Aronia gedeiht auf Delinat-Weingütern

Die Aroniabeere (auch Apfelbeere genannt) hat mit ihren gesundheitsfördernden Vital- und Abwehrstoffen nicht nur ein hohes Gesundheitspotenzial – sie eignet sich auch bestens als Sekundärkultur im Weinbau. Grund genug für Delinat, sich für die Kultivierung der Aronia zu engagieren.

Aronia-Beeren sind nicht nur gesund, sondern auch wunderschön anzusehen.

2008 wurden auf einer Fläche von rund zwei Hektar auf den Weingütern Mythopia im Wallis und Château Duvivier in der Provence Aroniabüsche angepflanzt. Sie sind einerseits von ökonomischem Nutzen, indem sich die violettschwarzen Beeren zu gesundheitsfördernden Produkten wie Saft, Wein oder Konfitüre verarbeiten lassen.

Schmetterlinge fliegen auf die weissen Blüten

Andererseits dienen sie an den Rändern der Rebparzellen und in Zwischenreihen grosser Parzellen zur Aufwertung der Biodiversität. Die weissen Blüten der Aronia ziehen Schmetterlinge und Insekten an, das dichte Laubwerk bildet wertvolle Vogelnistplätze und die Beeren sind Nahrung für mehrere Vogelarten. Bemerkenswert ist, dass die Pflanze gegen Schädlinge und Krankheiten nahezu resistent ist und in der Regel nicht gespritzt oder anderweitig behandelt werden muss, was ihr einen zusätzlichen Gesundheitsaspekt verleiht.

Auch bei uns im Vormarsch

Die ein bis drei Meter hoch wachsende Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika. In Europa kommt sie heute hauptsächlich in Skandinavien und in osteuropäischen Ländern vor. Hier wurde zu Beginn der 20. Jahrhunderts mit der Kultivierung und Anlage in Plantagen begonnen. Aufgrund des hohen medizinischen Interesses wird die Aronia heute vermehrt auch in Österreich, Deutschland und der Schweiz angebaut. Die robuste, winterharte Pflanze ist bezüglich Boden und Klima anspruchslos. Gepflanzt werden sollte sie im Herbst, wobei unabhängig von der Wuchsform (Strauch oder Bäumchen) ein Pflanzabstand von ein- bis eineinhalb Metern empfohlen wird.

Matthias Metze

Matthias Metze

Webmaster bei Delinat
Bio heisst vor allem Genuss - gerade beim Wein. Bio ist zudem ein Genuss für die Natur: Leben statt Ödnis in den Weinbergen! Bei Delinat kann ich für beides arbeiten - und das ist mir wichtig.
Matthias Metze

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5 comments

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    vor einigen Tagen habe ich in der „Welt“ einen Artikel gelesen, wonach vor dem Verzehr der Aronia-Beere gewarnt wird.
    Diese Beere sollte auf keinen Fall roh gegessen werden. Bei Ihnen habe ich noch keinen diesbezüglichen Warnhinweis gelesen.
    Wie ist Ihre Meinung?

    Mit freundlichen Grüßen
    Rudolf Lehleiter

  2. Wir haben vor und bei der Ernte schon viel genascht, aber da die Beeren sehr taninreich sind, wird sich keiner den Bauch dabei vollschlagen. Getrocknet wird es von den Indianern den ganzen Winter über gegessen. Dass es roh genossen, der Gesundheit abträglich sein sollen, davon haben wir noch keine Kenntnis, werden dem aber nachgehen. In den Handel freilich kommen die Beeren ohnehin nicht roh, sondern weiterverarbeitet zu Saft, Konfitüre, Dörrobst etc.
    Mit bestem Dank für den Hinweis, Hans-Peter Schmidt

    1. Wir haben einen solchen Strauch bei Delinat gekauft; er entwickelt sich nicht so recht.
      Habe kürzlich gelesen, weiss nicht mehr wo, dass die Beeren viel Oxalsäure enthalten. Das sich im Körper bildende Calciumoxalat ist unlöslich, die Kristalle sind scharf und können zu Problemen führen; Nieren Harnwege?! Also nicht sooo gesund?
      MfG

      1. Wie sagte Paracelsus: Alle Ding‘ sind Gift und nichts ohn‘ Gift; allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist. Da steckt viel Wahrheit drin und gilt auch für den Genuss von Aronia.

        Ausserdem können isolierte Betrachtungen einzelner Bestandteile in die Irre führen. Gerade bei Säuren und Basen und ihren Salzen zeigt die Einzelbetrachtung eine andere Realität als die komplexen Interaktionen in der natürlichen Frucht, in der Verdauung und im Stoffwechsel. Ob die sehr geringe Menge an Oxalsäure (im Vergleich z.B. mit Rhabarber) im Körper wirklich zu unlöslichem Oxalat mutiert, kristallisiert und nicht ausgeschieden wird, kann wohl kaum nachgewiesen werden. Bei isolierter Betrachtung gäbe es wohl kaum Lebensmittel, die keine „bedenklichen“ Stoffe beinhalten. Ein tristes Leben.

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