landesweit das beste Renommee genießen, da nirgends sonst so viele Erfahrungen mit dieser Krankheit vorliegen. Untersuchungen in Frankreich haben übrigens gezeigt, dass in der Nabelschnur von Müttern aus Weinbaugebieten bis zu 30 verschiedene Pestizide nachweisbar sind (Quelle: Our Children will accuse us – siehe folgenden Film).

    Übrigens, das Gift, das vor der Ernte von den Trauben abgewaschen wird, landet im Boden und schließlich im Grundwasser oder den Flüssen. Es löst sich ja nicht in Luft auf.

  26. Ich finde die Polemik im ersten Absatz ganz überflüssig. Wenn die Fakten schon so empörend sind, ist Polemik – gerade am Anfang eines Beitrags – eher kontraproduktiv. Entscheidend sind für mich die korrekte Recherche und die Zuverlässigkeit der dargelegten Informationen. Ich finde es gut und wichtig, (nicht nur) die „naturverbundene Weintrinkergemeinde“ mit solchen aufrüttelnden Nachrichten zu konfrontieren. Sehr beeindruckt hat mich vor einiger Zeit auch der Beitrag über den im Pazifik treibenden Teppich aus Plastikmüll. Ich schätze aber auch die positiven Beiträge über Ökologie, z. B. über Terra Preta, über die Kompetenzen von Pflanzen und das komplexe Zusammenwirken von Pflanzen und Tieren sehr.

  27. Der Text leidt nicht daran, dass er zu aggressiv wäre, im Gegenteil, er dürfte gerne noch aggressiver und pointierter sein. Nur geht das leider nur, wenn ein Text präzise ist und darin nicht einfach verbal wild um sich geschlagen wird. Leider krankt der Text daran, dass er bereits im Lead derart unpräzis ist, dass einem jede Lust vergeht, sich den ganz Text zu Gemüte zu führen.

    Hier ein paar Beispiele:

    1. „Angesichts der Millionen Hektar Regenwald, die jährlich abgeholzt werden, um (…) mit chemischen Düngemitteln und Pestiziden die Umwelt zu vergiften“ Das ist doch einfach Quatsch. Die Vergiftung der Umwelt mit Pestiziden ist eine Folge intensiver Landwirtschaft und nicht deren Zweck.

    2. „Während die Mehrheit aus Unkenntnis wegschaut und sich lieber um die Einhaltung des Rauchverbots im Bistro kümmern“ Entweder ist die Mehrheit in Unkenntnis, dann kann sie nicht wegschauen. Oder sie schaut weg; das ist dann aber zwingend ein bewusster Prozess. Über den Grammatikfehler, dass sich die Mehrheit natürlich „kümmert“ und nicht „kümmern“ kann man ja noch hinwegsehen

    Solche Ungenauigkeit schadet dem Zweck, weil sie viele davon abhält, sich auf den Text überhaupt einzulassen. Und sie lässt Zweifel an der Seriosität der Argumentation aufkommen. Also, nächstes Mal: erst nachdenken, dann polemisieren. Dann darf’s auch gern noch viel stärker zugespitzt sein.

  28. Ich finde die Tonalität genau richtig, denn agressiver würde nur Gegen-Agression erzeugen. Die Zielsetzung kann ja nur sein, Wirkung zu erzielen, sprich den Einsatz von Pestizidden zu verringern. Hierfür wäre noch mehr „scharfe“ Sachlichkeit hilfreich, wie etwa: Welche Pestizide genau werden gespritzt? Wieviel vernebelt der Heli in einer Flugstunde und wo liegt die Obergrenze pro Hektar? Wie ist die Dokumentation und Qualitätssicherung hierbei? Aus meiner 30-jährigen Erfahrung in der Beratung von biologisch arbeitenden Betrieben und Netzwerken weiß ich, daß eine brutale Sachlichkeit der beste Weg ist, um Menschen zum Nachdenken zu bewegen und dann zum anders Handeln. Weiter so, ich bin von Eurer Arbeit begeistert! Fritz Hoos

