Heidelbeeren-Experiment am Delinat- Institut

Neben Heidelbeeren werden auf dem Delinat-Institut bereits andere Sekundärkulturen wie z.B. Tomaten und Kürbisse angebaut.
Neben Heidelbeeren werden auf dem Delinat-Institut bereits andere Sekundärkulturen wie z.B. Tomaten und Kürbisse angebaut.

Heidelbeeren-Experiment am Delinat- Institut. In den Weinbergen des Delinat- Instituts wurde im Frühjahr ein Versuch mit Heidelbeeren als Sekundärkultur zwischen den Reben gestartet. Die Krux: Heidelbeeren bevorzugen saure Böden, während die Reben auf basischen Böden wachsen. Durch den Einsatz von Terra Preta (Pflanzenkohle-Substrat) sowie Mykorrhiza- Pilzen scheint es allerdings zu gelingen, den Heidelbeeren gute Wachstumsbedingungen zu schaffen. «Jedenfalls sind sie gut angewachsen und werden schon bald eine erste kleine Ernte liefern», erklärt Institutsleiter Hans-Peter Schmidt. Als Sekundärkulturen wachsen in den Rebbergen des Forschungsinstituts bereits Erdbeeren, Himbeeren, Aronia, Pfirsiche, Kartoffeln, Tomaten und Kürbisse und einiges mehr.

Hans Wüst
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2 comments

  1. Guten Tag Delinat Team

    Mich würde interessieren wie ihr Experiment mit Terra Preta und Heidelbeeren weiter verlaufen ist und ob die Pflanzen jetzt nach einigen Jahren diesen Boden noch mögen?

  2. Der Begriff der Terra Preta steht nicht für einen ganz bestimmten Boden oder Substrattyp. Es wird etwas ungenau für Pflanzenkohle-haltige Erden verwendet. Diese Erden kann man gezielt für bestimmte Pflanzenarten mit Nährstoffen anreichern, den pH-Wert und die Luftigkeit einstellen. Für Heidelbeeren bräuchte es ein leichtes, saures Substrat, was herzustellen durchaus möglich ist. Allerdings sind die meisten Substrate, die unter dem Namen Terra Preta verkauft werden, alkalisch und damit für Heidelbeeren ungeeignet.

    Mir sind derzeit keine wissenschaftlichen Versuche von Pflanzenkohle-haltigen Substraten und Heidelbeeren bekannt, wäre aber auf jeden Fall sehr interessant. Wir haben vor mehreren Jahren mal versucht, Heidelbeeren durch Inokulation mit Mykorrhiza-Pilze in alkalischen Weinbergsböden anzupflanzen, was leider nicht von sonderlichem Erfolg gekrönt war.

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