Exklusives Genussradeln durch Österreichs Weingebiete: Das Programm Tag für Tag

1. Tag: Montag, 28.08.2017
Willkommen in Melk

Individuelle Anreise nach Melk (siehe Informationen zur Anreise). Wir treffen uns in unserer Unterkunft (5 Gehminuten vom Bahnhof Melk). Bei einem Apero stellt Ihnen Reiseleiter Martin Schäppi das Programm vor und Sie lernen die Mitreisenden kennen. Danach zeigt uns die ortskundige Reiseleiterin Gerlinde Attam ihre Stadt. Diese wunderschöne barocke Donaustadt ist das Tor zur Wachau und bezaubert mit historischen Gassen und rühriger Gastlichkeit. Die Verbindung zum Weinbau zeigt sich beim «Haus am Stein» mit seinem uralten, unter Naturschutz stehenden Weinstock.

Danach setzen wir uns hungrig zu Tisch und lassen uns von der Küchenbrigade des Restaurants zur Post verwöhnen. Das Feinschmeckerlokal wurde von Falstaff mit 84 Punkten geehrt, damit gehört es zu den 60 besten Restaurants in Österreich.

2. Tag: Dienstag, 29.08.2017
An der schönen blauen Donau

Nach dem herzhaften Frühstück heisst es: Räder fassen! Unser Radtechniker stellt uns Sattel und Lenker richtig ein und verrät uns alles, was wir für eine sichere und entspannte Fahrt wissen müssen. Wir verlassen die Stadt und geniessen auf meist verkehrsfreien Radwegen die Donau. In Dürnstein erwartet uns Andreas Harm in seinem Weingarten Kremser Kögel. Hier wurde Weinbau erst möglich, als der Mensch begann, in den steilen, zur Donau abfallenden Hängen Kleinterrassen anzulegen und mit Reben zu bepflanzen. Der mineralische Glimmerschieferverwitterungsboden ist ideal für den Riesling. Dem Boden und der Bodenbewirtschaftung wird auf dem Weingut Harm grösste Aufmerksamkeit geschenkt. Erst das Zusammenspiel von Begrünungspflanzen, Bodensubstrat und Bodenleben ermöglicht eine optimale und gesunde Ernährung der Rebstöcke. Diesem wollen wir auf den Grund gehen: Mit Bodenspezialist Andreas Harm nehmen wir Spatenproben aus seinem biologisch bewirtschaften Weinberg und vergleichen diese mit Proben aus der konventionellen Nachbarparzelle.

Nach einem Imbiss und einer Degustation radeln wir weiter zu unserem Hotel nach Krems.

Radelleistung heute bis hier: 30km, 2h, ▲82m, ▼ 144m

Mit dem Fahrrad oder als Passagier unseres Begleitbusses überwinden Sie die Steigung hoch in den hofeigenen Heurigen der Familie Harm. Hier geniessen wir in einem der schönsten und authentischsten Heurigen Österreichs ein regionaltypisches Abendessen - natürlich mit den eigenen Weinen und einem Dessert mit Wachauer Marillen..

Satt und zufrieden radeln Sie zurück zum Hotel - oder nehmen den Begleitbus.

Radelleistung heute Hinfahrt zum Abendessen: 12km, 1h, ▲183m, ▼ 44m

3. Tag: Mittwoch, 30.08.2017
Käse, Kellergasse und Löss

Nach dem Frühstück erwartet uns Niki Moser vom Weingut Sepp Moser im Kremstal. Die Familie Moser gehört zu den alten und grossen Weinbaudynastien Österreichs. Berühmtester Spross der Familie ist der renommierte Weinbau-Professor h.c. Lenz Moser. Er hat um 1950 die hohe Erziehungsform der Reben, die sogenannte «Lenz-Moser-Kultur» entwickelt und damit vielerorts die Arbeit im Rebberg vereinfacht. Heute wird das Weingut von seinem Enkel Niki Moser geführt, der die Rolle des Pioniers weiterführt: Wir lernen hier unfiltrierte, ungeschönte und ungeschwefelte Weine kennen.

Nach der Erkundung der längsten Kellergasse Österreichs wartet das Mittagessen auf uns. Es steht ganz im Zeichen von Käse und Wein. Der «Guerillia-Käser» Robert Paget überrascht uns mit seinen Büffel- und Ziegenkäse-Spezialitäten aus Milch von eigenen Tieren. Niki Moser lässt dazu seine Weine zur Höchstform auflaufen.

