Direkt zu den beliebtesten Themen:
La Luna del Rospo Bric Rocche
Barbera d'Asti DOCG 2009
mehr Info
La Luna del Rospo

Sie studierte Philosophie, er reiste in Sachen Informatik durch die Welt. Mitte der 90er Jahre spürten Renate Schütz und Michael Schaffer, dass es Zeit war, gemeinsam etwas Neues anzupacken. Sie schmiedeten Pläne für eine Weltreise, als ihnen zufällig ein Inserat ins Auge stach: Kleines Weingut im Piemont zu verkaufen. Sie fuhren ins kleine Winzerdorf Agliano Terme südlich von Asti und trafen auf das heruntergekommene Weingut La Luna del Rospo (Der Mond der Kröte). Sie kauften trotzdem: «Es war Liebe auf den ersten Blick. Schon beim Anblick der exponierten Lagen realisierten wir, dass das nicht irgendein Weingut ist, sondern eines mit grossem Potenzial», erinnert sich Renate Schütz.
Barbera mit Ecken und Kanten

Der Anfang war hart und zäh: Mit der radikalen Umstellung des Guts auf biologischen Weinbau handelten sich die Quereinsteiger in ihrer neuen Umgebung Widerstände und offene Anfeindungen ein. Doch mittlerweile geniessen die Barbera-Selektionen von Michael Schaffer und Renate Schütz, die sie mit Unterstützung des erfahrenen Önologen Guiliano Noé aus Nizza Monferrato herstellen, internationales Renommee. Die jährlich gut 40 000 Flaschen aus acht Hektaren Rebfläche werden grösstenteils ausserhalb von Italien, in Deutschland und der Schweiz verkauft. Im Delinat-Sortiment figuriert der Bric Rocche, ein Barbera, wie ihn Kenner mögen. Die Trauben stammen von einer Kammlage mit über 40 Jahre alten Rebstöcken mit Südausrichtung. Der Wein wird sehr behutsam und meist nur kurze Zeit in grossen Holzfässern ausgebaut. Seine mineralischen Noten, die vom kalkhaltigen Boden und dem darunter liegenden Quarzgestein stammen, sorgen dafür, dass Typizität samt Ecken und Kanten erhalten bleiben.

Auf La Luna del Rospo überzeugen nicht nur die Weine. Das Gut ist ein richtiges Naturparadies. Die alten Rebstöcke fühlen sich hier ebenso wohl wie unzählige Blumen, Schmetterlinge, Vögel und Insekten, die grosszügig Lebensraum vorfinden. Mitten in den Reben tut sich zudem auf einer naturbelassenen Weide ein gutes Dutzend Ziegen an Gräsern und Kräutern gütlich. Und der grosszügige Garten vor dem Haus des Winzerpaares vermittelt mit einer reichen Auswahl an Früchten, Kräutern und Gemüse ebenfalls einen Hauch von Eden.
