Graupert – «wilde» Rarität aus Österreich

Vor einigen Jahren startete Werner Michlits ein Experiment: Statt eine Parzelle mit 50-jährigen Grauburgunder-Reben zu roden, überliess er diese der Natur. Die Reben werden nicht mehr geschnitten, sie wachsen gänzlich unbeeinflusst in völliger Freiheit. Diese ungewöhnliche Rebkultivierung führt zu vielen, jedoch sehr kleinen Traubenbeeren. Diese haben es allerdings in sich: Sie sind so aromatisch und extraktreich, dass Werner und Angela Michlits daraus ihr weisses Spitzengewächs Graupert keltern. Der etwas eigenartige Name steht im burgenländischen Dialekt für «wild, ungekämmt» und ist somit eine Referenz an den struppigen, verwilderten Grauburgunder-Weinberg, dem heute Werners ganzer Stolz gehört.

Graupert - Weingut Meinklang

Die Grauburgunder-Traubenbeeren in der Graupert-Parzelle sind klein, aber sehr aromatisch und extraktreich.

Lobeshymne aus Deutschland

Die Weinspezialität aus dem österreichischen Burgenland hat es auch Deutschlands bekanntester Sommeliere Paula Bosch angetan. Sie machte im vergangenen Herbst erstmals Bekanntschaft mit dem Weingut Meinklang. «Die Weinphilosophie von Werner Michlits und seiner Frau Angela hat mich mehr als überzeugt – sie begeisterte zugleich, als ich die Weine probiert hatte.» Bei den Weissweinen steht für sie der Graupert an oberster Stelle. «Ein Grauburgunder ganz eigener Art, ein echter (M)Einklang mit der Natur», schwärmt sie im Selects-Magazin.

Graupert - Weingut Meinklang

Emil Hauser (Delinat, links) mit Familie Michlits im wilden Graupert-Weingarten.

Für Delinat-Kunden zum Freundschaftspreis

Die Ernte ist extrem aufwändig; die gesamte Meinklang-Erntemannschaft braucht einen ganzen Tag, um die wenigen Trauben zu lesen. Es ist ein anstrengender Kampf durchs Dickicht und nur mit Leitern können die Trauben der in die Höhe geschossenen Triebe geerntet werden. Der Graupert ist denn auch eine echte Rarität, von der jährlich nur wenige Flaschen entstehen.

Meinklang-Weine sind bei Delinat-Kunden seit Jahren äusserst beliebt, worüber sich Angela und Werner Michlits natürlich freuen. Als Zeichen der Dankbarkeit haben sie beschlossen, den Graupert 2010 Delinat-Kundinnen und -Kunden zum Selbstkostenpreis anzubieten. Diese nette Geste hat uns animiert, auch etwas beizutragen. Daher verzichten auch wir auf eine Gewinnmarge, was zu dieser einmaligen Aktion geführt hat, dank der der Graupert um gut ein Viertel günstiger als bei anderen Anbietern bezogen werden kann.

Da die Menge längst nicht für alle reichen wird und die Verteilung gerecht sein soll, hat die Familie Michlits folgendes gewünscht: Wir sollen mit dem Graupert jene treuen Kundinnen und Kunden belohnen, die auch sonst Freude an Meinklang haben. Diesen Wunsch finden wir legitim und haben, um möglichst vielen Meinklang-Freunden gerecht zu werden, die folgende Regel beschlossen: Wer 12 Flaschen anderer Meinklang-Weine bestellt, darf bis zu 6 Flaschen «Graupert» zu Selbstkosten hinzu bestellen.

Hans Wüst
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