  29. Wenn die Mehrheit Kenntnis von den Folgen des Pestizideinsatzes aus der Luft hätte, würde sie sicher nicht wegschauen. Sie schauen auf die Etiketten der Weine und Nahrungsmittel, aber schauen nicht hin, wie sie produziert wurden, weil das Vertrauen in die staatliche Regulierung groß genug ist.
    Nicht nur bei Volksabstimmungen spricht übrigens die Mehrheit wie mit einer Stimme, auch die deutsche Grammatik fasst die Mehrheit als einen Singular auf.

    Die Regenwälder werden abgeholzt, um genmodifiziertes Soja anzubauen und dann mit chemischen Pestiziden und Herbiziden die Umwelt zu zerstören, denn je stärker die Umwelt zerstört ist, desto größer ist der Bedarf an genmodifiziertem Pflanzgut und Pestiziden, die ja alle vom gleichen Hersteller kommen.

    Ich stimme freilich trotzdem zu, dass die Einleitung des Artikels besser formuliert werden sollte, um die Aufmerksamkeit auf die wirklich entscheidenden Punkte des Artikels zu konzentrieren. Ich habe dies wie folgt versucht und hoffe, dass dank der aktiven Diskussion mit den Lesern schließlich ein auch rhetorisch so stichfester Text daraus wird, dass er den Behörden als Argumentationsgrundlage dienen kann.

    Die Spritzpläne und Quantitäten sind übrigens im Text verlinkt, hier nochmal der Link: http://www.ithaka-journal.net/helikopter-spritzplan-2009-ayent

    Angesichts der Millionen Hektar Regenwald, die jährlich abgeholzt werden, um genmodifiziertes Soja anzubauen und dann mit chemischen Düngemitteln und Pestiziden die Notwehr der Natur gegen die Monokultur außer Kraft zu setzen, sind unsere Bemühungen um Biodiversität im Weinbau nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber wir kennen sie natürlich auch, die Helikopter, die selbst in der Schweiz noch immer unsere Felder, Dörfer und Gewässer mit Pestiziden vergiften. Während die Bevölkerung sich in Sicherheit wiegt und den Gesetzen des Staates vertraut, schließen der Staat und seine Behörden die Augen, obwohl bei Pestizidspritzungen aus der Luft klare und deutliche Gesetze gebrochen werden. Wegschauen ist immer einfacher als Hinschauen und vor allem einfacher als die zivile Verantwortung wahrzunehmen und etwas zu tun.

  30. Die Gleichgültigkeit der Masse aus Bequemlichkeit oder Dummheit
    kann nur durch ständiges Aufmerksammachen geändert werden.
    Unsere Kinder haben ein Anrecht auf eine gesunde Natur.Was hinterlässt unsere Genaration ihnen?
    Es ist traurig und verantwortungslos.

    H.Posselt

  31. In einem freien Markt wähle ich BIO-Wein!

    Eine intakte Natur, Umwelt und Gesundheit können wir uns nicht oder nur schwer (zurück-)kaufen; wir müssen uns täglich und bewusst mit unserem Verhalten und dessen Umweltverträglichkeit auseinandersetzen!
    Somit bin ich Delinat sehr dankbar, wenn mit aller Deutlichkeit und mit fundierten Fakten solch gravierende Missstände im CH-Weinbau aufgedeckt und angeprangert werden. Die heftigen Reaktionen auf Produzentenseite zeigen ja, dass diese Wahrheit/Offenheit nicht allen so lieb ist…

    Als potentieller Käufer von Produkten habe ich auch als Einzelperson eine gewisse Macht resp. vor allem die freie Wahl, ob ich lieber das etwas teurere Bio-Produkt oder das (nicht immer günstigere geschweige denn bessere) „konventionell“ produzierte Erzeugnis erwerben will.
    Einer meiner bisherigen Wein-Lieferanten hat seit kurzer Zeit neu auch BIO-Wein im Sortiment – dies nachdem ich dem Kundendienst unmissverständlich mitgeteilt hatte, dass ich wieder Wein bestellen würde, sofern dieser nach biologischen Kriterien produziert worden sei.

