Wein- und Genussreise Madrid, Kastilien und León: Das Programm Tag für Tag

Tag 1: Sonntag, 13. Juni 2021
Willkommen in Madrid

Sie reisen individuell nach Madrid. Treffpunkt ist um 17 Uhr im Hotel. Voraussichtlich logieren wir im Hotel Intur Palacio San Martin, sehr zentral im Herzen der Stadt gelegen, aber doch an einem ruhigen Platz in der Nachbarschaft zum Kloster San Martin.

Reiseleiter Martin Schäppi und María del Pino Pérez Goyanes stellen Ihnen hier bei einem Apéro das Reiseprogramm im Detail vor und Sie lernen die Mitreisenden kennen. Anschliessend begeben wir uns mit Anne Wieging auf einen abendfüllenden Stadt- und Tapas-Spaziergang. Anne, die gebürtige Münsterländerin, lebt seit 2006 in Madrid und weiss, wo es die ganz speziell feinen Dinge zu geniessen gibt. So lernen wir auf einem Rundgang durch ein paar typische Kneipen und Läden einige Spezialitäten kennen wie zum Beispiel edle Eichelschinken und leckere Garnelen aus Huelva. Gleichzeitig entdecken wir ein paar versteckte Ecken und Facetten der Stadt. In einem kleinen Tablao, abseits der ganz grossen Touristenströme, lassen wir den Abend mit Flamenco ausklingen – spanischer kann man den Abend in Madrid nicht abschliessen! Übernachtung in Madrid.

Tag 2: Montag, 14. Juni 2021
Über die Kelten in die Ribera del Douro

Nach dem Frühstück fahren wir in unserem komfortablen Bus gegen Norden ins Douro-Tal. Die Landschaft entlang des Douro war jahrhundertelang Niemandsland und Schlachtfeld zwischen Mauren und Christen. Unser Ziel ist das Hügeldorf Moradillo de Roa. Es entstand zur Zeit der «Reconquista», der Rückeroberung Kastiliens von den Mauren. Hier im Dorf beschäftigt man sich schon lange mit Wein: ein Labyrinth von Höhlen und unterirdischen Weinkellern windet sich unter dem ganzen Dorf durch.

Für uns als Weinliebhaber ist die Provinz Castilla y León vor allem bekannt durch die Weinregionen Rueda, Toro, Cigales und – unser heutiges Ziel – Ribera del Duero bekannt. Das kleine und feine Weingut Kirios de Adrada wurde 2001 von Jesús Lázaro und Maite Perera konsequent und von Grund auf entsprechend der Bio-Philosophie erbaut. Aus den natürlichen Materialien Kalkstein und Holz, die in der Gegend reichlich vorkommen. Naturkork zur Isolierung ermöglicht die Temperatur im Inneren des Gebäudes das ganze Jahr über konstant zu halten. Das Weingut ist von Norden nach Süden ausgerichtet, damit es sich im Sommer abkühlen und im Winter aufheizen kann. Es wird nach biodynamischen Grundlagen gearbeitet, ist aber noch nicht «Demeter-zertifiziert». Es werden ca. 60'000 Liter Wein pro Jahr produziert. Wir kosten uns durch die Weine und geniessen zum traditionellen Mittagessen von Jesús Lázaro im Holzofen gegarte Milchlamm-Koteletts und eine vegetarische Alternative. Die Weine dieses Weinguts sind (noch) nicht im Delinat-Sortiment. Wir sind aber überzeugt, dass ein Winzerbesuch in der Ribera del Douro einfach zwingend in dieses Reiseprogramm gehört.

Gegen Abend tauchen wir nochmals ein in die Geschichte ein: Es war die Zeit der «Reconquista», der Rückeroberung Kastiliens von den Mauren. Gründungen von Klöstern erfolgten im 11. und 12. Jahrhundert. Wir besuchen das mittelalterliche Städtchen Peñafiel mit seiner Burg, seiner Kirche, und seinem Kloster. Es liegt in einer Höhe von ca. 750 m am Fluss Duratón kurz vor dessen Einmündung in den Duero.

Versteckt am Flussufer des Douro, in einer Oase der Ruhe, beziehen wir gegen Abend Quartier in einer alten Getreidemühle, heute Boutique-Hotel Fuente Aceña. Im Restaurant werden frische und ehrliche Produkte auf traditionelle Weise mit viel Zeit und Sorgfalt zubereitet. In einem ausgedehnten Wine and Dine führt uns María del Pino Pérez Goyanes, unsere Sommelière, durch das Spiel der Kombination von Wein und Speisen.

Tag 3: Dienstag, 15. Juni 2021
Auf ins Weissweinparadies Rueda

Nach dem Frühstück reisen wir weiter und machen einen ersten Halt auf der Familienkäserei Campoveja. In traditioneller Handwerkskunst entstehen hier authentische kastilische Käse aus roher Schafsmilch - weder pasteurisiert noch homogenisiert. Seit 2002 wird das Unternehmen von der dritten Generation geleitet. Wir besichtigen den Betrieb und degustieren die typischen Käse.

Ausgezeichnete Terroirbedingungen und die beiden weissen Traubensorten Verdejo und Sauvignon Blanc sind dafür verantwortlich, dass die Weissweinregion Rueda heute zu den dynamischsten und erfolgreichsten Weinregionen Spaniens gehört. Die Rebberge der Hochebene sind teilweise mit grossen Kieselsteinen aus dem Flussgeschiebe des Duero übersät – ein Bild das an das Weingebiet Châteauneuf-du-Pape erinnert. Die drei Geschwister Sanz von der Bodegas Menade zeigen uns den modernen Betrieb mit dem Versuchsgarten sowie ihren Weinkeller aus dem 19. Jahrhundert in La Seca. Selbstverständlich kosten wir das Wein- und Olivenöl-Sortiment und stärken uns mit feinen Häppchen. Am späteren Nachmittag geht die Reise weiter nach Zamora, wo wir im Hotel Parador de Zamora, einem hübschen Palast in der Altstadt, Quartier beziehen.

