WeinLese 48: Editorial

Spanien hat sich im Verlauf der letzten Jahre zum Lieblingsweinland der Delinat-Kundinnen und -Kunden gemausert. Grossen Anteil daran hat Josep Maria Albet i Noya aus dem Penedès. Seit Jahrzehnten beweist der erfolgreichste Biowinzer Spaniens, welch grossartige Tropfen im Weinbau mit reicher Biodiversität möglich sind. Querer es poder – wollen ist können, oder: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Der Erfolg, den Albet i Noya mit Weinen aus reicher Natur hat, treibt auch Winzer in anderen spanischen Regionen an, diesen Weg zu gehen. So sorgen etwa in der wenig bekannten Region Kastilien und León im Nordosten von Spanien mehrere nach der Delinat-Methode arbeitende Winzer dafür, dass der Weinbau hier zunehmend an Kontur und Ansehen gewinnt.

«Wollen ist können.»
Spanisches Sprichwort

Davon liess sich auch Thomas Vaterlaus, Chefredaktor des Weinmagazins «Vinum», überzeugen, als er kürzlich mit Delinat-Einkäufer David Rodriguez in dieser aufstrebenden Region unterwegs war und vier Delinat-Weingüter mit grossem Potenzial besuchte. Ich wünsche Ihnen spannende Lektüre bei einem Glas Delinat-Wein, vielleicht aus Kastilien und León. España, olé!

Hans Wüst

Hans Wüst

Redaktor bei Delinat
Der Mensch kann die Natur malträtieren oder in Harmonie mit ihr zusammenarbeiten. Egal, wofür er sich entscheidet, sie ist immer stärker. Weine, die im Einklang mit der Natur hergestellt werden, sind deshalb nicht nur besser, sie haben auch eine ganz andere Aura.
Hans Wüst

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1 comment

  1. Es ist zwar schön dass einer der grössten Betriebe „der Erfolgreichste“ ist. Offenbar hat er den Nerv der Zeit getroffen indem man erhöhten Respekt vor der Natur mit guter Quantität und tiefe Preise vereint. Wobei das natürlich auf Kosten von Qualität geht denn bescheiden ist der Ertrag pro Hektar kaum wenn man den teils deutlichen Düngemitteleinsatz (Phosphat, Stickstoff) berücksichtigt was folglich in nur einer einzigen Delinatschnecke resultiert. Gleichzeitig ist einer der grössten spanischen Bio-Betriebe auf der Slow Food-Messe gelistet. Das stelle ich bei „der Messe des guten Geschmacks“ in Frage weil es aus dem gleichen Gebiet viele kleinere Winzer gibt welche mehr Wert auf die entsprechende Philosophie legen aber bei der Masse eher schlecht ankommen. Wenig überraschend gibt es von den ganz Grossen vorwiegend Cuvées vieler Macharten weil es die beliebten platten Charakteristiken hervorhebt welche die Masse so mag. Obwohl ich die grossen Betriebe mit Pioniergeist grundsätzlich respektiere „dank ihrem Dominoeffekt der das Ganze erst aus der Nische raushebelt und einer breiten Masse zugänglich macht“, wovon die Natur stark profitiert. Dennoch muss ich mir die Frage stellen ob Slow Food als auch Delinat nicht immer mehr ihre wahren Werte zugunsten von Profitinteressen verliert. Solange aber diese starken „Zugpferde“ der Finanz die kleineren Qualitätsanbieter nicht dominieren sondern sogar als Koexistenz fördern dann ist diese Sachlage sicherlich im legitimen Bereich und es können alle ein Stück vom Kuchen haben.

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