    Es braucht mehr kritische, naturverbunden und ganzheitlich denkende Konsumenten, die den Produzenten „auf die Finger“ schauen und somit die Herstellung umweltverträglicher, nachhaltiger Produkte beinflussen können – insbesondere auch durch den Kauf solcher Güter (nicht nur im Genussmittel- oder Lebensmittel-Sektor)!

  32. Wenn Kritiker mit Tatsachen anrücken, die eine andere Sicht ermöglichen, soll das ernst genommen werden.
    Wenn mit Polemik auf Kritik reagiert wird, ist das ein untrüglicher Hinweis, dass Ihr auf der richtigen Spur seid.
    Gratuliere zum Mut, nur weiter so.
    Urs Singer

  33. Es ist Ihr legitimes Recht, solche Aktivitäten zu veröffentlichen und zur Diskussion zu stellen. Dass dies im Wallis nicht gut ankommt, kann nicht überraschen. Ich halte mich hie und da im Wallis auf und möchte behaupten, den toleranten Walliser, der eine andere Meinung zulässt (er muss sie ja nicht teilen)ist schwer zu finden. Ich möchte Sie unbedingt ermuntern, weiter kritisch zu berichten. Fortschritt ist nur durch stetiges Dranbleiben und mutiges Insistieren zu erreichen. Danke für diese Arbeit.

  34. Wohlan, Angriff ist die beste Verteidigung! Der Beitrag ist ganz und gar nicht aggressiv. Und ist es nicht ein Blog oder ist Herr Preisser Deutschlehrer?
    Grundsätzlich muss ein Beitrag sauber recherchiert sein, mit nachweisbaren Quellen. Wenn dann die Formulierungen holpern, nicht so schlimm. Die Infos müssen stimmen.
    Allerdings merke ich selber, wie schwierig die umfassende Information über mein täglich Brot und den abendlichen Wein geworden ist. Mir fehlt schlicht die Zeit. All die Links im Artikel würden sicher zur Klärung beitragen, hélas, wer soll sie lesen? Vermutlich geht es den Winzerinnenn, Bauern und Bewohnerinnen im Wallis genauso. Und genau darauf baut die Agrochemie, wenig Zeit, mangelnde Fachkenntnis und hoher Produktionsdruck.
    Sie hätten im Artikel auch fragen können: ist dies eine Demokratie? Das Volk wählt und stimmt und wer überwacht?
    Aus diesem einfachen Grund trinke ich Delinat Weine, weil ich mich auf die Vorauswahl verlassen möchte. Dafür bin ich auch gerne bereit, etwas mehr zu zahlen. Ich weiss nicht, ob ich mir dies auch leisten könnte, wenn ich Bäuerin im Wallis wäre.
    Ich bestätige hiermit, dass ich für diesen Beitrag weder bezahlt noch bestochen oder genötigt wurde ;-)))

  35. Wenn ein solcher Artikel sachlich bleibt und nicht polemisiert, kann er gar nicht aggressiv genus sein. Er deckt schliesslich ein Delikt auf!

    Ich frage mich, warum solche Gesetzesverstösse nicht von der kritischen Presse aufgedeckt werden? Oder gibt es im Wallis keine kritischen Medien?

  36. ,, Hallo“
    Warum in aller Welt gibt es Menschen,oder auch Winzer, die meinen das so ein
    Bericht viel zu bissig und aggressiv ist ????? Da gibt’s
    eine Reihe von möglichkeiten. Die ,, B e s t e “ währe allerdings, ein ,, E i n f u r v e r b o t “ solcher Weine ( Artickel ) zubewirken.Sollen Sie Ihre ,, Brühe “ selber s , ä
    genießen. Mfg.

