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St. Gallen

Zu Unrecht sind die Weine aus dem Schweizer Kanton St. Gallen bisher kaum einem grösseren Publikum bekannt. Der grösste Teil der sanktgallischen Anbaufläche von insgesamt rund 180 Hektar befindet sich im Rheintal in Gemeinden wie Berneck, Thal oder Altstätten. Hier reifen die Reben in erstaunlich steilen Lagen und profitieren auch von den warmen Föhn-Winden. Auf den sandigen Molassenböden bringen neben Blauburgunder und Riesling X Sylvaner auch krankheitsresistente Sorten wie Regent und Maréchal Foch interessante Weine hervor.
Das zweitbedeutendste Anbaugebiet von St. Gallen befindet sich im Oberland und reicht von Sargans bis zum Walensee, wo unter anderem im malerischen, nur mit dem Schiff erreichbaren Dorf Quinten am nördlichen Ufer einige Rebberge stehen. Die lehmhaltigen Böden eignen sich gut für den Weinbau, der hier ebenfalls von den warmen Föhn-Winden profitiert. Nebst konventionellen Sorten werden hier auch neue krankheitsresistente Sorten wie die weisse Bianca oder der rote Baco Noir angepflanzt.
