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Châteauneuf-du-Pape

Die steinigen, kargen Böden gehören zu den besten Lagen im Châteauneuf-du-Pape. Erstaunlich, wie sich die Rebe durch Kies und Geröll in die Tiefe bohrt, um an Wasser und Nährstoffe zu gelangen.

Châteauneuf-du-Pape war der Lieblingswein von Charles de Gaulle und vielen anderen, die ihn sich leisten konnten und können. Viele Superlative gibt es über Châteauneuf-du-Pape zu berichten: Es war die erste staatlich anerkannte Appellation. Mit 12,5% Mindestalkohol muss Châteauneuf-du-Pape den höchsten Wert aller französischen Weine erreichen. Aus stolzen 13 Rebsorten kann er sich zusammensetzen – zwingend ist aber keine, und die Bodentypen könnten unterschiedlicher nicht sein – Sand, Kies, Lehm – so dass die Vielfalt an Châteauneuf-du-Pape kaum Grenzen kennt. Die wichtigsten Rebsorten sind wohl Grenache Noir, Mourvèdre und Syrah.

Châteauneuf-du-Pape steht für Verschiedenheit und hohe Qualität

Viel Freiheit, die sich auch in der Weinherstellung des Châteauneuf-du-Pape fortsetzt, die grundsätzlich zwei Methoden unterscheidet: Bei der einen entstehen durch Macération carbonique (Kohlesäure-Maischung) eher leichtere Weine, die gewissen Beaujolais ähneln, während der traditionelle Châteauneuf-du-Pape dunkelrot, kräftig und alkoholreich ist und problemlos einige Jahrzehnte überlebt. Es gibt aber auch aufgezwungene Gemeinsamkeiten, wie etwa die Forderung nach hoher Qualität durch gesunde und reife Trauben, die durch eine aussergewöhnliche Auflage unterstrichen wird: Mindestens 5% der Châteauneuf-du-Pape-Trauben müssen ausgesondert werden, den sogenannten râpé, aus dem lediglich Vin de Table erzeugt werden darf.

Ein heiliges Gewächs

Die Geschichte des Châteauneuf-du-Pape wurde durch die römisch-katholische Kirche geprägt. Sie begann 1309 mit dem Exil-Sitz von Papst Klemens V. in Avignon. Sein Nachfolger, der Weinfreund Papst Johannes XXII. wählte wenige Jahre später das Schloss Châteauneuf als Sommerresidenz und führte grossen Einfluss auf den Weinbau der Region aus. Als Châteauneuf-du-Pape wurde der Wein aber erst ab dem 19. Jahrhundert bezeichnet.




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