  37. Servus und „Gruezi miteinand“,

    das nennen die Leute agressiv? Ach Bobbelchen mit Streicheln kommt man denen nicht bei.Allerdings mit was anderem auch nicht, daher kann der Ton gar nicht „eng“ genug sein.Was haben wir denn mit unserer Friede-Freude-Eierkuchen-Politik bei den Atomkraftwerken in Deutschland und Europa denn erreicht? Verlängerung der Laufzeiten auf 60 Jahre!!!
    Gegen Hubschrauber helfen dicke Luftballons und die Androhung von Seilen dazwischen.Nein, nicht wirklich, aber man könnte schon eine Wut kriegen.
    Nochmal: der Ton ist nicht agressiv! Basta.
    Gruß

  38. Nochmal: Auch ich bin Ärztin. Auch ich kenne die Studien über Umweltbelastungen und Krebs, die einen Zusammenhang nicht 100%ig bewiesen können. Es gibt aber, wenn man sich mal mit eher „abseitigen“, nämlich naturheilkundlichen Studien beschäftigt, ganz andere Aussagen. Ich überlebe meinen Krebs (der aggressiv behandelt wurde) seit Jahren nur durch naturheilkundliche Methoden. Nie wieder würde ich meinen Körper noch einmal so vergiften lassen.

  39. Auch ich finde den Artikel in keinem Fall zu aggressiv. Aber ich bin kein Freund der reißerischen Titel wie „Felder des Todes“ oder „Killer xxx“.
    Der Artikel gefällt mir trotzdem inhaltlich insgesamt sehr gut und ich finde ihn deshalb so besonders wichtig, weil er die Zustände in der Schweiz und nicht in Südamerika oder Asien beschreibt. Tatsächlich werde ich oft gefragt, ob ich denn daran glaube, dass Biokost tatsächlich biologisch angebaut wird. Ich erkläre den Bekannten genau das, was Sie in Ihrem Artikel schreiben, nämlich, dass sich konventioneller Anbau ebenfalls an Richtlinien halten muss, und dass diese leider auch oft nicht eingehalten werden. Welche Anbautechnik birgt also die größere Gefahr für die Umwelt, der konventionelle oder der biologische/biodynamische Anbau?
    Es ist wichtig, dass wir den Mut haben gegen die herrschende Meinung zu schreiben und zu reden und nur nach unserem besten Gewissen zu handeln. An allem Anfang steht die Ernährung – gesunde Ernährung heißt gesunder Körper und Geist. Und daraus ergibt sich wieder genügend Lebensenergie zu haben, gegen alle Widerstände im Leben zu kämpfen, für das was einem Wichtig ist. Und wenn das viele tun, machen noch mehr mit !!!

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine gute Zeit.

  40. Hallo aus Peine!
    In derartiger Angelegenheit kann kein Artikel agressiv genug sein. Ich denke, man sollte schon konzequent sein und das Richtige vertreten! Gerade die Verursacher müssen immer wieder auf ihre Fehler und ihr Fehlverhalten hingewiesen werden, und zwar in den meisten Fällen agressiv, sonst ändern sie doch nicht ihr Verhalten. Nur wenn die Verursacher unter Druck gehalten werden, verändern sie ihre Wahrnehmung zu den Mitbürgern und verändern damit evtl. auch ihre Produkte zu umweltfreundlichen Produkten.
    Daher müssen alle, die wieder eine bessere Umwelt und damit bessere Lebensqualitäten wollen, am Ball bleiben. D. h. also agressiv bleiben!

  41. Ich bin der Meinung, dass leider viel zu wenig solche Mißstände angeprangert werden und nur mit ein bißchen Geplänkel werden diese doch gar nicht ernst genommen bzw. gleich wieder im Keim erstickt. Nur wenn man die Verantwortlichen so richtig unter Druck setzt, ändert sich vielleicht etwas. Und je mehr dahinterstehen und sich engagieren, desto eher hat man Erfolg. Die Umwelt geht Alle an.

