Rettet die Schmetterlinge!

Mitte März machte eine Studie der Weltnaturschutzunion IUCN die Runde durch die Medien: ein Drittel der Schmetterlinge Europas ist gefährdet – schuld daran sei der Verlust an geeigneten Lebensräumen für die bunten Falter. Neun Prozent sind sogar aktuell vom Aussterben bedroht – und 14 Prozent der Libellen Europas. Die Schmetterlinge sind so etwas wie ein Symbol für uns bei Delinat:

„Als meine Frau und ich 1980 Delinat gründeten, war es eine Herzensangelegenheit. Wir wollten uns für die Rückkehr der Schmetterlinge einsetzen, für Weinberge als Biotope. Und wir waren von der Idee beseelt, dass reiner Wein nicht nur besser schmeckt, sondern auch gesünder ist.“ (Karl Schefer, WeinLese Nr. 15, S. 10)

Diese Idee führte letztendlich zur Gründung des Delinat-Institutes im letzten Jahr. Als Institutsleiter Hans-Peter Schmidt vor 5 Jahren die Weinberge der heutigen Domaine des Delinat Institutes erwarb, fand er nackte, von Erosion bedrohte Böden vor, und nur mit Mühe ein oder zwei Schmetterlingsarten. Nach der Umsetzung der Charta für Biodiversität freut er sich heute über gesunden Boden, 150 Wildpflanzenarten, Reben, die qualitativ wie quantitativ hervorragende Erträge bringen – und: 47 verschiedene, teils sehr seltene und vom Aussterben bedrohte Schmetterlingsarten!

Lesen Sie den ausführlichen Bericht im Ithaka-Journal: Schmetterlinge – ökologische Wahrsager im Weinberg!

Hans Wüst

Redaktor bei Delinat
Der Mensch kann die Natur malträtieren oder in Harmonie mit ihr zusammenarbeiten. Egal, wofür er sich entscheidet, sie ist immer stärker. Weine, die im Einklang mit der Natur hergestellt werden, sind deshalb nicht nur besser, sie haben auch eine ganz andere Aura.
Hans Wüst

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4 comments

  1. Es ist wirklich unglaublich wie die Artenvielfalt im sinnvoll belebten ökologischen Weinbau zunimmt.

    Hatte in unserer größten Parzelle letztes Jahr einen Tag erlebt an dem ca. 1.000 Schmetterlinge auf Rund 2 ha unterwegs waren.

    Und das beste ist: Der Wein ist WELTKLASSE geworden. Wir sind gespannt auf die Resonanz…

  2. Aber selbstverständlich tuen Ihre Artikel Not.Ich finde sie noch zu zahm. Können ruhig direkter werden. Finde großartig, wie Sie unermüdlich immer wieder auf diese ungeheueren Dinge aufmerksam machen. Wieter so!!!!!! Wer tut es denn sonst.-Weiß nicht, wie man politisch da einen Hebel ansetzten könnte ??- Das ist wichtig.Immer viel darüber berichten, vor allem über die neg. Folgen für Tier, Umwelt und Ihre Weine.-
    Wünsche Ihnen weiterhin große Leserschaft und entspr. Kommentare!! Gruß aus Köln.
    Besten Dank für die 3 Roses. Sind köstlich.

  3. Habe jetzt verschiedene Kommentare zu den Themen „KLimawandel“ und „Schmetterlinge“ gelesen.
    Zum 1.: Ich finde schon, dass mit diesem Thema viel Schindluder betrieben wird. Ja, wir haben zur Zeit viele Wetterextreme, nur wird in der ganzen Diskusion immer auf die Emisionen der Industrie u. der KFZs geschimpft, obwohl längst bekannt ist,dass die diversen Vulkanausbrüche, die wir Menschen nun wirklich nicht beeinflussen können, sehr viel höhere Schadstoffmengen in die Atmosphäre schleudern.
    Schaut man ausserdem in der Geschichte zurück, gab es immer wieder sehr viel schlimmere Extremwetterlagen als zur Zeit. Heute wird nur viel mehr darüber berichtet.
    Unbestritten sind allerdings grundsätzlich die schlimmen Folgen für unser Klima aus der Vernichtung der Regenwälder. In dem Zusammenhang muß man auch die viel zu hohen Rinderproduktionen weltweit kritisch betrachten, die paradoxerweise ein vielfaches an Emissionen erzeigen, im Gegensatz zu den Autos ect..
    Zu 2.: Schmetterlinge und Co. hätten es bei uns allgemein leichter zu überleben, wenn schon jeder Einzelne von uns seinen Garten so anlegte, dass diese Insekten einen geeigneten Lebensraum vorfänden. Wenn auch einmal z.B.Brennesseln wachsen dürften oder bei der Auswahl der Blüten auf ungefüllte und einheimische, für Schmetterlinge geachtet würde. Nicht monokulture Brachflächen sind unter Umständen auch ein Paradies für Insekten.
    Wenn sich so Mancher eher an die eigene Nase packte, wäre der Natur auch viel geholfen!

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