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Wein ist gesund

Die Diskussion um den Einfluss des Weingenusses auf die Gesundheit dürfte so alt sein wie die Weinerzeugung selbst. Inzwischen scheint bewiesen und auch von den vorsichtigen Medizinern akzeptiert: Mässiger Weinkonsum ist der stärkste Erfolgsfaktor für niedrige Herzinfarktraten. Oder umgekehrt: Abstinent lebende Menschen setzen sich einem deutlich erhöhten Sterblichkeitsrisiko aus. Regelmässiger Weingenuss regt die Durchblutung an, die Blutgefässe bleiben elastisch oder werden geöffnet, so dass sich die Gefahr von Herzkrankheiten bedeutend abschwächt.

Die Farbe hat es in sich

Die Wirkung des Weins hängt allerdings auch von seiner Farbe ab. Bei der Maischengärung des Rotweins wird aus den Beerenhäuten eine Substanz - Reservatrol - extrahiert, der die Mediziner die beschriebenen Wirkungen zuschreiben. Entsprechend weniger Reservatrol findet sich im Weisswein, da dieser ja schon viel früher abgepresst wird.

Keine Sorge um die Leber

Wein normalisiert den Blutdruck: So sollen zum Beispiel rote Burgunder den Blutdruck eher erhöhen, während ihn Weine aus Sancerre und Pouilly eher senken. Ein mässiger täglicher Weingenuss beeinflusst nicht nur den Cholesterinspiegel positiv , sondern auch die Gehirnleistungen mit dem Älterwerden: «Wein macht das Gehirn sinnig, schnell und erfinderisch, voll von lebenden, feurigen und ergötzlichen Gedanken», bekannte William Shakespeare. Und die oft zitierte Leberzirrhose? Nach heutigen Erkenntnissen lässt sich das Risiko bei mässigem Genuss praktisch ausschliessen.

Die unsichtbaren Wirkstoffe

Der Wein ist nicht nur reich an vielfältigen Aromastoffen, sondern auch an wichtigen Mineralstoffen wie zum Beispiel Kalium, Kalzium und Eisen und lebensnotwendigen Spurenelementen, wie Mangan, Zink, Kupfer und Fluor. Unter den mineralischen Anionen kommt Phosphor sehr häufig vor. Zusammen mit Kalzium ist er für das Knochengewebe unentbehrlich und spielt eine bedeutende Rolle bei der Erhaltung des Gleichgewichtes von Säuren und Basen im Blut.

Schlankweg falsch

Fett und Alkohol werden oft als die wichtigsten Widersacher der schlanken Linie bezeichnet. Dass ein Gramm Alkohol sieben Kalorien enthält, das schleckt keine Geiss weg. Ob diese Kalorien zu den Dickmachenden gehören, ist die zweite Frage. In mehr als siebzig epidemiologischen Studien konnte keine Beziehung zwischen Wein und Körpergewicht nachgewiesen werden. Im Gegenteil: Es lässt sich eher belegen, dass moderat Wein trinkende Personen durchschnittlich schlanker sind als die Abstinenten. Warum Alkoholkalorien offenbar weniger verwertbare Energie liefern, ist noch nicht erforscht.




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