  42. Die Konsumenten haben das Recht auf ehrliche Berichterstattung und erwarten dies. Das ist meine Meinung. Die Behandlung mit Pestiziden ist unverantwortlich.

  43. Ich bin gerade deshalb Delinat-Kunde seit vielen Jahren, weil ich mich für die Umwelt nicht nur sehr interessiere, sondern auch engagiere. Also habe ich in meinem Keller immer auch Bio-Weine von Delinat, die ich meinen Weingeniesser-Freunden gerne ab und zu einschenke. Die hämischen Kommentare: „zu teuer- zu wenig Schweizer Wein im Angebot“ kontere ich mit Humor und dem Hinweis, dass zu einer Haltung auch ein bisschen Konsequenz im Handeln gehöre, … und mit der Qualität der Weine. – Der Artikel ist nötig und bezieht Stellung. Ich schätze klare Sprache, klare Aussagen, klaren Positionsbezug eines Autoren. Ich mag auch Provokation und sogar Polemik, wenn sie engagiert-witzig und nicht sektiererisch-dumpfbackig daherkommt. Auch wenn der Artikel „zu bissig“ und „zu aggressiv“ wäre (was ich nicht finde), selbst dann könnte ich das einschätzen, mir mein eigenes Urteil bilden. Ich bin ein mündiger Bürger und schätze es sogar, wenn mich eine andere Meinung zum Nachdenken und Argumentieren provoziert.

  44. Danke für Ihre kritischen Beiträge.
    Ein großes Lob an Ihr Institut, daß es sich mit solchen
    Mißständen auseinander setzt. Wir haben der Schöpfung größten Respekt zu zollen; spätere Generationen werden es uns danken.
    Weiter so; nur damit kann etwas bewegt werden.

  45. Herr Scheffer,
    wahrscheinlich gehts Ihnen genau wie mir vor fast 20 Jahren, als ich mich gegen den illegalen Spritzeinsatz von Olivenhainen auf Paxos engagierte. Maßlose Wut und Angst steigt in einem auf, wenn man diese Hornissen am Himmel sieht und dem Treiben wehrlos ausgesetzt ist. Der Unterschied zu Ihnen ist, dass ich hoffe, dass Sie in der Schweiz mehr Rechte haben, sich gegen ein verbrecherisches Vorgehen zu schützen, als dies den griechischen Bauern vor Ort möglich war. Sie sollten eine Spendenkampagne beginnen, die das Ziel hat, die Verantwortlichen – egal ob private Personen oder staatliche Beamten – hinter Gitter zu bringen. Denn wo kein Kläger da kein Richter. Da aber auch der folgende Spruch gilt: „Vor Gericht und auf hoher See bist du in Gottes Hand“; bedarf es genügender Ressourcen (Zeit und Geld) um einen solchen Kampf durchzustehen. Zeit habe ich nicht aber eine Anfangsspende von 50€ bin ich sofort bereit Ihnen zur Verfügung zu stellen.
    Mit freundlichen Grüßen aus dem Norden Deutschlands.

  46. Beeindruckend, wie viele Beiträge zu diesem Artikel verfasst wurden.
    Ich frage mich, wenn die „Spritztouren“ der Helikopter illegal sind oder zumindest Richtlinien nicht eingehalten werden, weshalb gab es da noch keine Klagen? Ich finde dies sogar alarmierend, wenn nichts unternommen wird. WWF und Greenpeace Schweiz sollten sich hierfür einsetzen.

    Der Beitrag ist gar etwas schockierend, aber berechtigt wie angemessen, angesichts der Rücksichtslosigkeit der Winzer dieser Region. Wichtig ist einfach, dass nicht alle in dieser Region in den selben Topf geworfen werden. Wie fest sich Ithaka, das einer Stiftung angehört, in dieser Form mitteilen sollte, zeigt mit der Zeit die Erfahrung. Klar ist; in sanftem Ton und ohne politisches Engagement erreicht man bei diesen Missständen wenig bis nichts.