Seit 2008 ist auf dem Bioweingut Mehofer am Wagram Stephan Mehofer in 10. Generation am Ruder. Er wird von seinem Vater Karl sowie seinen Geschwistern unterstützt. Die Eltern stellten den 20-Hektar-Betrieb bereits 1992 auf biologische Bewirtschaftung um. Damit gehören sie in Österreich zu den Biowein-Pionieren. Auf einer Spazierfahrt bummeln wir durch die Wagramer Toplage Wadenthal. In dieser windgeschützten Kessellage reifen auf tiefgründigem Löss dichte, mineralische und komplexe Weine heran. In einer Degustation versuchen wir das Geheimnis der Lössböden im Gaumen zu ergründen. (Die Weine dieses Weinhofes finden Sie nicht im Delinat-Sortiment.)

Beim gemeinsamen Nachtessen lernen wir die engagierte Winzerfamilie noch besser kennen: Die Mehofers verwöhnen uns auf ihrem Weingut Neudeggerhof mit kulinarischen Leckerbissen und ihren perfekt passenden Weinen und Spirituosen.

In einfachen aber gemütlichen Zimmern fallen wir müde in die Betten (Privatunterkünfte bei Nachbarwinzern im Dorf).

Radelleistung heute: 3h15, 46km, ▲218m, ▼ 122m

4. Tag: Donnerstag 31.08.17
Wiener Kaffee-, Markt- und Weinkultur

Nach dem Frühstück schwingen wir uns wieder in den Sattel. Intensiv erleben wir den Szenenwechsel vom ländlichen Österreich zur Weltmetropole Wien (Je nach Wetter und sportlicher Verfassung der Gruppe nehmen wir allenfalls für die letzten 30 km die S-Bahn). Keine Angst, unser Rad-Guide kennt den sichersten Weg durch den Strassendschungel und zeigt uns ein paar Perlen der Stadt. Dazu gehört der Naschmarkt. Hier werden seit dem 18. Jahrhundert Lebensmittel und Kleinwaren gehandelt. Zum Mittagsimbiss gehts – traditionell wienerisch – an den Würstelstand Bitzinger direkt bei der Albertina, dem bekannten Kunstmuseum im Stadtzentrum.

Am Nachmittag locken die Rebberge auf den Hügeln um die Stadt. Die junge Winzerin Jutta Ambrositsch (Weine nicht im Delinat-Sortiment) führt uns durch ihren Weingarten und weiht uns in die Geheimnisse des Wiener Gemischten Satzes ein. Diese traditionelle Spezialität des Wiener Weinbaus steht mittlerweile unter dem Schutz des Slow-Food-Siegels Presidio. Bei weitem Panoramablick über Wien degustieren wir Weine aus Gemischtem Satz. Nun geben wir unser Fahrräder ab. Der Tag endet mit einem gemütlichen Abendessen in einem urtypischen Heurigen, wo traditionelle Speisen und hauseigener Wein aufgetischt werden.

Radelleistung heute bis hier: 5h, 78 km, ▲218m, ▼ 221m)

Mit den ÖV fahren wir in unser komfortables Stadthotel in Wien, wo schon unsere Koffer auf uns warten.

5. Tag: Freitag, 01.09.2017
Renaturierung, Angus-Rinder und Haydn

Nach dem reichhaltigen Frühstücksbuffet in Bioqualität fahren wir in einem modernen, komfortablen Bus dem pannonischen Klima am Neusiedlersee im Burgenland und dem Hof Meinklang entgegen. Hier erwarten uns Angela und Werner Michlits. Sie führen uns zu einem aussergewöhnlichen Renaturierungsprojekt und erläutern die Besonderheiten des auffälligen Graupert-Weingartens, wo die Reben nicht geschnitten werden.

Gestärkt vom Mittagessen führen uns Angela und Werner durch den Keller und weihen uns in die Geheimnisse der Biodynamie ein. Zum Abschluss degustieren wir die Meinklang-Weine.

Am Nachmittag besuchen wir die hofeigene Düngerproduktion, eine 500-köpfige Angus-Rinderherde sowie das Schloss Fertöd im benachbarten Ungarn. Hier hat auch Joseph Haydn mehrere Jahre als Hofkomponist verbracht.

Den Neusiedlersee umrunden wir ganz im Süden über ungarisches Gebiet. Zurück in Österreich erwarten uns ein schmuckes Hotel und ein Gala-Schluss-Dinner in Anwesenheit von Kathi und Daniel Baur und ihren Weinen.

