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Weinanbau
Weinanbau bedingt viel Sonnenschein, die Strahlungsintensität ist wichtig. Daher werden nach Süden ausgerichtete Hanglagen für Weinanbau bevorzugt. Dies ist besonders in kühleren Regionen wie Deutschland wichtig. Die Niederschlagsmenge spielt eine geringere Rolle als die Bewölkungsdauer. Es gibt hervorragende Weinanbau-Gebiete mit sehr viel Regen, der aber jeweils konzentriert in kurzer Zeit fällt – danach scheint wieder die Sonne.
Im Süden generell einfacher
Weinanbau im Süden ist weniger kritisch, die Sonneneinstrahlung reicht auch in der Ebene aus. Hier droht eher die Gefahr der Überreife, bei der es den Trauben an Säure fehlt. Solche Weine sind alkoholreich und langweilig, oft auch nicht stabil. Es gilt daher, für jedes Weinanbau-Gebiet die richtigen Rebsorten zu wählen, was nicht immer einfach ist. In traditionellen Weinanbau-Regionen sind die Rebsorten jedoch häufig vorgeschrieben.
Ökologischer Weinanbau in trockenen Regionen
Biologischer Weinanbau floriert vor allem in trockenen Zonen, wo Mehltau und Fäulnis weniger Probleme machen als in feuchten Zonen. So kann z.B. in der ariden La Mancha Spaniens auf systematische Mehltau-Prävention völlig verzichtet werden. Das sind ideale Bedingungen für Bio-Weinanbau. In Frankreich wächst im relativ feuchten Burgund proportional weniger Ökowein als im trockenen Languedoc und in der Provence. Natürlich funktioniert der Bio-Anbau praktisch überall, nur eben mit mehr oder weniger Aufwand. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Preise: In idealen Klimazonen liegen Bioweine und herkömmliche etwa gleich auf, besonders, wenn die Appellation den Maximalertrag regelt. Im Burgund kann ein Biowein hingegen leicht das Doppelte kosten von vergleichbaren konventionellen.