Vom Hotel aus lassen sich bequem Sehenswürdigkeiten und Kunstschätze von Zamora und Umgebung entdecken. Die Stadt ist bekannt für die Herstellung von Lederwaren und Textilien. Der Schafskäse Zamorano D.O.P. ist nach der Stadt benannt. 1976 wurden Szenen des Spielfilms Robin und Marian mit Sean Connery und Audrey Hepburn vor der Festung Zamora gedreht.

Das Abendessen wird María del Pino Pérez Goyanes, unsere Sommelière, als Wine and Dine inm einem Restaurant in Fussdistanz gestalten. Übernachtung im Parador von Zamora.

Tag 4: Mittwoch, 16. Juni 2021
Wilde Natur und Wein aus Amphoren

Nach dem Frühstück Weiterfahrt ins Weinbaugebiet Toro, wo wir in Sanzoles das Bioweingut der Familie Alfonso besuchen. Ihr Spitzenwein, der schon mehrmals mit 90 und mehr Parker-Punkten ausgezeichnet wurde, trägt den Namen Volvoreta, was «Schmetterling» bedeutet. Die kleine aber aussergewöhnliche Bodega steht exemplarisch für die Delinat-Philosophie, die darauf abzielt, dass wieder mehr Schmetterlinge in den Weinbergen fliegen. Es war das allererste Gut, das die höchste Delinat-Qualitätsstufe von 3 Schnecken erfüllte. Auf sandigen, mit Kiesel versetzten Böden wächst in wilder Natur und reicher Biodiversität die Tinta de Toro, die ursprünglichste aller Tempranillo- Sorten. Direkt vor Ort verkostet, schmecken die Weine der Familie Alfonso besonders gut.

Gegen Abend kommen wir zurück in unser Hotel Parador de Zamora. Zum Abendessen spazieren wir in ein Restaurant in einer alten Getreidemühle am Flussufer des Duero und lassen uns verwöhnen. Maria Alfonso, die Winzerin, die wir heute kennengelernt haben, wird uns nochmals mit ihren Weinen verwöhnen. Übernachtung im Parador von Zamora.

Tag 5: Donnerstag, 17. Juni 2021
Fernandos 100 Jahre alte Buschreben

Es gibt Flecken auf der Erde, deren natürliche Schönheiten sich kaum in Worte fassen lassen. Fernando Maillo Ferrán kommt von so einem Ort und wir besuchen ihn heute. Sein Weingut Viñas del Cámbrico liegt abgeschieden in der wilden Landschaft in der Sierra de Francia gut 200 Kilometer westlich von Madrid. Hier nutzt er zusammen mit Betriebsleiter Alberto Martin die optimalen Voraussetzungen für Qualitätsweinbau, um aussergewöhnliche Tropfen zu keltern. Die Weingärten verteilen sich in einer weitgehend unberührt gebliebenen Landschaft auf 130 verschiedenen kleinen Parzellen auf denen autochthone Sorten wie Rufete und lokale Varianten von Garnacha (Calabres) und Tempranillo, hier auch Aragonez genannt. Fernandos Buschreben, die ältesten sind über 100 Jahre alt, wachsen auf Schiefer-, Granit- und Kalkböden. Wer so viel Aufwand betreibt, behandelt die Trauben besonders behutsam. Fernando hat seine Kellerei so konzipiert, dass auf Pumpen verzichtet und ausschliesslich mit Hilfe der Schwerkraft Wein erzeugt werden kann. Nach der Vinifizierung reifen die Weine in Barriques aus französischer Eiche. Um den Charakter nicht zu verfälschen, wird auf jegliche Art von Stabilisierung oder Filtrierung verzichtet.

Die Weine von Cámbrico sind keine Alltagsweine. Sie wollen entdeckt werden. Beim Mittagessen auf dem Weingut führen uns der Winzer Fernando Maillo Ferrán und unsere Sommelière María del Pino Pérez Goyanes behutsam ein in die Welt der eigenständigen, tanninreichen Weine mit grossem Aromenreichtum und viel Lagerpotenzial.

Nebst Weinbau steht die Region Salamanca auch für Schinken. Am späteren Nachmittag besuchen wir in den Weiten der Sierra de Francia die Firma Don José Antonio. Hier werden wir in die Geheimnisse des Jamón Ibérico eingeführt und lernen in einer geführten Degustation die Qualitätsstufen des edlen Schinkens kennen. Das iberische Schwein unterscheidet sich äusserlich meist durch die dunklere Hautfarbe vom normalen Hausschwein.

Gegen Abend erreichen wir Salamanca mit seiner Altstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Auf einem Rundgang lernen wir die Stadt kennen. Bei Abendessen vertiefen wir nochmals unsere Wein- und Schinken-Expertise. Übernachtung in Salamanca.

Tag 6: Freitag, 18. Juni 2021
Abschied nehmen im Zug

Nach dem Frühstück erfahren Sie nochmals die Weite der spanischen Landschaft. Im Zug verlassen wir um 10.50 Uhr Salamanca und erreichen Madrid-Chamartin um 12.30 Uhr. Hier heisst es Abschied nehmen, um und die individuelle Verlängerung oder die Rückreise zu starten.

Weitere Informationen

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Reisedatum:
13.06.2021 bis 18.06.2021

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