6. Tag: Samstag, 02.09.2017
Abschied nehmen

Nach dem Frühstück erwarten uns Kathi und Daniel Bauer auf dem Weinhof Bauer-Pöltl, wo gleich drei Generationen aktiv sind. Daniels grosse Liebe gilt dem Blaufränkisch, eine Traubensorte, die hier im Mittelburgenland schon vor langer Zeit Fuss fasste und mit Klima und Boden eine besondere Einheit bildet. Wir degustieren die feinen Hof-Weine und lassen uns mit hausgemachten regionalen Leckereien verwöhnen.

Vielseitige und erlebnisreiche Tage gehen zu Ende.
Während der Fahrt zurück nach Wien heisst es Abschied nehmen. Um ca. 15 Uhr erreichen wir Wien Flughafen und um ca. 15.30 Uhr Wien Hauptbahnhof (zusätzlich individueller Auslad nach Vereinbarung/Möglichkeit). Dann starten Sie Ihr persönliches Verlängerungsprogramm oder Ihre Heimreise.

Bequeme Anreise mit der Bahn

Für eine bequeme Anreise aus Deutschland und der Schweiz empfehlen wir Ihnen die Bahn.

Beispielsweise:
Bern ab 07.32, Zürich ab 08.40 ohne Umsteigen bis St. Pölten an 16.03, von hier RegioExpress ab 16.35, Melk an 17.56 Uhr.

Berlin ab 07.34, Hamburg ab 07.57, Braunschweig ab 08.58, Göttingen ab 10.03, Würzburg ab 11.35, Nürnberg ab 12.30, St. Pölten an 16.39, von hier RegioExpress ab 16.44, Melk an 17.00 Uhr.

Ab Zürich, Hamburg/Hannover, Berlin und München verkehren ausserdem Nachtzüge mit bequemen Liege- und Schlafwagen.

Tipps für einen Aufenthalt in Wien

Auf dieser Reise «kratzen» wir nur kurz an der Oberfläche dieser charmanten Weltstadt. Wien ist die Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität. Zu diesem Ergebnis kommt die Mercer-Studie 2014. Wien liegt zum wiederholten Mal im Quality of Living Ranking an der Spitze. Zürich landet auf Platz zwei, das neuseeländische Auckland auf dem dritten Platz.

Wir empfehlen deshalb, diese Reise um zwei bis drei Tage zu verlängern. Es erwarten Sie:

  • Karmelitermarkt (unbedingt den Laden Kaas am Markt besuchen - Isabel Kaas führt hier feine Lebensmittel von Kleinproduzenten)
  • Kaffeerösterei Alt Wien
  • Kaffeehäuser
  • Heurige
  • Naschmarkt
  • Fiakerfahrt
  • Museen
  • Wienerschnitzel und Grüner Veltliner
  • Und noch vieles mehr…

Hotelempfehlungen in Wien

Boutiquehotel Stadthalle
Das einzige, von der Besitzerfamilie geführte Passiv-Energie-Hotel in Wien liegt in Gehdistanz zum Westbahnhof. Die schöne Gartenanlage im Innenhof, die begrünten Dächer und Fassaden sowie das Frühstück mit Bio-Produkten sorgen für eine wohlige Atmosphäre. Doppelzimmer/Nacht inkl. Frühstück € 125; Einzelzimmer/Nacht inkl. Frühstück € 110.
www.hotelstadthalle.at

Hollmann Beletage
Für anspruchsvolle Geniesser: Direkt beim Stephansdom hat sich Robert Hollmann seinen Traum erfüllt. Wunderbares Biohotel mit edler Ausstattung, Stil und Charme. Das Bio-Frühstück wird als 6-Gang-Menu serviert; am Nachmittag steht ein Zvieri-/Vesper-Buffet zur Verfügung. Doppelzimmer/ Nacht inkl. Frühstück: ab € 188
www.hollmann-beletage.at

Motel one
Für Aktive, die nur kurz mal im Hotel schlafen: Drei zentrale Standorte in Wien: beim Hauptbahnhof, beim Westbahnhof und bei der Staatsoper. Schnell wachsende Low Budget Design Hotelkette mit Sitz in München. Businesshotel mit ansprechender Inneneinrichtung, sauber und korrekt. Doppelzimmer/Nacht ohne Frühstück: ab € 96, plus Frühstück 9.50/Person
http://www.motel-one.com

Alle Preisangaben ohne Gewähr (Preisstand September 2016)

Exklusives Genussradeln durch Österreichs Weingebiete (6 Tage)

Weitere Informationen

Zur Buchung

Reisedatum:
28.08.2017 bis 02.09.2017

Adresse:
Österreich

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