  47. @ Lunte: Vielen Dank für Ihre aufmunternden Worte! Die Dickfelligkeit und unglaubliche Ignoranz der Verantwortlichen ist tatsächlich mehr als frustrierend.

    Da Greenpeace und WWF sich ebenfalls des Themas annehmen werden, warten wir zunächst ab. Vielleicht folgen dann weitere Schritte, die wesentlich mehr Zeit und Geld kosten. Und dann kommen wir gern auf Ihr Angebot zurück.

  48. @Schefer: Freud mich, dass Greenpeace aktiv wird und das ganz besonders als ehemaliger GP-Aktivist aus Hamburg. Mir würde da auch gleich eine gute Aktion mit GP einfallen. Dazu zwei Fragen: wie hoch dürfen oder müssen die Helis fliegen beim spritzen? Und ist im Vorhinaus bekannt, wann die Helis fliegen?

  49. @Lunte: Gespannt auf die Idee zur Aktion, hier die Info direkt aus den Weinbergen: Die Daten sind im Vorraus bekannt. Die Flughöhe beträgt etwa 10m.

  50. @Schmidt, Hans-Peter, dass hört sich sehr gut an. Aber ich denke es ist verständlich, dass ich hier die Idee nicht Preis gäbe. Damit könnten sich die Hellis drauf vorbereiten. Wann stehen denn die nächsten Spritzaktionen an? Ich denke alles weitere sollten wir über Mail machen.

  51. @Schmidt, Hans-Peter, dass hört sich schon mal gut an. Wann ist denn der nächste Flug? Es wäre aber nicht klug die Idee hier Preis zu geben, denn dann könnten sich die Helis darauf vorbereiten. Alles weitere sollten wir über Mail oder auch Telefon machen.

  52. Ich poste hier den selben Beitrag, welchen ich schon unter dem hier diskutierten Bericht veröffentlicht habe:

    Es ist richtig, dass hier der offensichtlich geduldete Verstoß gegen bestehende Gesetze angeprangert wird. Richtig ebenfalls, dass explizit die Missstände im Wallis angeklagt werden. In den meisten Gebieten, in denen mit Luftfahrzeugen Fungizide ausgebracht werden, wird die Ausbringung extrem überwacht. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung in den Weinbergen der Mosel.

    Mit moderner Technik wie dem Einsatz von abdriftarmen Injektordüsen ist es möglich, die Abdrift auf ein mit bodengeführten geräten vergleichbares Niveau abzusenken.

    In Deutschland ist der Einsatz dieser Technik Pflicht und wird streng kontrolliert.

    Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch: Es ist mit Sicherheit möglich die Spritzung von Hand durchzuführen, jedoch erfordert dies ca 15-20 Arbeitskraftstunden / ha.
    Dies multipliziert mit mindestens 6-8 Spritzungen ergibt einen hohen Kostenaufwand und große Probleme die Behandlungen zum richtigen Zeitpunkt anzusetzen. Dies ist jedoch notwendig um den Aufwand an Pflanzenschutzmitteln nachhaltig zu verringern.

    Das Problem der Sache jedoch ist dieses, dass aus dem Fehlverhalten einzelner die gesamte Hubschrauberspritzende Winzerschaft verurteilt wird. Jedoch nicht vom Autor des Artikels, aber von vielen Lesern. Ein weiteres Grundproblem ist eben dass dieser Blog/ das Ithaka-Journal wahrscheinlich nur von überzeugten Öko-Konsumenten gelesen wird.

    Ich finde den Schreibstil keinesfalls zu aggressiv. Über die bisweilen etwas reißerische Polemik haben Herr HPS und ich uns schon an anderer Stelle ausgetauscht.

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